Im Jahr 2025 fanden insgesamt 380 Besuche von Wissenschaftsbotschafter:innen statt – der Großteil davon an Schulen, vereinzelt in Kindergärten. Ziel der Initiative ist es, Menschen jeden Alters spannende Einblicke in aktuelle Forschung zu ermöglichen und das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken.
Wie gut das gelingt, zeigen aktuelle Daten: Basierend auf einer Online-Befragung bestätigen Lehrpersonen den großen Erfolg der Initiative. Insgesamt sind 98 Prozent der Befragten mit der Initiative zufrieden und 93 Prozent möchten das Angebot auch 2026 wieder nutzen. 95 Prozent würden die Initiative auf jeden Fall weiterempfehlen.
Unkomplizierter Ablauf von Anfrage bis zum Besuch
Besonders positiv bewertet wird der reibungslose Ablauf von der Anfrage über die OeAD-Buchungsplattform bis hin zur Kommunikation mit den Forschenden und dem Besuch selbst.
„Die Auswahl der Wissensbotschafter:innen war sehr einfach durch die Auflistung der beruflichen Forschungsfelder: knapp, klar und übersichtlich - das kam uns sehr entgegen.“
Die Kommunikation im Vorfeld wird als „schnell, unkompliziert und flexibel“ beschrieben und ermöglicht eine gute inhaltliche Abstimmung zwischen Lehrpersonen und Forschenden:
„Wir konnten die Inhalte und Termine vorab sehr gut klären.“
Begleitung durch den OeAD
Die Begleitung durch den OeAD wird ebenfalls sehr positiv bewertet: 98 Prozent der Befragten haben einen sehr bzw. eher guten Gesamteindruck. Besonders hervorgehoben werden die verlässliche Kommunikation, die Unterstützung bei der Organisation sowie das proaktive Nachfragen zum Stand der Terminvereinbarung oder zum Ablauf der Besuche:
„Gute Betreuung während des Prozesses: [Es wurde nachgefragt], ob der Termin schon vereinbart wurde und wie der Besuch abgelaufen ist.“
Die vom OeAD zur Verfügung gestellten Unterstützungsmaterialien zur Vorbereitung und Durchführung des Besuchs werden von Lehrpersonen gut angenommen:
„Ich habe mit ihnen [Anm. den Schülerinnen und Schülern] erarbeitet, wie sie sich eine Forscherin vorstellen.“
Erfolgsfaktoren der Besuche
Ein zentraler Erfolgsfaktor der Initiative ist die Fähigkeit der Wissenschaftsbotschafter:innen, komplexe Inhalte altersgerecht und verständlich zu vermitteln. Die große Mehrheit der Lehrpersonen bestätigt, dass die Themen gut auf das Vorwissen der Schüler:innen abgestimmt sind. Besonders positiv hervorgehoben wird der dialogische Zugang: Die Forschenden begegnen den Schüler:innen auf Augenhöhe, gehen auf ihre Fragen ein und schaffen eine offene, interaktive Atmosphäre. Authentische Einblicke in den Forschungsalltag, persönliche Werdegänge sowie praxisnahe Elemente wie Experimente oder interaktive Workshops tragen zusätzlich dazu bei, das Interesse der Schüler:innen zu fördern.
„Die Wissenschaftsbotschafterin hat ihre Informationen perfekt an die Zielgruppe angepasst, sodass es für die Schüler:innen einfach war, dem Vortrag zu folgen und die komplexe Thematik zu verstehen.“
Wirkungen
Die Schulbesuche entfalten vielfältige Wirkungen auf die Schüler:innen. Sie eröffnen neue Perspektiven auf Wissenschaft und potenzielle Bildungs- und Berufswege und bringen „frischen Wind“ in den Unterricht. Durch den direkten Kontakt mit Forschenden gewinnen die Schüler:innen ein besseres Verständnis für wissenschaftliche Arbeitsweisen und aktuelle Forschungsthemen. Gleichzeitig tragen die Begegnungen dazu bei, stereotype Vorstellungen von Wissenschaftler:innen abzubauen und diese als nahbare Persönlichkeiten erlebbar zu machen. In vielen Fällen werden die Inhalte anschließend im Unterricht vertieft oder es werden weitere Aktivitäten durchgeführt.
Fazit
Die Initiative „Wissenschaftsbotschafter:innen“ ist ein wirkungsvolles und sehr gut angenommenes Angebot der Wissenschaftsvermittlung an Schulen und Kindergärten. Sie überzeugt mit einfacher Abwicklung, verlässlicher Begleitung durch den OeAD und hoher Zufriedenheit mit den Besuchen. Insgesamt bestätigt sich, dass der direkte Kontakt mit Forschenden einen wichtigen Beitrag leistet. Damit wird das Interesse an Forschung geweckt und Vertrauen in die Wissenschaft gestärkt, seit April 2026 nicht nur an Schulen und Kindergärten sondern auch in Bibliotheken.