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This is (not) Rocket Science!

Citizen Scientists as Mission Control

Das Projekt „This is (not) Rocket Science!“ bildete zwischen 2022 und 2025 eine institutionelle Plattform für die Erforschung und Mitgestaltung von Zukunftsfragen in der Weltraumforschung. Ausgangspunkt dabei: Kinder und Jugendliche von heute werden im Erwachsenenalter unmittelbare Betroffene der heutigen Space Science sein. Deshalb wurden sie im Rahmen des Projekts jetzt schon zu Citizen Scientists: Sie forschten in ihrem ureigensten Interesse, formulierten ihre Bedürfnisse, entwarfen Visionen, hinterfragten Prognosen und wurden so zu selbstermächtigten Expertinnen bzw. Experten ihrer eigenen Zukunft. Im Zuge von Workshops, in Gesprächssituationen oder Gestaltungseinheiten im Technischen Museum Wien (TMW) wurden sie mit thematischen Schwerpunkten vertraut, besuchen Player der Space Science in Österreich oder begegneten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des TU-Space Teams. Dabei legte „This is (not) Rocket Science!“ eine kritische Perspektive auf Themen wie Demokratisierung, Kommerzialisierung, Gleichbehandlung sowie Weltraumschutz. Das Projekt war ergebnisoffen angelegt, die Forschungsergebnisse wurden auch an eine breite Öffentlichkeit vermittelt, u.a. über einen begleitenden Blog zum Projekt und eine Ausstellung zum Thema “Weltraum” (Realisierung 2027), die auch die Projektergebnisse inkludiert. 

Die Kooperation mit dem Bildungsgrätzl im 15. Wiener Gemeindebezirk ermöglichte die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen (Kindergarten bis Matura) und unterschiedlichen sozio-ökonomischen Hintergründen aus einer Randzone Wiens. Hier waren die jungen Citizen Scientists bereits Expertinnen bzw. Experten darin, sich ihre eigenen Lebenswelten zu entwerfen und im Alltag umzusetzen. 

Impulsfragen für den Forschungsprozess mit den Kindern und Jugendlichen lauteten: Was wird die kommerzielle Raumfahrt bringen? Wird es Habitate und Biosphären am Mond und/oder Mars geben, wer darf und möchte dort leben? Steht eine Art der Kolonialisierung des Alls bevor? Werden wir unser kollektives Gedächtnis exportieren können und wenn ja, was davon? Exportieren wir auch die Umweltverschmutzung in den Weltraum? Wer darf forschen, konstruieren, bauen, mitgestalten und steuern? Wo sind die Frauen in der Raumfahrt? Was wollen wir von Satelliten wissen, welche Informationen sollten sie uns senden? Was können wir von Arbeitsprozessen in der Raumfahrt lernen, wie funktioniert eine kollaborative Zusammenarbeit? Letztlich: Was bedeutet eigentlich “Lebensqualität” auf der Erde oder wo anders? 

Antworten auf diese und andere Fragen bildeten den Kern des Projekts, das darauf abzielte, sozio-technologische Zukunftsfragen zu erforschen. Mit der Expertise von Kindern und Jugendlichen wurden neue wissenschaftliche Forschungsfragen und Handlungsfelder erarbeitet und sowohl innerhalb der wissenschaftlichen Fachcommunity als auch öffentlich kommuniziert.

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

ein kleines Raumschiff aus Plastik
© Technisches Museum Wien

Forschungsprojekt
1. Ausschreibung


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