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Lebensraum Gründach

Gründach: Lebensraum in Zeiten von Klimawandel und Biodiversitätskrise

Begrünte Dächer gelten als wichtiger Baustein für klimafreundliche und lebenswerte Städte. Im Rahmen des Sparkling-Science-Projekts „Lebensraum Gründach“ untersuchten Forschende der Institute für Ökologie und Botanik der Universität Innsbruck gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern und deren Lehrpersonen aus drei verschiedenen Partnerschulen, welchen Beitrag Gründächer im Alpenraum tatsächlich zu mehr Biodiversität leisten.

Zwei Jahre lang wurden dafür Gründächer in Innsbruck, Dornbirn, Vomp, dem Kleinwalsertal und Allhaming erforscht und mit Wiesen sowie versiegelten Flächen verglichen. Dabei wurde untersucht, wie Pflanzen und Insekten unter den extremen Bedingungen auf Dächern leben und wie Gründächer zukünftig optimiert werden können, um trotz Hitze und Trockenheit möglichst vielfältige Lebensräume zu schaffen.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die enge Zusammenarbeit mit Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Citizen Scientists. Die beteiligten Wissenschaftler:innen brachten in 20 Workshops sowie durch die praxisnahe Forschung im direkten Schulumfeld, 159 Schülerinnen und Schülern aus 7 Klassen wissenschaftliches Arbeiten und ökologische Zusammenhänge näher. Diese Zusammenarbeit war für alle Beteiligten eine Bereicherung und schuf nicht nur eine breite Datengrundlage zur Ökologie von Gründächern im Alpenraum, sondern förderte auch das Wissenschaftsverständnis, das Umweltbewusstsein und das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Bei einem Wissenschaftsfest konnten die beteiligten Schüler:innen die Ergebnisse ihrer eigenen Forschungsprojekte präsentieren und es gab einen regen Austausch zwischen den Partnerschulen im Projekt. Beim Citizen Science Award 2024, für den das Projekt ausgewählt wurde, kartierten 155 Teilnehmende, davon überwiegend Schulklassen, über 6.000 Gründächer in ganz Österreich.  

Die Untersuchungen zeigen, dass Gründächer Lebensraum für an extreme Bedingungen spezialisierte Pflanzen und Tiere bieten. Wiederkehrende Austrocknung und Bodentemperaturen bis 48 °C erfordern spezielle Anpassungen der dort lebenden Arten. Trotzdem konnten mithilfe von Insektenfallen und modernen genetischen Methoden auf den meisten Gründächern über 2.000 Insektenarten nachgewiesen werden. Viele davon vorerst nur mit einem genetischen Code, da die entsprechenden Datenbanken noch unvollständig sind. Diese werden aber fortlaufend erweitert. Auch mehrere erstmals in Westösterreich beobachtet Arten waren dabei. Bereiche mit unterschiedlich tiefem Substrat, zusätzliche Strukturen wie beispielsweise Totholz und die Verwendung regionaler Straucharten zur Begrünung können die biologische Vielfalt auf den Dächern erhöhen.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Gründächer einen wertvollen, wenn auch begrenzten Beitrag zur Biodiversität leisten können – insbesondere, wenn sie gezielt vielfältig gestaltet werden. Die Forschungsergebnisse des Projekts wurden in mehreren wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht. Durch Beiträge in Fernsehen, Radio und Printmedien sowie öffentliche Veranstaltungen konnten viele unterschiedliche Personen erreicht und für die Bedeutung von Biodiversität und Gründächern sensibilisiert werden.

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

ein schon etwas verwitterter Baumstumpf auf einer gerodeten und geschotterten Fläche und rundherum Wildblumen und Grasbüschel und im Hintergrund in der Ferne Bäume und Berge
© Johannes Rüdisser

Forschungsprojekt
1. Ausschreibung


Projektleiter
Dr. Johannes Rüdisser
Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft
Laufzeit
01.11.2022 – 31.12.2025
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