Beim ersten Sparkling-Science-Spotlight im Jahr 2026 stand das Thema Geschichte im Mittelpunkt! Es wurden drei Projekte eingeladen, die sich mit unterschiedlichen Themen beschäftigen, in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen verankert sind und doch eines gemeinsam haben: den Fokus auf Zeitgeschichte und historische Forschung, den praxisnahen methodischen Zugang und den direkten Bezug zum Geschichtsunterricht.
Alexander Preisinger stellte das Sparkling-Science-Projekt „Digital GameBase/D Learning“ vor, das seit 2025 im Gamelab an der Universität Wien läuft. Im Projekt soll eine frei zugängliche digitale Datenbank mit kuratierten Computerspielen und didaktischen Materialien für den Unterricht entwickelt werden. Die Inhalte dafür werden gemeinsam mit Schüler:innen an drei Wiener Partnerschulen entwickelt und erprobt, um langfristig spielbasierte Bildung im Unterricht zu verankern. Besonders spannend waren die Einblicke in Projekte für den Geschichtsunterricht, etwa zur Erforschung von Geschichtsbildern und Wissenskonzepten der Schüler:innen zum Ersten Weltkrieg.
Gerald Lamprecht und Georg Marschnig präsentierten ihr Projekt „Das Gedächtnis des Klassenzimmers“. Darin wird erforscht, welche bzw. wessen Geschichte in Schulen, Museen und der Gesellschaft erzählt wird und ob die zeithistorischen Narrative noch den vielfältigen Erfahrungshintergründen der Jugendlichen entsprechen. An sechs Grazer Schulen, erforschen Schüler:innen dafür ihre eigenen Familiengeschichten und führen Interviews zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust. Im Spotlight wurde auf eine geplante Wanderausstellung hingewiesen, die die Projektergebnisse öffentlich zugänglich machen soll.
Merle Bieber, Projektmitarbeiterin am Institut für Jüdische Geschichte Österreichs, und Andrea Losert-Ganglberger, Lehrerin an der Partnerschule BiGS St. Pölten, teilten ihre Erfahrungen aus dem Projekt „Jugendliche mit Fluchterfahrung“. Das Projekt untersucht Fluchterfahrungen von jungen Menschen mit historischen und sozialwissenschaftlichen Methoden und zieht dabei einen Vergleich zwischen österreichisch-jüdischen Jugendlichen der NS-Zeit und jungen Geflüchteten, die heute nach Österreich kommen. Besonders spannend war dabei der Einblick in die vielseitige Arbeit der Schüler:innen, die von anspruchsvoller Quellenarbeit über die Mitwirkung an einem Podcast bis hin zu Dokumentationen in Forschungsjournalen reicht.
Die Aufzeichnung der Vorträge ist HIER zum Nachschauen verfügbar
Das nächste Spotlight zum Thema „Von der Forschung in den Unterricht: Mit Sparkling-Science-Projekten zum Klimawandel forschen!” findet am 16. Juni 2026, 13-14 Uhr statt. Zur Anmeldung