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Aquirufa

Biodiversität und Ökologie von Süßwasserbakterien

 

Viele Menschen denken bei Bakterien zunächst an Krankheiten. Dabei sind Bakterien für unsere Ökosysteme unverzichtbar. Sie ermöglichen das Funktionieren der Stoffkreisläufe, sind an der Primärproduktion beteiligt und erfüllen zahlreiche weitere wichtige Aufgaben. Diese Organismen sind winzig klein und kommen in enormer Anzahl in unserer Umwelt vor. Ohne sie wäre Leben auf der Erde, wie wir es kennen, nicht möglich. Dennoch ist über die Vielfalt und Ökologie der Bakterien bislang erstaunlich wenig bekannt. Es gibt vermutlich Milliarden verschiedener Arten, von denen jedoch bisher nur ein kleiner Teil wissenschaftlich beschrieben wurde.

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Bakteriengattung Aquirufa. Sie wurde in einem früheren Sparkling-Science-Projekt gemeinsam mit Schüler:innen in einem Bach nahe Salzburg entdeckt. Diese Bakterien sind rot gefärbt, was jedoch erst bei der Kultivierung im Labor sichtbar wird. Der von den Schüler:innen vergebene wissenschaftliche Name „Aquirufa“, stammt aus dem Lateinischen und bedeutet daher ‚der Rote aus dem Wasser‘. Die Gattung umfasst eine artenreiche Bakteriengruppe, die weltweit in Süßgewässern vorkommt.

Das Projekt „Aquirufa“ verfolgte zwei Hauptziele: Zum einen sollte Wissen über die Welt der Bakterien und ihre Bedeutung für unsere Ökosysteme verständlich vermittelt werden. Zum anderen sollte die Bakteriengattung und ihre Arten wissenschaftlich erforscht werden. Ein besonderes Anliegen war es dabei, die Citizen Scientists über mehrere Jahre aktiv in die Forschung einzubeziehen.

Schüler:innen aus acht Schulklassen sowie weitere Citizen Scientists, darunter eine Gruppe von Taucherinnen und Tauchern, sammelten während der Projektlaufzeit (2022-2026) rund 200 Wasserproben aus selbstgewählten Gewässern und führten Messungen durch. Die Proben wurden im Klassenzimmer sowie in der Auenwerkstatt (Haus der Natur Salzburg) aufbereitet und zur Anlage von Bakterienkulturen verwendet. Einige Schüler:innen arbeiteten zudem während Sommerpraktika im Labor des Forschungsinstituts für Limnologie in Mondsee mit. Dort führten sie Experimente mit den erhaltenen Bakterienkulturen durch. Bei der Benennung neu entdeckter Arten wurden die Schulklassen von Prof. Aharon Oren (Israel) unterstützt. In der zweiten Projektphase wurden gemeinsam weitere 130 Wasserproben gesammelt und Umweltparameter direkt vor Ort gemessen. Diese Proben dienten dazu, mithilfe molekularer Methoden die verschiedenen Arten direkt aus der Wasserprobe nachzuweisen.

Dank der engagierten Mitarbeit der Citizen Scientists konnten in wissenschaftlichen Veröffentlichungen 15 neue Aquirufa-Arten beschrieben werden. Dabei wurden wichtige neue Erkenntnisse zu ihrer Lebensweise, Ökologie und Verbreitung veröffentlicht. Von besonderem Interesse war dabei, dass einige dieser Bakterien Sonnenlicht zur Energiegewinnung nutzen können. Erste Analysen der Wasserproben zeigten zudem, dass die Artenvielfalt dieser Bakteriengruppe deutlich größer ist als bisher angenommen.  Das Projekt hat somit nicht nur neues Wissen geschaffen, sondern auch gezeigt, dass weiterhin ein erheblicher Forschungsbedarf besteht.

 

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

drei Glasbehälter mit verschiedenfarbigen Flüssigkeiten, die mit Alufolie verschlossen sind
© Alexandra Pitt

Forschungsprojekt
1. Ausschreibung


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