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This image shows an individual with orange hair interacting with a large, abstract digital mirrored structure. The structure is composed of squares in varying shades of green, orange, white, and black which are pieced together to reflect the individual’s figure. The figure's hand is extended as if pointing to or interacting with the mirrored structure. Behind the  structure are streams of binary code (0s and 1s) in orange, flowing towards the digital grid.
© Yutong Liu & Kingston School of Art / https://betterimagesofai.org

Vertrauen unter Druck: Fortbildung zu generativer KI in der Wissenschaftskommunikation

Am 18. März fand eine Online-Fortbildung des OeAD-Zentrums für Citizen Science statt, in dem zwei Experten einordneten, wie KI-Schrott und Deepfakes den virtuellen Raum verändern.
2 min lesen · 23. März 2026

Die beiden Forschenden Jaro Krieger-Lamina und Thomas Sommerer setzten sich in ihren Vorträgen mit den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auseinander. Dabei gaben sie Einblicke aus der Medienwissenschaft sowie der Technikfolgenabschätzung und reflektierten insbesondere die Rolle der Wissenschaftskommunikation und -vermittlung.

Thomas Sommerer erläuterte, welche typischen Merkmale sogenannter „AI Slop“ (KI-Schrott) aufweist, etwa visuelle Überzeichnungen oder kulturell geprägte Stereotype. Die starke Verbreitung solcher KI-generierten Inhalte im Internet sei auch darauf zurückzuführen, dass menschlich produzierte Medien mehr Zeit und Ressourcen erfordern. Die einfache und schnelle Nutzung von KI-Tools begünstige hingegen die massenhafte Verbreitung von Desinformation und qualitativ minderwertigen Inhalten.

Vor diesem Hintergrund betonte Sommerer die Bedeutung, in der Wissenschaftskommunikation wieder stärker die menschlichen Aspekte von Forschung hervorzuheben. Anstelle von standardisierten Medienaussendungen und professionell inszenierten Bildern sollte Wissenschaftskommunikation stärker lebensweltlich verankert und authentisch gestaltet werden.

Jaro Krieger-Lamina beleuchtete die Möglichkeiten und Grenzen von Tools zur Erkennung KI-generierter Inhalte. Angesichts der rasanten technologischen Fortschritte seien solche Inhalte mit dem bloßen Auge kaum noch von authentischen Medien zu unterscheiden. Selbst technische Instrumente liefern lediglich Wahrscheinlichkeitswerte und eignen sich nur bedingt für sichere Zuordnungen. Ein System mit Gütesiegeln für nicht-KI-generierte Inhalte sei theoretisch vorstellbar, aber praktisch schwer umsetzbar, u.a. wegen der schnellen technologischen Weiterentwicklung.

Krieger-Lamina empfahl daher, generative KI nur in spezifischen Kontexten einzusetzen, etwa bei Mustererkennung, streng reglementierten Systemen wie Coding oder als inhaltliche Inspiration. Kommunikator:innen sollten dabei bewusst Standards definieren, um die Vertrauenswürdigkeit ihrer Inhalte zu wahren.

Das Modul setzte eine Reihe fort, die im Vorjahr zum Thema Künstliche Intelligenz in der Wissenschaftskommunikation vom OeAD-Zentrum für Citizen Science durchgeführt wurde. Am 10. Juni 2026, 14:00-16:00 Uhr findet die nächste Fortbildung statt. Die Expert:innen Amrei Bahr und Matthias Begenat werden darin zum Thema „KI verantwortlich einsetzen: (neue) Qualitätsstandards für die Wissenschaftskommunikation“ vortragen. Zur Anmeldung.

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