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Kolik & Butyrat

Allheilmittel Butyrat? Evaluierung von Produktion, Wirkung und therapeutischem Potenzial im Colon des Pferdes

Im Rahmen des dreijährigen Citizen-Science-Projekts „Kolik und Butyrat“ arbeiteten Schülerinnen und Schüler einer landwirtschaftlichen Fachschule eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Vetmeduni Wien zusammen, um die Darmgesundheit von Pferden zu erforschen. Ziel des Projekts war es, besser zu verstehen, wie Umweltfaktoren, Haltung, Fütterung und Stress das empfindliche Gleichgewicht im Verdauungstrakt beeinflussen und gleichzeitig jungen Menschen einen realistischen und aktiven Einblick in wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen.

Über mehrere Jahre hinweg sammelten die Schülerinnen und Schüler regelmäßig Kotproben von Schulpferden und dokumentierten begleitende Informationen wie Fütterung, Haltung oder besondere Ereignisse im Alltag der Tiere. Diese Proben wurden an der Vetmeduni Wien weiter bearbeitete und analysiert. Untersucht wurden unter anderem die Zusammensetzung der Darmflora, die Produktion kurzkettiger Fettsäuren, Stressmarker sowie Stoffwechselprodukte, die für die Darmgesundheit eine zentrale Rolle spielen. Erste Ergebnisse zeigen, dass jedes Pferd ein individuelles Darmprofil besitzt, das unter anderem von Jahreszeiten, Fütterung und Haltungsbedingungen beeinflusst wird. Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie eng Umwelt, Management und Darmgesundheit miteinander verknüpft sind.

Ergänzend dazu wurden Stressmarker untersucht, die Rückschlüsse auf die Stressbelastung der Pferde über einen längeren Zeitraum erlauben. Diese Analysen zeigten unter anderem einen deutlichen Einfluss von Hitzeperioden sowie von besonderen Alltagssituationen wie Erkrankungen oder Turnierteilnahmen bzw. Prüfungen. Zusätzlich wurden ausgewählte Stoffwechselprodukte im Kot analysiert, um besser zu verstehen, wie sich solche Belastungen auf die biologischen Prozesse im Darm auswirken. Die Kombination dieser verschiedenen Untersuchungen ermöglicht ein umfassenderes Bild der Zusammenhänge zwischen Stress, Stoffwechsel und Darmgesundheit und bildet die Grundlage für weiterführende Forschungsarbeiten mit dem Ziel, das Tierwohl nachhaltig zu verbessern.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler in die Forschung. Sie waren nicht nur an der Probenahme und Datenerhebung beteiligt, sondern diskutierten Ergebnisse gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Workshops, besuchten die Pferdeklinik der Vetmeduni und erhielten Einblicke in veterinärmedizinische Forschung und Praxis. Durch interaktive Formate wie Posterpräsentationen, Campus-Rallyes, Datenauswertungen und die Erstellung kurzer Videos wurden die Jugendlichen an komplexe wissenschaftliche Inhalte herangeführt.

Auch für die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellte die Zusammenarbeit einen großen Mehrwert dar. Durch die Kooperation mit der LFS Tullnerbach war es erstmals möglich, umfangreiche longitudinale Datensätze über mehrere Jahre zu erheben. Gleichzeitig bot der direkte Austausch mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften neue Perspektiven für Wissenschaftskommunikation und praxisnahe Forschung.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Citizen Science zur Förderung von Tierwohl, wissenschaftlicher Bildung und nachhaltigem Wissenstransfer beitragen kann.

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

sechs Petrischalen mit Flüssigkeiten darin
© Franziska Dengler

Forschungsprojekt
1. Ausschreibung


Projektleiterin
Mag.med.vet. Nora Mareike Biermann
Wissenschaftliche Einrichtungen
Beteiligte Schulen
Laufzeit
01.09.2022 – 31.10.2025
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