Eine aktuelle Studie unter Leitung internationaler Forschungseinrichtungen, darunter die Universität Jena und das iDiv, belegt, dass die Integration von Social-Media-Daten mit etablierten Datenbanken wie GBIF die Anzahl verfügbarer Beobachtungen um etwa 35 % erhöhen kann.
Am Beispiel des Schmetterlings Acraea terpsicore wurde demonstriert, dass kombinierte Datensätze die Genauigkeit von Verbreitungsmodellen signifikant verbessern und bislang unerkannte Arealerweiterungen sichtbar machen. Besonders in unterrepräsentierten Regionen liefern nutzergenerierte Bilddaten entscheidende Ergänzungen zu klassischen Monitoringansätzen.
Gleichzeitig weisen die Autorinnen und Autoren auf methodische Limitationen hin, insbesondere hinsichtlich taxonomischer Unsicherheiten und Verzerrungen durch Beobachtungspräferenzen. Dennoch unterstreichen die Ergebnisse das Potenzial sozialer Medien als skalierbare Datenquelle für die Echtzeit-Erfassung biogeographischer Dynamiken im Kontext globaler Umweltveränderungen.