Am 12. Jänner 2026 berichteten die Sozialwissenschafterinnen Clara Holzinger und Anna-Katharina Draxl auf Einladung von ENIC NARIC Austria im OeAD über die Ergebnisse. In zahlreichen qualitativen Interviews mit Migrantinnen und Migranten identifizierten die Forscherinnen Gründe für diese unter dem Begriff „Dequalifizierung“ zusammengefassten Prozesse. Sprachbarrieren kristallisierten sich als größtes Hindernis heraus. In den meisten qualifizierten Berufen sind Deutschkenntnisse unerlässlich. Darüber hinaus erwiesen sich auch rassistische und andere Formen der Diskriminierung als relevant. Etwas ernüchternd war folgendes Ergebnis: Bewertungen ausländischer Studienabschlüsse, wie sie von ENIC NARIC Austria durchgeführt werden, waren im Rahmen dieser Studie nur für wenige Befragte von Bedeutung, im Zweifelsfall waren Sprachkenntnisse wichtiger. Der Vortrag stieß auf reges Interesse, gut zwanzig Personen waren online und vor Ort dabei um über aktuelle, für die Arbeit unserer Abteilung relevante Forschung informiert zu werden.