Die Publikation stellt Fallbeispiele aus unterschiedlichen europäischen und internationalen Kontexten vor. Im Fokus stehen sogenannte „Impact Stories“, die darstellen, wie Citizen Science in unterschiedlichen institutionellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen umgesetzt wird. Die Beispiele zeigen, wie Beteiligungsprozesse zur Generierung von Wissen beitragen und in weiterer Folge in politische Entscheidungsprozesse oder wirtschaftliche Entwicklungen einfließen können.
Ein Kapitel ist Österreich gewidmet und beschreibt die Entwicklung von Citizen Science im Zusammenspiel mit öffentlichen Strategien und Förderinstrumenten. Österreich wird dabei als ein Land dargestellt, in dem Citizen Science früh durch öffentliche Maßnahmen unterstützt wurde, insbesondere durch Initiativen im schulischen Bereich mit dem Ziel, Wissenschaft für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich zu machen. Die Sparkling-Science-Programme, mit denen seit 2007 Kooperationen zwischen Forschung und Schulen gefördert werden, werden in diesem Zusammenhang als ein zentrales Beispiel angeführt. Das OeAD-Zentrum für Citizen Science wird im Kontext dieser Entwicklungen als eine der beteiligten Einrichtungen genannt, die zur Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren aus Forschung, Bildung und Gesellschaft beitragen.
Das Kapitel basiert auf Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) sowie mit Petra Siegele, Leiterin des Bereichs Public Science des OeAD.
Die Publikation stellt Citizen Science in Europa und darüber hinaus als einen Ansatz dar, der Beteiligung an wissenschaftlichen Prozessen mit gesellschaftlichen und institutionellen Fragestellungen verbindet und in unterschiedlichen Handlungsfeldern Anwendung findet.
Zitation:
Schuerz, S., Kieslinger, B., Holocher, T., Ros, M. (2026). Beyond Participation: Citizen Science, Policy Impact and Economic Value. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.20084379