Zahlen und Fakten

Der OeAD in Zahlen

Budget: 83 Millionen Euro (2021)

315 Mitarbeiter/innen an den OeAD-Standorten im In- und Ausland beraten, fördern und vernetzen Menschen und Institutionen aus Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur.

7 OeAD-Auslandsstandorte: Der OeAD verfügt über ein Netzwerk von sieben Auslandsstandorten in Schwerpunktregionen österreichischer Bildungs- und Wissenschaftskooperation, nämlich in den EU-Nachbarländern im Osten (Russland, Ukraine, Republik Moldau), den Westbalkanländern (Regionalbüros Tirana und Sarajewo) und in China (Shanghai).

Der OeAD bearbeitet mehr als 5.000 Anfragen pro Jahr zu Studien, Stipendien, Kooperationen und Fremdenrecht. Der OeAD ist damit das österreichische Kompetenzzentrum für die Beratung von internationalen Hochschulen, Wissenschaftler/innen und Studierenden.

Bei 12 internationalen Hochschulmessen hat der OeAD im Jahr 2021 den gesamten Hochschulstandort Österreich vertreten. Der OeAD berät zu den Themen Studieren und Forschen in Österreich, sowie zu Kooperations- und Stipendienmöglichkeiten.

200 „Welt im Ohr“-Radiosendungen: „Welt im Ohr“ ist die OeAD-Radio-Sendereihe in Kooperation mit ORF Ö1 Campus und das größte deutschsprachige Audioarchiv zu Themen der Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik. Seit zwei Jahren werden Welt im Ohr-Sendungen zusätzlich auch zu anderen Bildungsthemen des OeAD gestaltet und gesendet.

1.800 Prüfungen jährlich im OeAD International Testing Services: Das OeAD-Testzentrum führt weltweit anerkannte Zulassungsprüfungen und Berufsexamina für Hochschulen mit modernsten biometrischen Verfahren durch.

Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps:

Als nationale Agentur für Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps in Österreich fördert der OeAD jährlich tausende Auslandsaufenthalte. Im Erasmus+ Bildungsbereich werden bis zu 240.000 Teilnehmer/innen aus Österreich aus den vier Sektoren Hochschule, Schulbildung, Berufsbildung und Erwachsenenbildung erwartet, die während der Programmperiode 2021-2027 mit Erasmus+ mobil sind. Das sind durchschnittlich rund 34.300 Personen pro Jahr. Im Erasmus+ Jugendbereich sind es pro Jahr 13.000 Menschen, sprich bis zum Ende der Programmperiode werden rund 91.000 Teilnehmer/innen die Austauschmöglichkeiten genützt haben. Österreich erhält von 2021 bis 2027 voraussichtlich 683 Mio. Euro für Erasmus+ und das ESK aus dem Fördertopf der Europäischen Union.

Bei den zentralen Aktionen von Erasmus+ werden Projekte direkt in Brüssel eingereicht, es herrscht weltweite Konkurrenz. Der OeAD unterstützt die Hochschulen durch ein umfangreiches Beratungsangebot. Bei Capacity Building in Higher Education, Jean Monnet, Erasmus Mundus, European Universities und Wissensallianzen sind 2014-20 weltweit über 14.600 Projekte eingereicht worden. Von den aus Österreich eingereichten 225 Projekten als Koordinator wurden 35 % genehmigt, die Erfolgsquote war damit deutlich höher als der Durchschnitt (21,9 %).

Im Projekt „Erasmus back to School“ besuchen seit 10 Jahren Erasmus-Studierende ihre ehemaligen Schulen, berichten von ihren Erfahrungen und machen Lust auf einen Auslandsaufenthalt. Seit Bestehen des Projekts haben mehr als 600 Schulbesuche stattgefunden, 18.000 Schüler/innen wurden erreicht. Mittlerweile wurde das Projekt auch auf andere Bildungsbereiche ausgeweitet.

Im Rahmen der globalen Ausweitung des Programms Erasmus+ wurden im Jahr 2020 1.660 Mobilitäten von Studierenden und Hochschulangehörigen zwischen Österreich und 65 Ländern auf allen Kontinenten gefördert. Erasmus+ international fördert die Vernetzung von Hochschulen weltweit und in allen Fachbereichen.

Internationalisierung:

Der OeAD bietet zusätzlich zu Erasmus+ auch Stipendien und Forschungsförderungen für Studierende und Forscher/innen aus aller Welt. 1.700 Incoming-Stipendien konnten 2019 vergeben werden. Zu den beliebtesten Stipendien zählen das Ernst-Mach-Stipendium und CEEPUS für die Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa, weiters fachspezifische Programme wie das Franz-Werfel oder das Richard-Plaschka-Stipendium. In der Datenbank für Stipendien und Forschungsförderung www.grants.at kann gezielt nach Fördermöglichkeiten gesucht werden.

Im Rahmen des Ernst-Mach-Programms beispielsweise konnte der OeAD im Jahr 2020 insgesamt 283 Incoming-Stipendien vergeben. Ob Argentinien, Mexiko, Vietnam, Ghana oder Slowakei – aus insgesamt 54 Ländern weltweit kamen die Ernst-Mach-Stipendiatinnen und -Stipendiaten nach Österreich.

54 Marietta-Blau-Stipendiatinnen und Stipendiaten konnten im Jahr 2020 trotz Corona bedingter Einschränkungen ihre Dissertation durch einen längeren wissenschaftlichen Auslandsaufenthalt optimieren und so Erfahrung im internationalen Forschungsumfeld sammeln.

Das OeAD-Lektoratsprogramm ist ein Mobilitätsprogramm zur Förderung der deutschen Sprache und Vermittlung der österreichischen Kultur im Ausland. Mehr als 100 Lektorinnen und Lektoren arbeiten an rund 100 Standorten in 31 Ländern rund um den Globus.

Sprachassistentinnen und -assistenten sind eine wertvolle Ergänzung im Fremdsprachenunterricht. Sie bringen zusätzlich zur Sprache auch Land und Leute ins Klassenzimmer. 420 Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten machen das an österreichischen Schulen und 175 Sprachassistentinnen und -assistenten aus Österreich sind im Deutschunterricht im Ausland tätig. An rund 1.000 Schulen pro Jahr wird durch das Sprachassistenzprogramm der Fremdsprachenunterricht unterstützt.

Seit 2009 wurden im Rahmen von APPEAR – dem Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development – 189 StipendiatInnen aus den Partnerländern der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) gefördert.

56 Hochschulen in Africa-Uninet: Das Netzwerk besteht aktuell aus 35 Universitäten in 15 afrikanischen Ländern und aus 21 Hochschulen in Österreich.

Bildung und Gesellschaft:

155.000 Schüler/innen in Österreich sind pro Jahr durch OeAD-Angebote zur „Kulturvermittlung mit Schulen“ in kulturelle Projekte eingebunden.

Seit Beginn der Projektreihe (1989) haben 26.318 Lehrlinge aus 2.340 Betrieben und an 158 Berufsschulen bereits an Kulturvermittlungsprojekten mitgewirkt.

240 Young Science Botschafter/innen besuchen mit dem Young Science-Programm des OeAD ehrenamtlich Schulen in ganz Österreich und erzählen von ihrem Forschungsfeld und beruflichen Werdegang. Die Schülerinnen und Schüler haben so die Möglichkeit, Fragen direkt an Forschende zu stellen und Einblicke in deren Arbeitsalltag zu erhalten.

299 Sparkling Science-Projekte: Bei den Wissenschaftsvermittlungsprojekten arbeiteten in den Jahren 2007 bis 2019 4.200 Forschende Seite an Seite mit 101.000 Jugendlichen und 2.600 Lehrpersonen an aktuellen Forschungsfragen. Im September 2021 startete das europaweit einzigartige Wissenschaftsvermittlungsprojekt in seine zweite Phase.