Das Treffen brachte elf Personen aus verschiedenen Regionen Österreichs zusammen, die aktuell oder kürzlich in Citizen-Science-Projekten mitgeforscht haben. Aufbauend auf den vielfältigen Erfahrungen der Teilnehmenden aus unterschiedlichen Wissensbereichen wurden im Workshop Ideen diskutiert, die für die Tätigkeit als Citizen Scientist von allgemeiner Bedeutung sind. Ziel war es, Bildungsangebote, Rahmenbedingungen und Zugänge zu erarbeiten, die das Mitforschen nachhaltig fördern können.
Die gesammelten Ideen fließen in den Aufbau einer zukünftigen Forschungsinfrastruktur für Citizen Science ein, die im Rahmen des Horizon-Europe-Projekts RIECS-Concept („Towards a pan-European Research Infrastructure for Excellent Citizen Science“) konzeptualisiert wird. Der OeAD ist dabei hauptverantwortlich dafür, die Perspektiven und Stimmen aus Österreich in das Projekt einzubringen.
Der Austausch basierte auf den Ergebnissen eines ersten Workshops, der im Oktober 2025 in Wien stattfand. Dabei wurden mehrere zentrale Herausforderungen identifiziert, darunter die Auffindbarkeit aktiver Mitforschungsprojekte, geeignete Einschulungs- und Qualifizierungsangebote, eine gelungene Kommunikations- und Feedbackkultur zu den Beiträgen der Citizen Scientists, die Vernetzung über einzelne Projekte hinaus sowie der Zugang zu Informationen über Forschungsergebnisse und deren weitere Nutzung.
Anhand fiktiver, aber realitätsnaher Personas entwickelten die Teilnehmenden in Kleingruppen gemeinsam Lösungsansätze zu diesen Herausforderungen. Vorgeschlagen wurde unter anderem eine gut gepflegte, leicht zugängliche und sprachlich einfach gestaltete Plattform, die interaktive und relevante Lernmaterialien für die Mitforschung bereitstellt und Dialogfunktionen bietet, um Feedback sowie den Austausch zwischen Citizen Scientists und Forscher/innen zu erleichtern. Zudem wurde wiederholt die Bedeutung nationaler und internationaler Vernetzung hervorgehoben – nicht nur durch Online-Formate, sondern auch durch persönliche Begegnungen.
Gemeinsam mit weiterem Input aus zukünftigen Workshops mit Schüler/innen sowie Bildungsvertreter/innen werden diese Ergebnisse vom Projektteam weiter ausgearbeitet und in eine erste Version des Infrastrukturkonzepts integriert.