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„Es wird einmal …“

Wertstoffgeschichten erzählen für Zukünfte im Anthropozän

Im Projekt „Es wird einmal …“ beschäftigten sich Volksschulkinder aus sechs niederösterreichischen Volksschulen mit Märchenbüchern und den darin vorkommenden wertvollen Rohstoffen. Sie erforschten, wie eine nachhaltige Ressourcennutzung im Kreislauf gelingen kann, also dann, wenn aus Rohstoffen erzeugte Dinge nicht als Müll entsorgt, sondern als Wertstoffe wiederverwendet werden. Als Zukunftsforscherinnen und -forscher erkundeten die Kinder an ihren Schulstandorten regionale Rohstoffe, z.B.  Kies, Grafit, Marmor und Steinkohle. Dabei setzten sie sich mit der Frage auseinander, wie die Menschheits- als Energiegeschichte für die Zukunft neu geschrieben werden kann und erprobten dabei die Forschungsmethode „Zukunftswerkstatt“ mit ihren drei Phasen:

In der ersten Phase, der Märchenwerkstatt, richteten die Schülerinnen und Schüler den Blick auf die Wertstoffe in Märchen. Mit dieser neuen Perspektive gingen sie in die zweite Phase, die Kreislaufwerkstatt. Dort sammelten sie Wissen über Wertstoffe, lernten den Bergbau bei Exkursionen an Lagerstätten kennen, führten Interviews mit Expertinnen und Experten, besuchten Workshops, Museen und Labors der Montanuniversität und erhielten so tiefe Einblicke in viele Prozesse. In der dritten Phase, der Zukunftswerkstatt, schrieben sie die Märchen neu, bauten Figuren und Kulissen für ein Kamishibai-Theater, drehten Stop-Motion-Videos, Hörbilder und E-Books unter dem Titel „Es wird einmal …“. Die dabei entstandenen Geschichten zeigen mögliche nachhaltige Zukunftserzählungen.

Die Ergebnisse wurden bei einer großen Jungforscherinnen- und Jungforscherkonferenz am Campus Baden vorgestellt. Die Kinder präsentierten dort zusammen mit Lehrerkräften ihre Arbeiten öffentlich auf dem „Markplatz für Zukünfteforschung“ und zeigten Best-Practice-Beispiele für Wissenschaftskommunikation. Ein mobiles Ausstellungsformat macht die Projektergebnisse auch bei Schulfesten, Science-Talks, Forschungsfesten und anderen Anlässen einsetzbar. Bei einem abschließenden wissenschaftlichen Symposium „Wissen schaffen – Zukünfte erzählen“ an der PH Niederösterreich wurden die Ergebnisse vom Projektteam in Kooperation mit dem Interdisziplinären Netzwerk für Wissenschaftsbildung NÖ (INSE) diskutiert.

Die Projektergebnisse dienen als Ausgangspunkt für Schulentwicklungsprogramme der Partnerschulen. Weiters lernen Studierende der Aus-, Fort- und Weiterbildung an der PH Niederösterreich das Forschungskonzept kennen und verfassen dazu Master- und Bachelorarbeiten. Das aus dem Projekt entwickelte Grafitlabor an der Montanuniversität Leoben steht weiterhin für Schülerinnen und Schüler, Lehrerpersonen und Studierende zur Verfügung.

Die von den Citizen Scientists erforschten Nutzungszusammenhänge regionaler Rohstoffe in Vergangenheit und Gegenwart und die Wertstoffgeschichten haben Datenmaterial für mögliche Zukünfte im Anthropozän geliefert. Die mit den Kindern durchgeführte kulturelle Nachhaltigkeitsforschung hat gezeigt: Wissenschaftskommunikation kann mithilfe von Stoffgeschichten gelingen. Die Lehr-Lernprozesse fördern Futures Literacy als eine von der UNESCO als notwendig gesehene Befähigung zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft. Im Anthropozän, dem sogenannten „Menschenzeitalter“, wird die enge Verwobenheit von Mensch und Natur, Kultur und Technik sichtbar. Neue Geschichten von einem Leben in der Kreislaufgesellschaft schaffen auf kreativem Weg Wertschätzung für den Planeten Erde als unseren Lebensraum.

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

Logo des Projekts
© Tutschek/PH NÖ

Forschungsprojekt
1. Ausschreibung


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