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TRA:WELL

Transport and Wellbeing

Das Projekt „TRA:WELL" (2022-2024) hatte zum Ziel, den Zusammenhang zwischen dem Mobilitätsverhalten von Kindern und ihrem Wohlbefinden zu untersuchen. Dabei sollte das gesamte Bewegungsverhalten berücksichtigt und der Beitrag aktiver Mobilitätsformen (zu Fuß gehen, Rad oder Roller fahren) an der Erfüllung der Bewegungsempfehlungen aufgezeigt werden. Zudem wurde erforscht, wie Kinder die bebaute Umwelt wahrnehmen, um aus einer kinderzentrierten Perspektive aufzuzeigen, wie städtische Umgebungen kinderfreundliche Mobilität fördern können.

„TRA:WELL" kombinierte quantitative sowie qualitative methodische Ansätze an der Schnitt­stelle von Mobilitäts- und Gesundheitsforschung, Verkehrspsychologie und Verkehrsplanung. Das Projekt wurde mit Schülerinnen und Schülern aus drei Schulen in Wien und Korneuburg durchgeführt, die zum Projektstart in der 2. und 3. Klasse (Unterstufe AHS) waren. Ein zentrales Anliegen des Projekts war es, die Sichtweise der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen. Einige Erhebungsinstrumente wurden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt.

Neben dem Einsatz von Fragebögen, Gruppeninterviews und kreativer Methoden im Rahmen von Workshops, wurden auch Sensoren wie Aktivitäts-, Eyetracker und EDA-Sensoren genutzt, um sowohl objektive als auch subjektive Dimensionen des Themas zu erfassen. Dadurch konnte das Projekt umfassend untersuchen, welche Faktoren die aktive und eigenständige Mobilität von Kindern fördern oder behindern – und wie Kinder sich sicher und wohl fühlen, wenn sie sich aktiv fortbewegen.

Aktive Mobilitätsformen wie Zufußgehen oder Radfahren erwiesen sich als zentrale Faktoren für das Wohlbefinden von Kindern und es konnte nachgewiesen werden, dass aktive Mobilität einen Beitrag zur Erfüllung der WHO-Bewegungsempfehlungen leistet. Neben wertvollen Daten zur eigenständigen und aktiven Mobilität in der Altersgruppe der 11–14-Jährigen konnten auch Zusammenhänge zwischen physiologischen Reaktionen und der Verkehrsmittelnutzung aufgezeigt werden. Dabei wurde auch der Einfluss von Faktoren wie Emotionen, sozialer Interaktion und Urbanisierungsgrad berücksichtigt.

Beim Zufußgehen spielen Faktoren der Ästhetik (z.B. Grünanteil, Sauberkeit), aber auch der Infrastruktur (Breite der Fußverkehrsanlage) eine wichtige Rolle. Beim Radfahren sind es vor allem Aspekte, die das subjektive Sicherheitsempfinden beeinflussen, z.B. Abstand zum Kfz-Verkehr. Die Untersuchung mobilitätsbezogener Einstellungen zeigte, dass Kinder aktive Mobilitätsformen tendenziell als gesundheitsfördernd und umweltfreundlich wahrnehmen. Besonders Radfahren wurde häufig mit Spaß und Freiheit assoziiert und als „cool“ empfunden; das Auto punktet mit Bequemlichkeit. Mit zunehmendem Alter nahm jedoch die positive Einstellung gegenüber aktiven Verkehrsmitteln signifikant ab, während das Auto an Attraktivität gewinnt.

Die Projektergebnisse zeigen auf, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse aus Kindersicht zu erfassen. Nur so können kind- und jugendgerechte Verkehrsräume geschaffen werden. Gleichzeitig liefert das Projekt Erkenntnisse zu kinder-/jugendgerechten Interventionen zur Förderung aktiver Mobilitätsformen. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Lehrmaterialien zum Thema Aktive Mobilität und Wohlbefinden stehen Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung.

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

einige Kinder mit kleinen Rucksäcken auf dem Rücken, die mit Fahrrädern auf einem gepflasterten Weg fahren
© iStock/LeManna

Forschungsprojekt
1. Ausschreibung


Projektleiterin
Assoz.Prof. DI Dr. PD Juliane Stark
Laufzeit
01.09.2022 – 31.10.2024
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