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Jugendliche nehmen mit Mikrofonen Geräusche im Wald auf
© BFW/Irene Gianordoli

Dem Wald zuhören und dabei Daten für die Forschung sammeln

Jugendliche und Senior:innen des "Oma/Opa-Projekts" engagieren sich generationenübergreifend im Rahmen des Citizen Science Award für "Forest Groove" und erforschen dabei die Bioakustik des Waldes.
2 min lesen · 28. Mai 2026

Durch das Mitforschen am Projekt “Forest Groove” wird der Wald zum gemeinsamen Forschungsraum für alle Sinne: Beim Zuhören, Beobachten und Dokumentieren lernen die Citizen Scientists die Biodiversität des Waldes besser zu verstehen und erhalten tiefe Einblicke in Forschungsprozesse und wissenschaftliche Methoden. 

Eine Gruppe von Jugendlichen und Senior:innen des “Oma/Opa-Projekts” in Wien engagiert sich im Rahmen des Citizen Science Award für das Projekt. Die Wirkung dieser Zusammenarbeit ist vielfältig: Das Forschungsteam erhält eine große Fülle wissenschaftlicher Daten, gleichzeitig wird aber auch das gemeinsames Lernen und der generationenübergreifende Austausch gefördert.

Konkret läuft das Mitforschen so ab: In einem ersten Schritt gab das Projektteam des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) den Jugendlichen und Senior:innen bei einem Workshop einen theoretischen Input zu Biodiversität im Wald und Bioakustik und stellte die Citizen-Science-Plattform „iNaturalist“ vor. Als nächstes war eine gemeinsame Exkursion nach Neuwaldegg in den Wienerwald geplant, um selbst zu forschen und Daten zu sammeln. Ausgestattet mit sogenannten Plant-Pot-Mics – selbstgebauten Aufnahmegeräten aus Blumentöpfen – erkundete die Gruppe die Geräusche des Waldes. Sie nahmen Vogelstimmen, Wind in den Bäumen und andere Naturgeräusche auf und hörten diese direkt vor Ort gemeinsam an. Zusätzlich arbeiteten die Citizen Scientists mit Becherlupen und suchten nach Pflanzen, Tieren und Pilzen im Wald. Sie fotografierten die entdeckten Arten und dokumentierten sie über die Citizen-Science-App „iNaturalist“. So werden im Projekt nicht nur bioakustische Daten gesammelt, sondern auch Artenbeobachtungen aus den untersuchten Waldstandorten erfasst und der Forschung zur Verfügung gestellt.

Eine Teilnehmerin erzählt: „Es war cool, dass wir gemeinsam mit dem Team vom BFW unterwegs waren. Manches Tier hätten wir sonst gar nicht bemerkt“. Ein anderer Jugendlicher ergänzt: „Mit den Plant-Pot-Mics hört man den Wald plötzlich ganz anders – irgendwie viel intensiver.“

HIER gibt es nähere Informationen zum Projekt.

Interessierte können das Projekt auch im Rahmen der Veranstaltung “Vielfalt kennenlernen” am 12. Juni im NHM Wien erleben. Details dazu gibt es HIER.

Der Citizen Science Award bindet seit 2024 neben Schulklassen, Familien und Einzelpersonen auch Jugendgruppen ein. So können noch breitere Bevölkerungsschichten mit Wissenschaft und Forschung und Kontakt kommen und zur Datengewinnung beitragen.

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