Projekte im Studienjahr 2025/26
Am 24.09. waren wir im JESZ, um uns die Vorführung der Deutschen Bühne Ungarn anzuschauen. Das Stück trägt den Titel Modern Mermates/ Modern Sellők (Simone Saftig). Die Rollenverteilung sah folgendermaßen aus:
• AMPHINOME, Meerjungfrau – Perrine Martin
• THETIS, Meerjungfrau – Paul Wiehe
• DIRK, Delfin – Jonas Gundelach
• SEPHNA, Meeresgöttin – Eszter Sipos
• LAURY, Touristin – Melissa Hermann
• HARRY, Tourist – Dezső Horgász
• Barpianist – Antal Virág
Regie: Robert Arnold Bühne,
Kostüm: Adél Urbancsek
Das Stück war sehr interessant und gedankenanregend. Es behandelte große Probleme der Menschen, wie z. B. Umweltschutz, Familienprobleme und „Urlaubsgewohnheiten“. Wir haben in Form von einer modernen Komödie ein Bild über das Leben der Meerjungfrauen bekommen. Die Handlung lief auf zwei Ebenen: auf der Ebene der Touristen, die nicht auf das Leben der Meerjungfrauen achten und auf der Ebene der Meerjungfrauen, die ihre eigene Welt im Meer haben. Durch diese Ebenen wurde als Lehre der Vorstellung die Wichtigkeit des Umweltschutzes betont.
Verfasst von Györgyi Bartók, Mátyás Wehring und Lajos Nyári (2. Studienjahr Germanistik)
Im Rahmen der vom 25.09.-27.09.2025 in Mostar abgehaltenen 5. Tagung des Germanistenverbands in Bosnien und Herzegowina fand ein Online-Workshop (45 min) von dem Referenten der „Kultur und Sprache“- Abteilung des OeAD, Jürgen Ehrenmüller, statt. Der Workshop beschäftigte sich einerseits theoretisch mit Charakteristika der Jugendsprache(n) wie etwa Neologismen ("trumpeten"), Bedeutungserweiterung ("zach"), Entlehnungen aus anderen Sprachen ("Habibi") oder der Neigung zu expressivem Ausdruck. Anderseits wurde im Workshop gezeigt, wie Lehrer/innen Jugendsprache(n) auf unterschiedlichen Sprachniveaus im DaF-Unterricht behandeln können. Der Fokus lag dabei jeweils auf der österreichischen Jugendsprache bzw. den österreichischen Jugendsprachen. Nach dem Workshop gab es 15 Minuten Zeit für eine Diskussion mit dem Referenten zu den besprochenen Inhalten.
Auch im Studienjahr 2025/26 organisierte der Lektoratsstandort Coimbra wieder eine Studienreise nach Wien, dieses Mal in Kooperation mit den DAAD-Lektorinnen in Santiago de Compostela und Porto. Im Rahmen der Wien-Aktion „Europas Jugend lernt Wien kennen“ des BMB tauchten 16 Studierende von 8.-12. September tief in die kulturellen Wurzeln Wiens ein.
Unser Programm stand ganz im Zeichen der Habsburger Kultur. Wir begannen mit einem Besuch der Schatzkammer und Kaisergruft. Im Laufe der Woche besichtigten wir auch das Schloss Schönbrunn und die Spanische Hofreitschule. Wir flanierten entlang der Ringstraße und entspannten uns im Burggarten.
Aber auch die Kunst kam nicht zu kurz, denn wir konnten Klimt in der Secession bewundern und erhielten Führungen in der Albertina, dem Museum Moderner Kunst und dem Museum Hundertwasser. Außerdem besuchten wir eine „Carmen“ Vorführung in der Volksoper, deren Melodien uns die ganze Woche begleitete.
Ein besonderer Dank geht auch an Sebastian Windisch, ehemaliger OeAD-Lektor, der das fast schon traditionelle Sprach-Tandem mit seiner Schulklasse organisierte. Es entstanden angeregte Gespräche und neue Kontakte. Beim Österreich Quiz konnten die Studierenden und Schüler:innen dann ihr Wissen unter Beweis stellen.
Von der ersten Idee bis zur fertigen Folge – unter diesem Motto stand das „Podcast Lab“, das im Rahmen des Seminars „Fortgeschrittenes Hörverständnis“ für Germanistikstudierende der Peking Universität im 3. und 4. Studienjahr stattfand. Das Projekt zielte darauf ab, den Teilnehmer:innen Podcasts als Teil der österreichischen Medienlandschaft sowie als niederschwelliges Format, um der eigenen Meinung bzw. den eigenen Interessen Gehör zu verschaffen, näherzubringen.
Den Auftakt am 19. November bildete eine Einführung, in welcher Ausschnitte aus Folgen bekannter österreichischer Podcasts („Die Buch“, „Große Töchter“, „Hidden Vienna Podcast“) gezeigt, Aufgaben dazu gestellt, Spezifika des Formats analysiert und unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten besprochen wurden. Den praktischen Kern markierten zwei Online-Workshops am 26. November und 3. Dezember, geleitet von Simone Schedl und Jascha Novak. Die Produzent:innen des „Hidden Vienna Podcast“ vermittelten den Studierenden den gesamten Entstehungsprozess eines Podcasts: von der Konzeption über die technische Grundausstattung bis hin zu Fragen der Veröffentlichung und Monetarisierung. In der finalen Phase produzierten die Studierenden eigenständig Podcastfolgen von min. 7 bis max. 20 Minuten.
Die Präsentationen am 10. und 17. Dezember zeichneten ein breites thematisches Spektrum. Während ein Student sich der Analyse der Fußballsaison für den FC Bayern München widmete, unterhielten sich zwei Studentinnen über Klischees und Vorurteile gegenüber Deutschen in China bzw. Chines:innen in Deutschland, die ihnen im Studium und im Alltag begegnen. Zwei weitere Teilnehmer:innen widmeten sich ihren Spezialinteressen, der japanischen Kriminalliteratur sowie dem BanG Dream!-Universum. Auch die marxistische Ökonomie war als Podcastthema vertreten. Die letzte Gruppe schließlich führte ein Interview zum Thema Deutschlernen mit KI. So wurden aus Hörer:innen Erzähler:innen eigener Geschichten.
Projekte im Studienjahr 2024/25
Am 21. und 22. März fand an der Bundesuniversität Paraná in Curitiba der zweite Workshop zur Materialentwicklung für kulturelles Lernen im DaF-Unterricht in Brasilien statt. Dieser Workshop stellt eine ergänzende Initiative dar und unterstützt das bereits bestehende Projekt „Entwicklung von Lehrmaterialien: Deutsch als Fremdsprache und kulturelles Lernen in Brasilien“, das vom Österreich-Zentrum an der Universidade Federal do Paraná unter der Leitung von Prof. Dr. Bohunovsky durchgeführt wird.
Der Workshop wurde von Cristina Rettenberger (OeAD-Lektorin) in Zusammenarbeit mit den lokalen Partnerinnen Catarina Portinho Nauiack und Franziska Lorke organisiert. Dank der Unterstützung des OeAD konnten Teilnehmer*innen aus verschiedenen Regionen Brasiliens eingeladen werden, die für Reise- und Übernachtungskosten einen Zuschuss erhielten. Auch externe Studierende vor Ort, die bereits umfangreiche Erfahrung mit der österreichischen Kultur und Sprache sowie deren Beziehung zur brasilianischen Kultur besitzen, entwickelten eigene Konzepte für Lehrmaterialien.
Im Vorfeld des Workshops fand ein Online-Treffen statt, in dem mögliche Themen für die Materialentwicklung besprochen wurden. Die Teilnehmer*innen wählten thematische Schwerpunkte aus, die unter Berücksichtigung des kulturreflexiven Lernens sowohl für Österreich als auch für Brasilien von Bedeutung sind. Die Teilnehmer*innen wurden in thematisch gegliederte Gruppen eingeteilt, um Unterrichtsmaterialien zu erstellen.
Am ersten Tag des Workshops begann die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrunde im Österreich-Zentrum. Die koordinierenden Lehrkräfte gaben anschließend Inputs zu den Themen Taxonomie von Bloom und kuluturreflexives Lernen mit besonderem Fokus auf österreichisch-brasilianischen Erinnerungsorten. In der darauffolgenden Analysephase untersuchten die Teilnehmenden bestehende Unterrichtsmaterialien des Österreich-Zentrums, um zu prüfen, inwieweit diese Konzepte integriert waren. Mit dieser theoretischen und kritischen Grundlage konnten die Teilnehmer*innen am Freitagnachmittag mit der Entwicklung eigener Materialien beginnen. Am zweiten Tag arbeiteten die Teilnehmenden unter Betreuung der Lehrkräfte an den Materialien weiter. Am Ende des Workshops präsentierte jede Gruppe ihre bisherigen Ergebnisse, was zu einem intensiven Austausch von Ideen und zur Verbesserung einzelner Aktivitäten durch die Rückmeldungen der Kolleg*innen führte.
Der Workshop wird zudem langfristige Auswirkungen haben: Die Ergebnisse werden in einem späteren Online-Treffen mit der gesamten Studiengruppe des Lehrmaterialienprojekts des Österreich-Zentrums präsentiert. Dies fördert eine vertiefte Auseinandersetzung mit den behandelten Themen und ermöglicht die Sammlung von Ideen für weitere Materialien, die nach dem Workshop entwickelt werden können. Das Projekt wurde zudem auf Instagram und in Blogbeiträgen auf der Webseite des Österreich-Zentrums einem breiten Publikum von etwa 1400 Followern vorgestellt. Die Durchführung dieses Projekts hat den Bedarf und die Nachfrage nach öffentlich zugänglichen DaF-Materialien mit kulturellem Schwerpunkt für das brasilianische Publikum deutlich gemacht.
Am 8. Oktober fand im Österreich-Zentrum der Fudan Universität eine Lesung aus dem Roman „Das Andere“ des österreichischen Schriftstellers Peter Simon Altmann statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Österreichischen Generalkonsulat in Shanghai und der OeAD-Lektorin und Leiterin des Österreich-Zentrums Gloria Reim organisiert. Rund 35 Personen nahmen an der Lesung teil.
Zu den anwesenden Gästen gehörten die österreichische Vize-Konsulin für Bildung und Wissenschaft und Leiterin vom OeAD-Kooperationsbüro Frau Alexandra Wagner, die Kulturreferentin des Generalkonsulats Shanghai Prof. Dr. Wei Mei, die OeAD-Lektorin an der Shanghai International Studies University Sabrina Schwaiger, der DAAD-Lektor Daniel Simon, der Vize-Dekan der Fremdsprachenfakultät der Fudan-Universtät Prof. Dr. Liu Wei, der Dekan der Deutschabteilung der Fudan-Universität Professor Li Shuangzhi und andere Lehrer der Deutschabteilung. Auch der österreichische Schriftsteller Roland Schwarz und die vietnamesische Schriftstellerin Nguyen Khac Ngan Vi nahmen an der Lesung teil.
Die Kulturreferentin Wei Mei hielt eine Begrüßungsrede und übermittelte herzliche Grüße des österreichischen Generalkonsuls Helmut Rakowitsch. Anschließend stellte Herr Altmann sein Buch „Das Andere“ vor und las Auszüge aus dem ersten Kapitel, das die MTI - Masterstudentinnen der Fudan Universität Rong Yao und Chen Juan strophenweise ins Chinesische übersetzten. In der folgenden Fragerunde interagierten die Zuhörer Innen leidenschaftlich mit Herrn Altmann und er erzählte von seinen Erfahrungen als Schriftsteller und seinen Gefühlen über das Leben in Shanghai. Die Veranstaltung klang bei einem kleinen Buffet aus, bei dem der Autor auch noch einige Bücher für die Anwesenden signierte.
Anna Kims neustes Buch „Geschichte eines Kindes“ basiert der ihm vorangestellten Vorbemerkung zufolge auf einer Geschichte, die der Autorin geschenkt wurde und „die Welten in sich trägt“. Protagonistin des Romans ist Franziska, eine österreichische Autorin, die in den USA ein Stipendium erhält und mehrere Monate in Green Bay, Wisconsin verbringt. Dort wohnt sie zur Untermiete bei Joan Truttman, die ihr die Geschichte ihres Mannes Danny erzählt. Dieser wurde in den 1950er Jahren als uneheliches Kind geboren und von seiner Mutter zur Adoption freigegeben. Die Erzdiözese Green Bay hegte bald den Verdacht, dass das Baby, anders als von der Mutter angegeben, nicht „weiß“, sondern (gemäß der damaligen Behördensprache) „negrid“ sei – ein Skandal in der von den rigorosen Rassengesetzen bestimmten amerikanischen Gesellschaft. Deren Akten, die die Versuche der „rassischen“ Einordnung des Kindes sowie die Suche nach dessen leiblichen Vater dokumentieren, werden auszugsweise in dem Roman zitiert.
Am 28. Mai 2025 las Anna Kim für die Germanistikstudierenden der Peking Universität im Rahmen einer zweistündigen online-Veranstaltung zwei Auszüge aus dem Roman vor. Im Anschluss hatten diese die Gelegenheit, mit der Autorin über die gelesenen Textpassagen zu sprechen bzw. ihr Fragen zu anderen Themen zu stellen. Die Diskussion drehte sich in erster Linie um die Parallelführung von Binnen- und Rahmenhandlung und das dadurch geknüpfte Band zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wie Danny ist auch Franziska ihr Leben lang mit Fremdzuschreibungen konfrontiert worden, da ihre Mutter aus Südkorea stammt und man, wie Joan es ausdrückt „den eigenen Wurzeln nicht entkommt“. Auf diese Weise thematisiert der Roman die Ideen von „Rasse“, Herkunft und (Nicht-)Zugehörigkeit und wie diese die amerikanische und österreichische Gesellschaft geprägt haben bzw. darin nach wie vor eine gewichtige Rolle spielen, wie sich an der aktuellen politischen Lage in beiden Ländern erkennen lässt. Die im zweiten der gelesenen Auszüge gestellte Frage „Wie vermisst man einen Menschen?“ etwa gewinnt Anna Kim wie auch den Zuhörer:innen zufolge zunehmend wieder an Bedeutung.
In ihrem Podcast Hidden Vienna beleuchten Simone Schedl und Jascha Novak verschiedenste historische Wiener Berufe, die es mittlerweile nicht mehr gibt. Der Podcast ist somit an der Schnittstelle zwischen Geschichte, Wienkunde und Unterhaltung angesiedelt und eignet sich wunderbar, um Deutschstudierenden Wien näherzubringen. Zu diesem Zweck haben die zwei OeAD-Lektorinnen Verena Latschbacher und Sigrid Thomsen die zwei Podcast-Hosts an ihre Universitäten in Großbritannien eingeladen.
Ende Oktober fand der Besuch schließlich statt: Simone Schedl und Jascha Novak haben Verena Latschbacher an der University of St. Andrews in Schottland und anschließend Sigrid Thomsen am University College London in England einen Besuch abgestattet. An beiden Orten haben Schedl und Novak zuerst Workshops zum Podcasten mit den Studierenden durchgeführt, wo es um ganz praktische Aspekte ging, von der richtigen Ausstattung zur Durchführung von Interviews. Am Ende des Workshops konnten die Studierenden an der UCL sogar selbst einen kleinen Dialog zu einem Wiener Beruf verfassen. Die Studierenden schrieben bei dieser Gelegenheit einen Zeitreise-Dialog, wo jemand in der Zeit zurückreist und eine Baderin über ihren Arbeitsalltag interviewt. Die Studierenden hatten dabei sehr viel Spaß und konnten sich spielerisch und kreativ mit der deutschen Sprache befassen. Anschließend haben Schedl und Novak eine Performance mit einem Best-of vom Podcast präsentiert; da Halloween war, haben sie die Performance zur Freude aller mit viel Grusligem gespickt.
Nachdem in den letzten Jahren immer mehr Lektoratsstandorte in Großbritannien weggefallen sind, gibt es mittlerweile nur noch die Standorte an der University of St. Andrews und an der UCL. Insofern ist es besonders wichtig, dass die wissenschaftlichen, akademischen, sprachlichen und auch persönlichen Bande zwischen Österreich und Großbritannien gefördert und gestärkt werden. Diese Wichtigkeit wird noch dadurch verstärkt, dass die Deutschstudierenden oft viel mehr mit Deutschland vertraut sind als mit Österreich. Vor diesem Hintergrund ist es besonders schön, wenn Studierende sich nicht nur über Wien informieren, sondern mit der Wiener Geschichte in einen Dialog treten können. Die Veranstaltungen waren insofern ein großer Erfolg.
Am 15. November 2024 lud OeAD-Lektorin Verena Schörghuber zu einem Kaiserschmarrn-Workshop im Garten der ENALLT (Fakultät für Sprachen, Linguistik und Übersetzung) ein. Die österreichische Bäckerin Johanna Franzke, die unter anderem schon in renommierten Restaurants, wie etwa dem Hotel Sacher in Wien, gearbeitet hatte und jetzt eine kleine österreichische Bäckerei in Mexiko-Stadt eröffnet hat, leitete den Workshop erfolgreich an.
Der Workshop wurde im Rahmen des Österreich-Tag an der ENALLT organisiert. Wir hatten eine Kirmes mit verschiedenen Ständen, u.a. zu österreichischer Musik, Geographie, ein Österreich-Quiz, ein Österreich-Spiel und eine Tombola! Anschließend gab es einen Workshop für Deutschlernende zu autonomem Lernen und einen Workshop für Deutschlehrende zu gehirngerechtem Lernen, durchgeführt von Kultur und Sprache. Auch die Wanderausstellung zu Ingeborg Bachmann konnte besucht werden und die österreichische Professorin Dr. Christine Hüttinger hielt eine Lesung zu Ingeborg Bachmann.
Das Teilnehmer*innen-Limit von 20 Personen wurde beim Kaiserschmarrn-Workshop sofort erreicht, darüber hinaus wären noch mehr Leute interessiert gewesen, sich kulinarisch an die österreichische Kultur heranzutasten. Johanna erklärte zunächst den Hintergrund des Kaiserschmarrns. Dann ging es auch schon los: Wir schauten uns gemeinsam das Rezept auf Deutsch und auf Spanisch durch. Johanna erklärte, was zu beachten ist und alle Teilnehmenden hörten aufmerksam zu. Gruppen wurden gebildet und so rührte jede Gruppe nach der Reihe die Masse an und kochte zum ersten Mal im Leben Kaiserschmarrn. Goldgelb gebacken, fluffig und serviert mit Beerenröster, von Johanna zubereitet, genossen wir diese köstliche Süßspeise – umringt von neidischen Zuschauer*innen, die leider keinen Platz mehr ergattern konnten. Ob sich dieser Workshop wiederholen wird? Auf jeden Fall!
Am 15.10.2024 besuchten 35 Studierende und 5 Lehrende der Abteilung für Deutsche Sprache und Literatur der FFOS Kolleginnen und Kollegen des Germanistischen Instituts der Universität Pécs. Begleitet wurden die Gäste aus Osijek von Studierenden aus Pécs – bei den verschiedenen Programmpunkten nahmen um die 20 Studierende des Instituts teil.
Die Exkursion wurde von den Lektorinnen und Lektoren des OeAD (Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung) und des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) in Pécs und Osijek organisiert und finanziert. Die Idee zur Exkursion geht auf das am 11. Mai 2024 von der Germanistikabteilung der FFOS veranstaltete Vernetzungstreffen „Initiative und Potenziale“ zurück, an dem Kolleginnen und Kollegen aus Pécs, Novi Sad, Tuzla und Osijek teilgenommen hatten.
In Pécs wurden die Gruppe aus Osijek durch die Gebäude der Universität geführt, darunter die Universitätsbibliothek mit der Österreich-Bibliothek.
Am 11.3.2025 fuhr eine Gruppe von knapp 30 Personen – sowohl Studierende als auch Lehrende – aus Pécs nach Osijek; also aus Ungarn nach Kroatien. Die beiden Städte liegen nur etwa 100 Kilometer entfernt, sind also näher als vergleichbare Städte innerhalb der Länder. Trotz der geographischen Nähe scheinen die beiden Städte aber sehr weit voneinander entfernt zu sein: Es liegt eine Staatsgrenze dazwischen, die lange nicht wirklich passierbar war; öffentliche Verkehrsmittel verkehren kaum zwischen ihnen; es wird eine andere Sprache gesprochen; sie liegen in der Peripherie der Länder. Zusammengefasst: Kaum Leute von dem einen Ort fahren an den anderen. Das gilt auch für die Studierenden von hier und dort.
Nachdem im Wintersemester 2024 Studierende aus Osijek nach Pécs kamen, stand jetzt der Gegenbesuch an und somit der Versuch die geographische Nähe (und nicht die gefühlte Ferne) weiter auszunutzen. Der andere Ort, das andere Germanistik-Institut, die anderen Studierenden sollen kennengelernt werden; Gemeinsamkeiten und Unterschiede direkt erfahren werden, Kontakte, Bekanntschaften und Verbindungen geschlossen werden. Und nebenbei auch die gemeinsame Sprache verwendet und geübt werden – denn Deutsch ist der sprachlich verbindende Punkt.
In Osijek angekommen bekamen die kleinen Gruppen von Studierenden – gemischt aus Pécs und Osijek – den Auftrag zu Sehenswürdigkeiten zu recherchieren und kleine Videos über diese zu erstellen. Während der andere Ort kennengelernt wurde, wurden die anderen Studierende kennengelernt. Trotz des regnerischen Wetters gingen die Studierenden kreativ der Aufgabe nach, fanden in den unfreundlichen Bedingungen und in der kurzen Zeit eine Form den jeweiligen Ort darzustellen. Das zeigt, dass die Zusammenarbeit funktionierte und die Absicht des Austausches erreicht werden konnte – und hoffentlich auch weitergeführt wird.
Im Rahmen des Seminars Landeskunde Österreich fand am 10. April 2025 eine besondere Exkursion statt, die das Ziel verfolgte, das Leben und Wirken der Persönlichkeit Sigmund Freud nicht nur theoretisch im Unterricht, sondern auch durch den Besuch historischer Schauplätze in Wien auf eindrückliche Weise erlebbar zu machen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Studierenden intensiv mit Freuds Leben auseinandergesetzt – mit besonderem Fokus auf seine Traumdeutung und seine Theorien zur Psyche. Begleitet durch ein interaktives Padlet, auf dem kreative Aufgaben in Kleingruppen zu lösen waren, begaben wir uns auf eine abwechslungsreiche Exkursion durch Wien.
Die Stationen umfassen das Alte AKH, wo Sigmund Freud gearbeitet und gelebt hat, das Gelände der Medizinischen Fakultät in der Spitalgasse sowie ein Besuch und eine Führung durch das Sigmund Freud Museum in der berühmten Berggasse 19 – jenem Ort, an dem Freud viele Jahre lang lebte und praktizierte. Ein lokaler Guide führte mit Witz und Fachwissen durch die Räume und erzählte spannende Anekdoten aus Freuds Leben. Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte unser Spaziergang weiter zum ehemaligen Sühnhaus am Schottenring sowie in den Sigmund-Freud-Park, wo weitere kreative Aufgaben auf die Studierenden warteten. Im Anschluss suchten die Studierenden im Arkadenhof der Universität Wien die Büste von Freud, mit der sie ein Selfie machen sollten – eine Aufgabe, die sichtlich für Spaß sorgte. Den Ausklang fand der Tag in einem gemütlichen Wiener Kaffeehaus unweit des Schlosses Belvedere, wo wir bei Kaffee und Mehlspeise die gesammelten Eindrücke Revue passieren lassen konnten.
Im Zug zurück nach Ostrava wurden schließlich die Ergebnisse aus dem Padlet ausgewertet und die kreativste Gruppe mit einem kleinen Geschenk prämiert – je zwei Souvenirs aus dem Museum und eine Packung Mannerschnit-ten. Die Exkursion war ein voller Erfolg: Sie ermöglichte den Stu-dierenden nicht nur ein tieferes Verständnis von Freuds Werk und Bedeutung, sondern auch eine praxisnahe Anwendung ihrer Sprachkenntnisse in einem authentischen Kontext. Die positive Rückmeldung der Teilnehmenden und der hohe Grad an Engage-ment zeigen, dass dieses Projekt nicht nur Wissen vermittelte, son-dern bleibende Eindrücke hinterlässt – sowohl fachlich als auch persönlich.
Im April und Mai 2025 lud OeAD-Lektorin Verena Schörghuber zum österreichischen Dialekt-Workshop „Wos host g’sogt? Österreichischen Dialekt verstehen und sprechen lernen“ in Hybridformat an der ENALLT (Fakultät für Sprachen, Linguistik und Übersetzung) ein. Der Dialektexperte, Radio OÖ-Moderator und DaF-/DaZ-Lehrer Dominik Klinger führte das 10-stündige Webinar online von Linz aus durch.
In Linz bietet er eigenständig konzipierte Dialektkurse für Migrant:innen an (mehr Infos unter dialektkurs.at). Die Nachfrage ist groß – daher schreibt er aktuell auch am ersten Dialekt-Lehrwerk, das im Herbst 2025 erscheinen wird. Er erklärte uns systematisierte Ausspracheregeln der ostösterreichischen Variante, wie beispielsweise, dass ein „EU“ zu einem „EI“ wird, wie in „Die Leute heute“ – „De Leit‘ heit‘“. Am Ende jeder Einheit übersetzten wir Austropop-Hits von André Heller oder Carl Peyer von Dialekt auf Standarddeutsch.
Von 21. bis 23. April 2025 fanden an der NKUST (National Kaohsiung University of Science und Technology) Projekttage mit dem taiwanisch-österreichischen Autor Jimmy Brainless und seiner Partnerin Michaela Pfriemer statt. Als kreativ-künstlerisches Duo brachten „Michaela + Jimmy“ das Konzept ihrer „Qua Qua – Gedichte“ nach Taiwan. Dabei handelt es sich um Workshops zum kreativen Schreiben, in denen auf spielerische Art und Weise das Schreiben von Gedichten angeregt wird.
Das übergreifende Thema des Workshops lautete „Sounds of Taiwan“, also Geräusche und Klänge, die mit dem Alltagsleben in Taiwan assoziiert werden. Die im Plenum gesammelten Begriffe reichten von „Marktgeschrei“ über „Mopeds“ bis hin zu bestimmten Melodien und Jingles von bekannten Convenient Stores oder dem sehr spezifischen Geräusch des Frittierens des ortstypischen „Stinky-Tofus“ (fermentierter Tofu). Im Anschluss daran verfassten die Studierenden in Kleingruppen mit Hilfe von Leitfragen (Wann hörst du dieses Geräusch/diesen Klang? Wie hört sich das für dich an? Wie fühlst du dich dabei?) kurze Gedichte zu einem ausgewählten Sound.
Abschließend sprachen die Studierenden ihre Gedichte ein, die über Radio International Taiwan und Radio Orange veröffentlicht wurden (nachzuhören unter: cba.media/707348). Insgesamt nahmen an den Workshops 41 Bachelorstudierende (2. Studienjahr) teil.
Den Abschluss der Projekttage bildete eine Lesung von Jimmy Brainless zu seinem neuesten Buch „Im Schein der Pfütze“ (erschienen 2025 bei Müry Salzmann).
„Im Schein der Pfütze“ ist ein autobiographisch inspirierter Roman, der die Geschichte einer taiwanisch-österreichischen Familie erzählt. Die von den Masterstudierenden der NKUST zweisprachig moderierte Veranstaltung begann mit einem Autoreninterview, gefolgt von einer Lesung ausgewählter Stellen, die sich insbesondere auf Klischees und abergläubische Traditionen in Taiwan und Österreich bezogen und in einer Diskussionsrunde tiefergehend erörtert wurden. An der Veranstaltung nahmen insgesamt sechs Masterstudierende und etwa 80 Bachelorstudierende sowie Fachkolleg*innen des Instituts teil.
Weiterführende Links:
https://www.thebrainlesscompany.com/jimmybrainless
https://www.instagram.com/jimmybrainless/
https://www.michaelaundjimmy.com/
Julia Renner (Standort: Kaohsiung; 3. Lektoratsjahr)
Milena Michiko Flašars neuster Roman »Oben Erde, unten Himmel« (2023) dreht sich um das Kodokushi-Phänomen, um den einsamen Tod sozial isolierter Personen, der über Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre unentdeckt bleibt. Für Flašar hat dieses Wort aber noch eine andere Bedeutung: es bezeichnet nicht nur das Sterben, sondern auch das Leben, welches zuvor stattgefunden hat, „es erzählt Geschichten“. Das Ergebnis dieser Geschichten stellte die Autorin den Studierenden der Peking Universität (China) am 20. November im Rahmen einer zweistündigen online-Lesung vor. Nachdem sie einen kurzen Überblick über den Roman, seine Themen und die Entwicklung seiner Protagonistin gegeben hatte, las sie drei Auszüge daraus vor.
Im Anschluss an die Lesung hielt Gudrun Hardiman-Pollross, Leiterin des österreichischen Kulturforums in Peking, eine kurze Ansprache über die Wichtigkeit der Förderung zeitgenössischer österreichischer Autor:innen und sprach eine unverbindliche Einladung zu einer Lesereise durch China an Milena Michiko Flašar aus. Zuletzt hatten die Studierenden die Möglichkeit, mit der Autorin über die gelesenen Textpassagen zu sprechen bzw. ihr Fragen zu anderen Themen zu stellen. Die Studierenden wollten unter anderem wissen, wie sie auf das Thema Kodokushi gestoßen war, warum nahezu alle von ihren Romanen in Japan spielen und welche Vorbilder sie in der japanischen Literatur habe. Zudem entwickelten sich Gespräche über gesellschaftspolitische Parallelen zwischen China und Japan sowie den Themen, die junge Leser:innen in Österreich und China am meisten beschäftigen und bewegen.
In einer der Szenen, die die Studierenden als Vorbereitung auf die Veranstaltung gelesen hatten, sprechen die Protagonistin Suzu und ihr Arbeitskollege Takada über verschiedene Arten von Einsamkeit und erstellen gemeinsam eine Liste dazu. Bei der Verabschiedung nannten die Studierenden der Autorin weitere, die sie im Unterricht gesammelt hatten, darunter die Einsamkeit eines fallenden Blattes im Herbst, die Einsamkeit einer kalten Tasse Tee, die Einsamkeit des Unicampus im Sommer, die Einsamkeit der Straßenlaterne um Mitternacht und die Einsamkeit des Sprechens in einer Fremdsprache.
DIE BRÜCKE ist ein ukrainisch-österreichisches Studierendenmagazin, dass in Kollaboration von Germanistikstudierenden der Nationalen Taras-Shevchenko-Universität Kyjiw (KNU) und der Nationalen Ivan-Franko-Universität Lwiw (LNU) entsteht und von den dort stationierten Lektor:innen des OeADs betreut wird. Es erscheint zweimal jährlich und wird vom Österreichischen Kooperationsbüro Lemberg finanziert, vertrieben und ist dort auch online erhältlich. Mit einer Laufzeit von mittlerweile einundzwanzig Jahren ist DIE BRÜCKE das am längsten währende OeAD-Projekt in der Ukraine.[1] Die Auflagenstärke bezieht sich auf ca. 300 Stück mit gegenwärtig rund zwanzig Redakteur:innen in Kyjiw und fünf in Lwiw (Unter Chefredakteurin/OeAD-Lektorin Sabrina Natmessnig-Kobalter). Aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine fällt es immer schwerer zeitliche und personelle Ressourcen für das Projekt zu finden – auch macht die Abwesenheit die Lektor:innen vor Ort, die Koordination nicht leichter. Nicht desto trotz konnten seit meiner Übernahme als Chefredakteur im Frühjahr 2024 drei Ausgaben publiziert werden – was vor allem den immens fleißigen und durchhaltewilligen Studierenden zu verdanken ist. Großteil entstehen die Texte auf Anfrage der Redakteur:innen, die ein individuelles Thema bearbeiten wollen. An der KNU bekommen sie für die Teilnahme an dem Projekt auch fünf Punkte für ihre Prüfungsleistungen gutgeschrieben.[2] Ich gebe ihnen etwas Orientierung, worauf sie beim Schreibprozess möglicherweise achten sollten (bzgl. Recherche, Textsorte, Stilistik etc.), lasse sie aber möglichst selbstständig arbeiten. Bisher hat sich diese Herangehensweise bewährt, auch sehe ich den Sinn und Zweck des Projekts darin, den Studierenden eine Plattform bereitzustellen, wo sie möglichst niederschwellig erste journalistische oder schriftstellerische Schritte machen können. Mein Job ist eher der Feinschliff, sodass die Texte möglichst präsentabel im fertigen Produkt zu finden sind. Am Ende des Semesters werden mir die Texte zugesendet, worauf ich meinen redaktionellen Input und natürlich auch sprachliche Hilfestellung gebe. Ferner werden Texte, die in meinen Kursen entstehen, für das Magazin verwendet. Bisher haben sich die Studierenden stets gefreut, wenn ich ihnen die Möglichkeit einer Publikation angeboten habe. Gros der Arbeit nimmt schließlich das Layout ein, welches ich mittels „Adobe Indesign“ gestalte. Als mir am Anfang meines Lektorats das Projekt vom ehemaligen Oead-Lektor in Kyjiw Florian Rinesch übergeben wurde, bewarb ich es bei den Studierenden in einem Flyer wie folgt:
„Werden auch Sie Teil der Redaktion und
Lernen Journalistisches Handwerk
Finden Ihre Literarische Stimme
Arbeiten zusammen an einem kreativen Projekt
Sammeln erste Publikationserfahrung
Tragen zur interkulturellen Verständigung bei.“
Ich hoffe das Magazin wird dem gerecht, es lässt sich aber auch als Zeitdokument verstehen: Worüber junge Erwachsene zu Zeiten eines Krieges in ihrem Land schreiben, was durch den experimentell-studentischen Charakter des Magazins umso nahbarer wirkt.
Ich kann jedem interessierten Menschen zumindest das Durchblättern der BRÜCKE empfehlen, denn wie im Alltag in Kyjiw will man dem Krieg nicht immer Raum geben, aber er blitzt auf - ganz beiläufig und zwischen den Zeilen.
[1] Anstoß gab 2004 OeAD-Lektorin Claudia Niederl in Kyjiw
[2] Ein marginaler Bonus – ihr Engagement steht im Vordergrund
Dieses Projekt fand im Rahmen zwei meiner Lehrveranstaltungen im vergangenen Wintersemester statt. Es handelte sich dabei um die Kurse „Sprache und Gesellschaft“ und „Sprache und Kommunikation“ für Bachelorstudierende im zweiten Studienjahr, mit Deutsch als Haupt- oder Nebenfach. Mir war es wichtig, den mündlichen Fertigkeiten Hören und Sprechen viel Platz zu geben sowie das Konzept der Plurizentrik und die Vielfalt der deutschen Sprache in Europa greifbar zu machen. Eine Stadtführung durch Iaşi mit einem Fokus auf Orte mit DACH-Bezug und ein passender Audioguide bildeten das Herzstück der Kurse.
Die Erstellung der Audioguides sollte zunächst vermeiden, dass die Studierenden nur eine Möglichkeit haben, ihre Texte vorzutragen. Zudem konnten die Studierenden, die bisher keine Erfahrungen mit Audiogestaltung gemacht hatten, ein neues Format kennenlernen und ihre praktischen Kompetenzen erweitern. Schlussendlich sollten die Audioguides den Mehrwert der Lehrveranstaltung auch nachhaltiger machen. Für die Arbeit an den Audioguides lud ich den Audiodesigner Mischa Hendel zu einem Online-Workshop ein. Dieser fand während einer regulären Kurseinheit statt und dauerte 100 Minuten. Zuvor hatten die Studierenden das kostenlose Programm „Audacity“ und einige von mir bereitgestellte Audiodateien mit gesprochenem Text, Liedern und Geräuschen heruntergeladen.
Nachdem der Referent uns in die Theorie von Audioformaten wie Audioguides oder Podcasts eingeführt und uns erklärt hatte, wie eine sprachlich, organisatorisch und technisch gelungene Audioaufnahme klingen kann, arbeiteten wir mit „Audacity“. Dazu zeigte Herr Mendel ca. 50 Minuten lang, wie man Audiodateien in das Programm integriert, sie verändert, schneidet, kombiniert, sie mit Spezialeffekten versieht und konvertiert, um sie speichern und teilen zu können. Gegen Ende des Workshops hatten die Studierenden noch eine Viertelstunde lang Zeit, die „Audacity“ eigenständig zu testen und Fragen zu stellen.
Aus den beiden Lehrveranstaltungen gingen schließlich 21 Audioguides hervor, an denen die Studierenden in Kleingruppen gearbeitet hatten und die fünf bis zehn Minuten lang sind. Orte in Iaşi, die in den Stadtführungen und Audioguides besprochen wurden, sind u.a.:
- das Germanistikinstitut der „Alexandru Ioan Cuza“ Universität (inkl. des Vereins „Gutenberg“ für Studierende der Germanistik
- die Österreich-Bibliothek
- der Deutsche Lesesaal
- die rumänisch-deutsche Grundschule „Hänsel und Gretel“
- das Deutsche Kulturzentrum
- die Universitätsbibliothek und die Metropoliten-Kathedrale, die von der ehemaligen königlichen Familie (aus dem Haus Hohenzollern-Sigmaringen) gestiftet wurde
- die Mihail-Kogălniceanu-Statue vor der Universität, die den rumänischen Politiker ehrt, dessen politische Ideen nicht zuletzt während einem langen Aufenthalt in Berlin gefestigt wurden
- das Vasile-Pogor-Museum, welches die Entstehung und das Wirken der literarischen „Junimea“-Bewegung thematisiert, die u.a. von deutschsprachiger Literatur inspiriert wurde
- das Nationaltheater, welches von den Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer geplant wurde
- das Museum der Einheit, das u.a. die „Große Vereinigung“ nach Ende des ersten Weltkriegs thematisiert, in der Siebenbürgen von Österreich-Ungarn zu Rumänien kam, sowie die deutschsprachige Minderheit in Rumänien
- das Pogrom-Museum, welches auch die Allianz zwischen Rumänien und dem Dritten Reich während dem zweiten Weltkrieg thematisiert
- das ehemalige jiddischprachige Theater „Grüner Baum“ (das weltweit erste seiner Art), aufgrund der sprachlichen Nähe des Jiddischen zum Deutschen
- der Sitz der königlichen Familie in Iaşi, u.a. von Königin Elisabeth, die regen Kontakt zu Kaiserin Elisabeth von Österreich unterhielt
- Marken aus dem deutschsprachigen Raum, die in Rumänien angekommen sind und geschätzt wurden (z.B. dm, Kaufland, Lidl).
Laut den Portfolios und Feedbackbögen der Studierenden haben viele von ihnen den Online-Workshop sehr geschätzt. Ich persönlich bin sehr zufrieden mit den fertigen Audioguides und würde daher dieses Projekt bei Gelegenheit wiederholen und auch meinen Lektoratskolleg*innen empfehlen.
Im vergangenen Sommersemester gaben mir meine Studierenden am Germanistikinstitut in Iaşi höflich zu verstehen, dass ich in den Tagen zwischen den rumänischen Osterferien und dem verlängerten Wochenende um den 1. Mai nicht mit prall gefüllten Kursräumen rechnen könnte.Eine Onlinelehrveranstaltung schien da naheliegend, und das Angebot wurde von den sprachlich fortgeschrittenen Studierenden meines B2-Sprachkurses sehr bereitwillig angenommen, als ich ankündigte, zu diesem Anlass einen Autor zu einer Onlinelesung einzuladen.
Meine Wahl war auf Laurenz Koler gefallen. Koler wurde 2005 in Südtirol geboren und studiert mittlerweile Bauingenieurwesen in Wien. In seinem Maturajahr hat er an seinem ersten Roman mit dem Titel Aufstehen geschrieben, der 2024 im Verlag „Raetia“ veröffentlicht wurde. Darin beschreibt Koler eine Coming-of-Age-Geschichte, die sowohl persönlichen Erfahrungen und Gefühlen als auch dem kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontext Raum gibt. Koler freute sich über die Gelegenheit, hauptsächlich gleichaltrigen Studierenden aus seinem Roman vorzulesen und mit ihnen über das Schreiben ins Gespräch zu kommen. Da es eine Onlinelesung werden sollte, konnte ich nach Absprache mit dem Österreichischen Kulturforum Bukarest, das selbst häufig zu Lesungen einlädt, auch die Lektoratskolleg*innen in Bukarest, Cluj-Napoca und Timișoara einladen, sowie ihre Studierenden und eventuell Kolleg*innen bzw. Mitarbeiter*innen der Österreich-Bibliotheken an den jeweiligen Standorten. Zur Werbung für die Veranstaltung erstellte ich einen Flyer (siehe unten), den das ÖKF Bukarest freundlicherweise auch verteilt hat.
Nachdem ich dank der Projektfördermittel des OeAD-Lektoratsprogramms Kolers Roman Aufstehen als E-Book ankaufen und lesen konnte, plante ich eine Unterrichtseinheit für die fortgeschrittenen Studierenden in meinem B2-Sprachkurs, die sie zwei Wochen vor der Lesung auf die Veranstaltung vorbereitete. In dieser Unterrichtseinheit setzten sich die Studierenden in Kleingruppen mit der Biografie des Autors, der Handlung, der sprachlichen Gestaltung, den Schauplätzen, dem historisch-sozialen Kontext und einigen Rezensionen des Romans auseinander. Zudem erarbeiteten wir Fragen für den Autor, um sicherzustellen, dass es im Rahmen der Lesung zu einem Austausch kommen konnte.
Die Onlinelesung fand schließlich am 30.4. während unserer regulären Kurszeit (Dauer: 100 Minuten) statt. Neben meinen Studierenden waren Teilnehmer*innen aus Bukarest und Cluj-Napoca anwesend, insgesamt kamen wir auf ca. dreißig Personen. Zu Beginn der Lesung stellte ich Laurenz Koler dem Publikum vor, dann machte ich einige einführende Bemerkungen zu seinem Debütroman und dem (zeit-)geschichtlichen Kontext seines Werks. Dies nahm ca. 15 Minuten in Anspruch. Daraufhin las Herr Koler drei Kapitel aus dem Roman vor, was etwa dreißig Minuten dauerte. Anschließend hatten alle Teilnehmenden die Gelegenheit, Herrn Koler Fragen zu stellen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Insgesamt wurden sieben Fragen an den Autor gestellt, die er im Detail beantwortete. Da noch etwas Zeit übrig war, las Herr Koler ein viertes Kapitel vor, bevor ich die Veranstaltung mit ein paar abschließenden Bemerkungen, Dankes- und Grußworten abschloss.
Nach der Veranstaltung haben sich einige der Teilnehmenden bei mir per Mail gemeldet, um sich für die Lesung zu bedanken, was mich sehr gefreut hat. Auch die Tatsache, dass nicht nur meine Studierenden Fragen an Herrn Koler gestellt haben, schätze ich als eine positive Rückmeldung ein. Zusätzlich haben meine Studierenden in der darauffolgenden Unterrichtsstunde bekräftigt, dass es für sie interessant war, mit einem Autor in ihrem Alter, der zudem aus der Perspektive eines jungen Mannes im letzten Schuljahr schreibt, ins Gespräch zu kommen.
Ich bin mit der Auswahl des Autors und des Romans zufrieden und finde, dass ich zu diesem Stoff eine passende und ansprechende Unterrichtseinheit in Vorbereitung auf die Lesung gestalten konnte. Obwohl Lesungen in Präsenz mit ihrem besonderen Flair nicht zu schlagen sind, empfand ich auch das Onlineformat in diesem Fall als durchaus passend.
In Zusammenarbeit zwischen Sonja Murschenhofer, Lektorin in Krakau, Barbara Fichtenbauer, Lektorin in Wrocław, ist von 21.05-22.05.25 mit insgesamt 12 Studierenden eine Bildungsreise nach Warschau entstanden.
Nach der Zugfahrt, während der schon fleißig auf Deutsch geplaudert wurde, haben wir uns in Warschau getroffen. Dank der Unterstützung des Österreichischen Kulturforums in Warschau konnten wir die Stadt unter dem Motto „Österreichische Spuren in Warschau“ mit einem Reiseleiter auf Deutsch entdecken. Hier haben wir über historische Persönlichkeiten und geschichtliche Verbindungen erfahren. Daher wissen wir nun, dass beispielsweise 1774-1783 der österreichische Schauspieler J. F. von Kurz im heutigen Präsidentenpalast ein Theater geführt hat.
Der Höhepunkt der Reise war der Workshop „Lehnwörter und Spracheinflüsse“, geleitet von Dr. Stephanie Weismann, ehemalige OeAD-Lektorin. In den Räumen des ÖFK konnten wir in angenehmer Atmosphäre mehr über den Sprachkontakt zwischen Deutsch und Polnisch erfahren und sehen, wie Sprachen sich ständig verändern sowie gesellschaftliche, kulturelle und politische Entwicklungen widerspiegeln. In interaktiven Gruppenarbeiten haben wir uns mit Lehnwörtern auseinandergesetzt und diskutiert, wie Sprachkontakte – insbesondere zwischen Österreich und Polen – nicht nur den Wortschatz, sondern auch die regionale Sprachvielfalt geprägt haben. Wer wollte, konnte im Anschluss die Ausstellung „Österreich-Polen“ des britisch-polnischen Fotografen Chris Niedenthal besuchen. Bei einem gemeinsamen Abendessen konnte der Abend ausklingen.
Am nächsten Morgen gab es eine Feedbackrunde und eine spielerische Einheit zum Thema „österreichische Dialekte”, gefolgt von einem weiteren besonderen Programmpunkt: An der Warschauer Germanistik durften wir im Rahmen der „Deutsch-Polnischen Wissenschaftlichen Begegnungen” unter anderem dem Vortrag von Prof. Żychliński, Übersetzer des Romans „Vati“ der österreichischen Schriftstellerin Monika Helfer, lauschen. Es war sehr interessant, nicht nur Einblicke in das Werk selbst, sondern auch in die Herausforderungen des Übersetzungsprozesses zu erhalten.
Mit vielen neuen Eindrücken und einem besseren Verständnis für die sprachlichen und kulturellen Verflechtungen zwischen Österreich und Polen sind wir zurückgekehrt. Die Reise hat uns gezeigt, wie bereichernd der Austausch zwischen Studierenden unterschiedlicher Universitäten ist und dass deutschsprachige Kultur und Sprache nicht nur auf deutschsprachigem Boden erlebbar sind.
Vorbereitung und Organisation: Das Projekt begann mit der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung der szenischen Lesung gemeinsam mit der OeAD-Lektorin in Pristina, Isabella Zborka. In der ersten Phase wurde der Kontakt zur Schauspielerin Alice Schneider hergestellt.
Das Projekt bzw. die szenische Lesung wurde im Jänner 2025 der österreichischen Botschaft in Skopje vorgestellt, um eine organisatorische, aber auch finanzielle Unterstützung zu garantieren. Die Kulturreferentin der österreichischen Botschaft, Ana Misevska stimmte nach intensivem E-Mail-Verkehr einer im Februar 2025 einer Kooperation zu. Anschließend wurden weitere wichtige organisatorische Eckpfeiler koordiniert; der Termin, die Rahmenbedingungen, die Unterbringung der Künstlerin aber auch die Utensilien und das Equipment, die für die szenische Lesung essenziell sind mussten genau abgestimmt werden. Parallel dazu wurde nach drei Besichtigungen das KIC КИЦ – Салон 19’19 als Veranstaltungsort im Februar 2025 in Skopje gewonnen. Die Studierenden wurden in der Lehrveranstaltung „Kultur und Zivilisation“ bereits darüber informiert. Um den Student:innen die Möglichkeit zu bieten, sich näher mit der Künstlerin, Alice Schneider, aber auch mit Margarete Beutler und ihre Werke zu befassen, wurde eine Kennenlernstunde in der Österreich Bibliothek vorbereitet und organisiert.
Die Vorstellung: Am 12. März 2025 startete das Programm mit einer Gesprächsrunde in der Österreich-Bibliothek der Universität Skopje, bei der Germanistikstudierende nun die Gelegenheit hatten, mit Alice Schneider über ihre Arbeit und über Margarete Beutlers literarisches Schaffen zu sprechen. Anwesend war neben Alice Schneider auch der öst. Botschafter, Martin Pammer. Die Moderation wurde von mir übernommen. Die Student:innen haben im Vorfeld Fragen zur szenischen Lesung aber auch zur Künstlerin selbst vorbereitet. Anschließend gab es ein Buffet mit Snacks und Getränken. Um 18:00 Uhr begann dann die szenische Lesung „Leb’ wohl, Bohème – Die Welt der Margarete Beutler“ im KIC. Die Veranstaltung wurde von Botschafter Martin Pammer feierlich eröffnet. Technik und Betreuung vor Ort wurden von Blagoj Jovanovski übernommen. Im Anschluss waren alle Gäste zu einem kleinen Stehempfang mit Wein und Snacks eingeladen, welches von der öst. Botschaft übernommen wurde.
Am 09.06.2025 fand an der Universität Turin ein österreichisch-deutschsprachiges Musikfest statt. Im Zuge dessen traten MusikerInnen und SängerInnen, die sich aus 18 Deutschstudierenden des „Dipartimento di Studi Umanistici“ der Universität Turin zusammensetzten, auf.
Die TeilnehmerInnen des Projekts „Deutschsprachige Jam Sessions“ studierten im Vorhinein im Rahmen von 8 Proben österreichische und deutsche Lieder ein. Vom Austropop über deutsche Kunst- und Volkslieder bis hin zum Rock war alles dabei. Während der Probenzeit erweiterten die Studierenden nicht nur ihren Wortschatz und übten die deutsche Aussprache, sondern tauchten auch in das österreichische und deutsche Liedgut ein. Die deutschsprachigen Lieder wurden auch in den einzelnen Sprachkursen thematisiert bzw. teilweise sogar umgeschrieben. Außerdem wurde vor allem der österreichische Dialekt im Lied „Strada del Sole“ von Rainhard Fendrich thematisiert. Im Anschluss daran überlegten sich die Studierenden im Rahmen des Konversationskurses einzelne Sketches, die die linguistische Varietät des Deutschen in den Fokus stellen sollten. Darin wurde das Standarddeutsche den österreichischen Dialekten auf humorvolle Art und Weise gegenübergestellt. Im Rahmen des Musikfestes wurden die deutschsprachigen Lieder sowie die eben erwähnten Sketches von den Studierenden dargeboten, um die Aufmerksamkeit der KonzertbesucherInnen auf Österreich und die sprachlichen Besonderheiten unseres Landes zu lenken.
Abschließend kann gesagt werden, dass das deutschsprachige Musikfest ein voller Erfolg war. Das Publikum war hingerissen und die TeilnehmerInnen sehr stolz und begeistert!
Aus Turin nach Wien (Christina Rekelj)
Am 09.06.2025 fand an der Universität Turin ein österreichisch-deutschsprachiges Musikfest statt. Im Zuge dessen traten MusikerInnen und SängerInnen, die sich aus 18 Deutschstudierenden des „Dipartimento di Studi Umanistici“ der Universität Turin zusammensetzten, auf.
Die TeilnehmerInnen des Projekts „Deutschsprachige Jam Sessions“ studierten im Vorhinein im Rahmen von 8 Proben österreichische und deutsche Lieder ein. Vom Austropop über deutsche Kunst- und Volkslieder bis hin zum Rock war alles dabei. Während der Probenzeit erweiterten die Studierenden nicht nur ihren Wortschatz und übten die deutsche Aussprache, sondern tauchten auch in das österreichische und deutsche Liedgut ein. Die deutschsprachigen Lieder wurden auch in den einzelnen Sprachkursen thematisiert bzw. teilweise sogar umgeschrieben. Außerdem wurde vor allem der österreichische Dialekt im Lied „Strada del Sole“ von Rainhard Fendrich thematisiert. Im Anschluss daran überlegten sich die Studierenden im Rahmen des Konversationskurses einzelne Sketches, die die linguistische Varietät des Deutschen in den Fokus stellen sollten. Darin wurde das Standarddeutsche den österreichischen Dialekten auf humorvolle Art und Weise gegenübergestellt. Im Rahmen des Musikfestes wurden die deutschsprachigen Lieder sowie die eben erwähnten Sketches von den Studierenden dargeboten, um die Aufmerksamkeit der KonzertbesucherInnen auf Österreich und die sprachlichen Besonderheiten unseres Landes zu lenken.
Abschließend kann gesagt werden, dass das deutschsprachige Musikfest ein voller Erfolg war. Das Publikum war hingerissen und die TeilnehmerInnen sehr stolz und begeistert!
Aus Neapel nach Wien (David Amster)
Die Wien-Reise wurde im Rahmen der obengenannten Aktion des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) durchgeführt. Den Auftakt bildete die gemeinsame Anreise von Neapel nach Wien per Flugzeug am 13.4.2025. In Wien angekommen bezogen wir die uns zugewiesene Unterkunft, das A&O Hostel Wien Hauptbahnhof. Zwischen Montag und Freitag war der zeitliche Ablauf des Programms stets ähnlich: Frühstück in der Unterkunft, Anfahrt zum Programmpunkt und Besichtigung mehrerer Sehenswürdigkeiten Wiens unter der Führung unseres Guides vor Ort (Programm s. Anhang), Mittagessen unterwegs (in Form eines Lunchpakets) sowie weitere Besichtigungen am Nachmittag. Das Abendessen wurde ebenfalls im Hostel eingenommen. Am Montagmorgen habe ich den Studierenden den „Studienreisepass“ (erstellt von meinem Lektoratskollegen Sebastian Windisch) ausgeteilt, den sie im Sinn des Linguistic Risk Taking selbstständig bearbeiten und mir anschließend Ende der Frist am Freitagabend abgeben sollten. Bei dieser Aktivität ging es darum, die Zielsprache Deutsch im öffentlichen Raum Wiens zu verwenden und für somit bestandene Aufgaben („challenges“) Punkte zu sammeln. Nach Ablauf der Frist sammelte ich die „Studienreisepässe“ ein, überprüfte sie auf Vollständigkeit und Richtigkeit der ausgeführten Arbeitsaufträge und ermittelte für jede*n Studierende*n die Gesamtpunktzahl. Im Anschluss wurde die ersten drei
Aus Debrecen nach Wien (Beate Hermann)
Während dieser 7-tägigen Studienreise unter dem Motto "Europas Jugend lernt Wien kennen", hatte die Exkursionsgruppe der Universität Debrecen die besondere Möglichkeit, die Hauptstadt Österreichs kennenzulernen und ausgewählte Sehenswürdigkeiten und Museen zu erkunden. Der wissenschaftliche Fokus lag, anlässlich des "80-70-30"-Jubiläumsjahres, auf der Reflexion von Erinnerungsorten, die von den Studierenden dokumentarisch festgehalten wurden. Gleichzeitig sollten diese die besuchten Orte aus einer sprach- und kulturwissenschaftlichen Perspektive betrachten und interpretieren, um anschließend ihre Eindrücke in einem Exkursionsbericht festzuhalten. Der Besuch des Musicals Falco bildete für die Gruppe ein besonderes Highlights des Programms. Eine wortgewandte, beflissene und gut gelaunte Stadtführerin bereicherte die Exkursionswoche zudem mit ihrem Wissen und einer guten Portion Wiener Schmäh, der die Deutschkenntnisse der Gruppe teilweise auf die Probe stellte ?. Der 20-köpfigen Gruppe gefiel die Studienreise tatsächlich so gut, dass sie sich nach ihrer Rückkehr gleich für die nächste Wien-Exkursion anmelden wollten!
Aus Zadar nach Wien (Amina Kriznik)
Eine kleine Gruppe von Studentinnen der Germanistikabteilung der Universität Zadar, Kroatien, reiste von Sonntag, dem 27. April 2025, bis Samstag, dem 3. Mai 2025, nach Wien. Die Reise wurde im Rahmen der Aktion „Europas Jugend lernt Wien kennen“ des BMB organisiert. Täglich gab es vormittags und nachmittags ein Programm auf kultureller, geschichtlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Die Studentinnen zeigten sich wissbegierig und stellten bei jedem Programmpunkt weiterführende Fragen. Es zeigte sich auch, dass für jede etwas dabei war. Fragte man sie nach ihrem Highlight des Tages, fielen die Antworten sehr unterschiedlich aus.
In ihrer knappen Freizeit zwischen den Programmpunkten und auch abends erkundeten sie eigenständig weitere Sehenswürdigkeiten Wiens oder besuchten von uns empfohlene Cafés und Lokale, um Österreichs Schmankerln zu kosten. So waren die Tage von früh bis spät durchgeplant. Nach drei Tagen war deutlich zu spüren, dass eine Pause guttun würde. Vorausschauend hatten meine Begleitperson und ich dem BMB daher mitgeteilt, dass der 1. Mai programmfrei bleiben sollte, um etwas Spielraum für eigene Entdeckungen zu ermöglichen. An diesem Tag erkundeten die Studentinnen einen ihnen zugewiesenen Bezirk mithilfe einer vorgefertigten Grätzlrallye und zusätzlicher Aufgaben. Zur Belohnung konnten sie anschließend die ausgelassene Feierlaune Wiens genießen und ihren eigenen Interessen nachgehen. Die Studentinnen zeigten sich darüber sehr erfreut. Auf die Ergebnisse der Grätzlrallye und weitere detaillierte Einblicke in die Wien-Reise
aus Sicht der Studentinnen müssen wir noch bis zu den Germanistiktagen Mitte Mai warten – dann werden sie ihre Eindrücke nämlich in der Österreich-Bibliothek präsentieren.
Doch eines steht bereits fest: Die Studentinnen lieben Wien. Das betonten sie mehrfach und erkundigten sich bei uns nach möglichen Masterstudiengängen oder einem Erasmus-Aufenthalt in Wien.
Da geht mir als Lektorin aus Wien das Herz auf!