Vertreten waren zudem die Europäische Kommission, der Europarat und die UNESCO. Die Konferenz wurde vom Vorsitzenden des Vorstands der griechischen Anerkennungsorganisation DOATAP, Prof. Dr. Athanasios Efstathiou, eröffnet. Die Begrüßungsreden hielten Frau Sofia Zacharaki, Ministerin für Bildung, Religionsangelegenheiten und Sport der Hellenischen Republik und der Generalsekretär für Hochschulbildung des Ministeriums, Professor Dimitris Bourantonis.
Im Mittelpunkt der Tagung standen die Weiterentwicklung der Anerkennungspraxis und die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit. Unter dem Leitgedanken „No higher education system can flourish in isolation“ wurde die Bedeutung grenzüberschreitender Kooperation für leistungsfähige Hochschulsysteme hervorgehoben. Ebenso rückte das Thema Vertrauen in den Fokus: In diesem Zusammengang wurde diskutiert, wie transparente und verlässliche Anerkennungsverfahren die Grundlage für internationale Mobilität und Zusammenarbeit bilden können.
Die Künstliche Intelligenz war auch dieses Jahr wieder ein wichtiges Thema für die Arbeit im Anerkennungswesen. Zum Beispiel wurden im Rahmen der Vorstellung des neuen Zentrums zur Prävention und Bekämpfung von Bildungsbetrug die ethischen Risiken beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die Überprüfung der Echtheit von Diplomen, sowie die Bedeutung der Sicherung hochqualitativer Bildung thematisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Umsetzung der automatischen Anerkennung in Europa auf Grundlage von gegenseitigem Vertrauen, Transparenz und gemeinsamen Qualitätssicherungsstandards. Diskutiert wurden Herausforderungen in der praktischen Umsetzung sowie Projekte wie ARAQUA II, AR2030 und Q-ENTRY. Diese Projekte unterstützen die automatische Anerkennung von Hochschulzugangsqualifikationen und anderen Bildungsabschlüssen im Europäischen Bildungsraum. Sie fördern Anerkennungsverfahren und -standards, entwickeln praxisorientierte Instrumente und Datenbanken und verbessern den Informationsaustausch zwischen Hochschulen, Anerkennungsstellen und anderen relevanten Akteur:innen.
Darüber hinaus stand die Idee eines gemeinsamen europäischen digitalen Anerkennungssystems auf der Agenda. Ziel ist es, Anerkennungsverfahren künftig noch effizienter, interoperabler und nutzerfreundlicher zu gestalten und die digitale Zusammenarbeit zwischen den europäischen Anerkennungsstellen weiter auszubauen.
Die Tagung bot ENIC NARIC AUSTRIA wertvolle Impulse für die tägliche Praxis sowie die Möglichkeit, bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue internationale Kontakte zu knüpfen.