Den Auftakt gestaltet die Wissenschaftlerin Barbara Heinisch (Eurac Research / Institut für Angewandte Sprachforschung) mit dem Thema: „Na servas – spricht die KI auch ,österreichisch‘?“.
Eine hochbrisante Fragestellung, denn Künstliche Intelligenz, etwa Systeme wie ChatGPT, ist längst Teil unseres Alltags. Sie verfasst E-Mails, fasst Texte zusammen, unterstützt beim Strukturieren von Ideen oder formuliert Bewerbungsschreiben. Die Ergebnisse klingen meist erstaunlich flüssig und nach „gutem Deutsch“. Doch kann eine KI auch „österreichisches Deutsch“? Die Veranstaltung beleuchtet zunächst zentrale Besonderheiten des österreichischen Deutsch: von typischen Wortschätzen wie „Marille“, „Paradeiser“ oder „Topfen“ über grammatikalische Feinheiten bis hin zum vielzitierten (Wiener) Schmäh. Anschließend geht es einen Schritt weiter: Wie funktionieren KI-Sprachmodelle eigentlich, und wie gehen sie mit sprachlicher Variation um?
Dabei wird deutlich, dass es um mehr geht als um einzelne Wörter oder regionale Ausdrücke. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Sprache(n) und welche Stimme(n) in KI-Systemen repräsentiert sind – und wie wir KI-generierte Texte kritisch reflektieren können. Denn Sprache ist weit mehr als ein Kommunikationsmittel: Sie ist eng mit Kultur, Identität und gesellschaftlicher Vielfalt verbunden.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und gemeinsam zu erkunden, wie „österreichisch“ Künstliche Intelligenz tatsächlich spricht.
- 14. April 2026, 9:30-11:00 Uhr
- Bücherei Neues Landgut, Laxenburger Straße 4/1A, 1100 Wien
- Eintritt frei
- Ab 13.3. hier anmelden: ticket.wien.gv.at/M13STB
Die Wissenschaftsbotschafter:innen sind eine Initiative, die der OeAD, Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung, im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung koordiniert und weiterentwickelt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Büchereien Wien statt.