Viele Forschende kennen die Erfahrung, dass selbst sorgfältig begründete, faktenbasierte Erklärungen zu innovativer wissenschaftlicher Forschung im privaten oder öffentlichen Umfeld nur begrenzte Wirkung entfalten. Die Sozialwissenschaftlerin und Wissenschaftskommunikatorin Anne Helen Toomey greift dieses Spannungsfeld in ihrem Buch “Science with Impact” auf und diagnostiziert eine Vertrauens- und Kommunikationskrise der Wissenschaft.
Toomey argumentiert, dass Fakten keineswegs für alle Menschen dieselbe Bedeutung haben und dass wissenschaftsbezogene Einstellungen und Verhaltensweisen sozialen Dynamiken unterliegen. Anhand anschaulicher Beispiele aus ihrer eigenen wissenschaftlichen Laufbahn zeigt sie, warum empirische Evidenz von Teilen der Öffentlichkeit als irrelevant oder sogar bedrohlich wahrgenommen werden kann. Dabei verbindet sie sozialwissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Beobachtungen und unterstreicht die Rolle von Vertrauen, Identität und Erfahrung in der Rezeption wissenschaftlicher Informationen.
Das Buch richtet sich an Forschende und wissenschaftsnahe Akteurinnen und Akteure und bietet konkrete Anregungen, um mit Unsicherheit umzugehen, gesellschaftliche Relevanz zu stärken und Wissenschaft wirkungsvoller in politische und soziale Prozesse einzubringen.