Nachhaltige Ernährungssysteme und das Konzept Ernährungsdemokratie

17. Februar 2022 Forscher/innen
Bio-Landwirtschaft und darüber hinaus Agrarökologie als Zukunft für nachhaltige Nahrungssysteme wird zunehmend mehr gefordert und gefördert.

Das Recht auf Nahrung ist in zahlreichen staatlichen Konventionen ein völkerrechtlich verankertes Menschrecht. Doch für Millionen Menschen auf der Welt ist es dennoch nicht einlösbar. Hunger, Mangel- und Unterernährung haben vielfältige Gründe und die Ernährungssysteme sind komplex geworden. Ökologische, politische, soziale und auch klimatische Bedingungen sind Ursachen dafür und hängen oft vielfach zusammen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind nicht ausschließlich Länder im globalen Süden von Hunger oder eingeschränktem Zugang zu Nahrungsmitteln betroffen. Die der Problematik zugrunde liegenden Ursachen in den einzelnen Ländern sind nicht immer vergleichbar. Besonders in Krisenzeiten haben Menschen Schwierigkeiten, den täglichen Nahrungsmittelbedarf zu decken, und Hilfe kommt auch auf sehr unterschiedliche Weisen an. 

Der weltweit wachsenden Mittelschicht ist es zusehends ein Anliegen rund um das Thema Nahrungsmittelproduktion mehr mitreden und mitgestalten zu können. Biologische Landwirtschaft und darüber hinaus Agrarökologie als Zukunft für nachhaltige Nahrungssysteme wird zunehmend mehr gefordert und gefördert. Expertinnen und Experten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind überzeugt, dass biologische Landwirtschaft eine wachsende Weltbevölkerung ernähren kann. Diese Sichtweise teilen auch die Trägerinnen des Österreichischen Nachwuchsforschungspreises für Entwicklungsforschung 2021 von der Universität für Bodenkultur, die sich in ihrer Forschung mit dem Konzept der „Food Democracy“ befassen. Eine Expertin von der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) gibt Einblick in Zusammenhänge globaler Ernährungssysteme und wie diese von der OEZA gefördert werden und berichtet über die vielschichtigen Herausforderungen für Kleinbauern und Kleinbäuerinnen.

Gestaltung und Moderation: Maiada Hadaia (Verantwortlich für den Sendungsinhalt)

Im Interview:

Mag.a Waltraud Rabitsch, Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA)

Mag.a Christina Gugerell und Mag.a Marta López Cifuentes, Universität für Bodenkultur (BOKU), Nachwuchsforschungspreisträgerinnen Österreichischer Preis für Entwicklungsforschung 2021

Musik: Nathan Aronow-Open Minded, Manuzik-Habanera, Andrea Barone-From Spain, Jampy-Sunday Evening. Nachzuhören auf Jamendo, einer Community für freie, legale und unlimitierte Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde. Thanks to C. Wegener "Radio Continental Drift" , Zubo Trust produced CDs of specially selected tracks and to Radio Zubo vom Album Crystal DJ Kwe Favel “Radio Remixes Voices of Binga” eine Brücke zwischen indigenen Völkern durch Musik, Track 7 gewidmet den BaTonga am Sambesi.