Insgesamt nahmen 20 Expertinnen und Experten aus 10 europäischen Ländern teil, um sich über zentrale Herausforderungen und Chancen für die Verankerung von Citizen Science in Bildungssystemen auszutauschen. Der OeAD verantwortet im europäischen Projekt “RIECS-Concept” den Austausch mit Stakeholdern aus unterschiedlichen Bildungsbereichen, damit ihre Inputs in die Konzeption einer Forschungsinfrastruktur für Citizen Science einfließen.
Der Workshop widmete sich vier Schwerpunkten: der Integration von Citizen Science in Lehrpläne, dem Zugang zu geeigneten und anpassbaren Materialien, Fragen der Fort- und Weiterbildung sowie der langfristigen Pflege von Communities und Netzwerken. In den Diskussionen wurde deutlich, dass Citizen Science dann besonders wirksam sein kann, wenn Lehrkräfte und Forschende besser miteinander vernetzt werden, wenn praxisnahe Unterstützungsangebote vorhanden sind und wenn Materialien so aufbereitet werden, dass sie sich leicht in unterschiedliche Bildungskontexte integrieren lassen.
Ein weiterer zentraler Punkt war die Notwendigkeit institutioneller und struktureller Unterstützung. Die Teilnehmenden betonten, dass Citizen Science nicht nur von einzelnen engagierten Personen abhängen sollte, sondern als nachhaltiger Bestandteil von Bildungsprozessen gedacht werden muss. Ebenso wurde hervorgehoben, wie wichtig Anerkennung, Sichtbarkeit und verlässliche Rahmenbedingungen sind, um Engagement langfristig zu fördern.
Die Ergebnisse des Workshops liefern wertvolle Impulse für die weitere Arbeit im RIECS-Concept-Projekt und tragen dazu bei, konkrete Ansätze für eine künftige Citizen-Science-Infrastruktur zu entwickeln.