Im Zentrum der Aktivität steht ein einfaches, aber wirkungsvolles Instrument: Eierkartons, die mit Abbildungen lokal vorkommender Arten bestückt sind. Teilnehmende sind aufgefordert, diese Arten in ihrer unmittelbaren Umgebung zu identifizieren und den entsprechenden Fächern zuzuordnen. Dieser haptische und visuelle Zugang unterstützt die Wiedererkennung von Arten und fördert zugleich ein strukturiertes Vorgehen bei der Naturbeobachtung.
Das Konzept basiert auf der Arbeit von Amanda Wendelbo Mølgaard sowie Chiara Podany, die das Biodiversitätsbingo in unterschiedlichen ökologischen und kulturellen Kontexten – unter anderem in Dänemark und Südafrika – erprobt und weiterentwickelt haben. Ihre Studien zeigen, dass spielbasierte Formate das Engagement der Teilnehmenden erhöhen und gleichzeitig valide Beobachtungsdaten generieren können, sofern die methodische Anleitung entsprechend gestaltet ist.
Neben dem didaktischen Mehrwert adressiert das Biodiversitätsbingo auch zentrale Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation: Es schafft direkte Naturerfahrungen, fördert ein bewusstes Wahrnehmen von Artenvielfalt im Alltag und stärkt die emotionale Bindung zur Umwelt. Diese Faktoren gelten als entscheidend für langfristige Verhaltensänderungen im Sinne des Biodiversitätsschutzes.
Institutionen, die an der Implementierung des Biodiversitätsbingos interessiert sind oder weitere Informationen zu methodischen Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten wünschen, können sich direkt an das Team von Schweiz forscht wenden: cs@science-et-cite.ch