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DIGIdat

Digitale Datenanalyse zur Raumluftqualität meets Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

 

Wie lüftet man ein Klassenzimmer am besten? Inwieweit verbessert sich durch den Einbau einer Lüftungsanlage die Raumluftqualität und wie schneiden vergleichsweise einfache Interventionen wie Lüftungsampel oder Bewusstseinsbildung ab? In dem Projekt „DIGIdat“ zeigten Forschende der Universität Innsbruck und der Pädagogischen Hochschule Tirol, wie man über 650 Schüler:innen für Wissenschaft und digitale Methoden begeistern kann! Gemeinsam untersuchten sie die Raumluftqualität in ihren Klassenräumen sowie mögliche Verbesserungsmaßnahmen.

Im Laufe der drei Projektjahre erwarben Schüler:innen aus 10 Tiroler Schulen in zahlreichen Workshops fundierte Kenntnisse über gesundes Raumklima, energieeffiziente Gebäude, Messtechnik, sowie digitale und wissenschaftliche Methoden. Sie programmierten ihre eigenen Sensorkits um damit die Schadstoffkonzentration (CO2- und Feinstaub) und das Raumklima (Temperatur und relative Feuchte) in den Klassenräumen zu überwachen. In Teams stellten die die jungen Wissenschaftler:innen (13-14 Jahre) sicher, dass die Sensoren richtig funktionierten und kontinuierlich Daten lieferten. Außerdem erhoben sie relevante Zusatzinformationen, etwa Eckdaten zum Schulgebäude, zum Standort oder zur Nutzung der Klassenräume. Begleitend zu den Messungen mit den Sensorkits wurde das subjektive Wohlbefinden der Schüler:innen auf Basis von Umfragen bewertet. So wurde Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aktiv gelebt.

Die aktive Beteiligung der Schüler:innen im Projekt ermöglichte die Erhebung von wissenschaftlich wertvollen Messdaten und damit fundierte Aussagen über die Wirksamkeit und Praxistauglichkeit verschiedener Verbesserungsmaßnahmen. Die Ergebnisse bestätigen, dass manuell belüftete Klassenzimmer in der Regel unzureichend belüftet werden, insbesondere bei kälteren Außentemperaturen. So erfüllte bei Temperaturen unter 10 °C keine der 25 untersuchten Klassenräume mit manueller Fensterlüftung die Anforderungen der österreichischen Richtlinie (CO2-Konzentration ≤ 1000 ppm, Klasse 2) in zumindest 50% der Schulstunden. Klassenräume mit bestehenden Lüftungsanlagen hatten zwar signifikant niedrigere Konzentrationen, dennoch erfüllten nicht alle Unterrichtsräume die Richtlinie.

Die im Rahmen von „DIGIdat“ untersuchten Interventionen legen nahe, dass bewusstseinsbildende Maßnahmen alleine weder hinsichtlich ihrer Wirkung noch Nachhaltigkeit den gewünschten Effekt erzielen. Visuelle Feedback-Systeme wie eine CO2 Ampel zeigten, vor allem unmittelbar nach ihrer Einführung, eine merkbare Verringerung der CO2-Konzentration, sodass in den Testklassen zu Beginn überwiegend zumindest die Anforderungen für Klasse 3 (≤ 1400 ppm) eingehalten wurde. Jedoch ließ der Effekt über die Zeit deutlich nach, sodass auch CO2-Ampeln keine nachhaltige und dauerhafte Lösung des Problems zu sein scheinen. Als wirksamste Intervention erwies sich der Einbau einer Lüftungsanlage, mit der im Mittel (und Median) die Anforderungen der österreichischen Richtlinie (Klasse 2) dauerhaft eingehalten werden konnten.

Das große öffentliche Interesse an dem Projekt und dessen Ergebnissen zeigte sich beim Abschluss-Workshop: Dort diskutierten über 30 Interessierte aus Schulverwaltung und Schulbau mit den Forschenden, Schüler:innen und Lehrpersonen die Ergebnisse des Projekts!

 

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

drei Kinder sitzen im Halbkreis an einem Tisch vor einem Laptop, zwei haben Platinen in der Hand, das dritte hat eine Hand auf der Cursorfläche des Laptops
© G. Rojas/Universität Innsbruck

Forschungsprojekt
1. Ausschreibung


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