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Fisch (Elritze) im Wasser
© NHM Wien/Thomas Mikschi

Kleine Fische, große Entdeckung: Neue Elritzenart in Österreich nachgewiesen

Durch die Mithilfe engagierter Citizen Scientists konnten Forschende des Sparkling-Science-Projekts „Kleine Fische ganz groß: Biodiversität der Elritzen“ die Verbreitung von Elritzen in Österreich genauer untersuchen. Dabei gelang es nicht nur bereits vorkommenden Arten dieser kleinen Schwarmfische zu bestätigen, sondern auch eine bislang in Österreich unbekannte Elritzenart nachzuweisen. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag Citizen Science zum Monitoring der heimischen Biodiversität leisten kann.
2 min lesen · 19. Juni 2026

Elritzen sind kleine Schwarmfische, die kalte, sauerstoffreiche fließende und stehende Gewässer bewohnen. Lange ging die Wissenschaft davon aus, dass es in Europa nur eine einzige weit verbreitete Art, die Europäische Elritze, gibt. Heute aber ist klar, dass sich hinter dem Namen ein ganzer Artenkomplex verbirgt, der aktuell über 25 genetische Linien, davon 13 gültige Arten, umfasst. 

Um die Verbreitung und Vielfalt der Elritzen besser zu verstehen und diese nachhaltig zu schützen, brachte das Sparkling-Science-Projekt „Kleine Fische ganz groß: Biodiversität der Elritzen“ unter der Leitung eines wissenschaftlichen Teams am NHM zwischen 2022 und 2026 Forschende mit Schüler:innen und Sportfischer:innen zusammen. Gemeinsam wurden Fischproben aus Gewässern in ganz Österreich gesammelt, genetisch analysiert und anschließend ausgewertet. 

Die kürzlich in einem peer-reviewten Fachjournal veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass das Citizen-Science-Projekt die Verbreitung mehrerer natürlich vorkommender sowie eingeschleppter Arten in Österreich bestätigen konnte. Besonders hervorzuheben ist die Entdeckung einer neuen Art in Österreich, der Phoxinus cf. Morella, wobei noch unklar ist, ob diese Art natürlich vorkommt oder durch menschlichen Einfluss verbreitet wurde. 

Darüber hinaus lieferte das Forschungsteam unter der Leitung von Anja Palandačić auch wichtige methodische Erkenntnisse: einerseits wurde gezeigt, dass die Einbindung von Citizen Scientists die räumliche Abdeckung der Datenerhebung stark erweitern kann und andererseits wurde mit der eDNA-Analyse ein vielversprechender Ansatz gefunden, um Fischarten zukünftig großflächig, kostengünstig und mit nicht-invasiven Methoden zu beforschen. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse, welches große Potenzial Citizen Science für das Biodiversitätsmonitoring in Österreich hat.

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