Gab es früher im Winter mehr Schnee? Waren die Sommer, in denen unsere Großeltern Jugendliche waren, auch schon so heiß? Welche Informationen zum Klimawandel findet man auf Instagram, TikTok und Co., und stimmen diese mit wissenschaftlich gemessenen Daten überein? Diesen und vielen anderen Fragen geht das Citizen-Science-Award-Projekt “Climate Agents” nach. Die Citizen Scientists können dabei auf zwei Arten mitforschen: Sie führen Interviews im eigenen Umfeld durch, um persönliche Beobachtungen zu Auswirkungen des Klimawandels zu dokumentieren und vergleichen diese mit gemessenen Klima-Daten. Oder sie analysieren mit KI-Methoden Social-Media-Beiträge, um Narrative und räumliche Strukturen im Kontext des Klimawandels zu erfassen.
Seit Beginn des Mitforsch-Zeitraums am 1. April haben mehrere Webinare und Online-Workshops mit Schulklassen zur optimalen Einschulung in die Mitforsch-Aktivitäten stattgefunden. Neben einer Projektpräsentation standen die beiden Mitforsch-Optionen und die weiteren Arbeitsschritte im Zentrum: Das Projektteam stellte einen Interviewleitfaden inkl. einer strukturierten Vorlage für die Durchführung der Interviews vor und stellt außerdem eine Sammlung an österreichischen Social-Media-Posts zum Thema Klimawandel für die KI-Analyse zur Verfügung.
Das Projektteam betreut die teilnehmenden Schulklassen bis zum Ende des Mitforsch-Zeitraums und entwickelt aktuell ein Messinstrument, mit dem die Lernziele der Citizen Scientists gemessen werden. Außerdem ist eine Feedback-Schleife mit den teilnehmenden Klassen geplant. Dabei werden Rückmeldungen zu den bereitgestellten Materialien gesammelt, um diese ggf. zu optimieren.
Vom gemeinsamen Forschen profitieren sowohl die Citizen Scientists als auch die Wissenschaft: Die Citizen Scientists erhalten Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen und werden selbst Teil des Forschungsprozesses, in dem sie einen konkreten Beitrag leisten. Die Forschenden wiederum erhalten eine Fülle von Daten zur Dokumentation lokaler Klimaveränderungen und können daraus mögliche Lösungsansätze entwickeln.
Interessierte Schulklassen, Jugendgruppen, Familien und Einzelpersonen können noch bis 31. Juli aktiv mitforschen! HIER gibt es nähere Informationen zum Projekt.