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u3Green

Förderung kinder- und jugendfreundlicher urbaner Landschaften durch partizipative Untersuchung urbanen Grüns

 

Urbanes Grün ist ein wichtiger Bestandteil von Städten und spielt für unser Wohlbefinden eine zentrale Rolle. Dazu gehören Parks, Spielplätze, Gärten, Sportflächen, Grünstreifen sowie begrünte Dächer und Innenhöfe. Neben dem Einfluss auf das Stadtklima als regulierende Ökosystemleistungen (ÖSL) kommt urbanem Grün auch eine wesentliche Bedeutung für kulturelle ÖSL zu. Diese umfassen Aspekte wie Erholung und Freizeit, Landschaftserleben, Bildung, Spiritualität, psychische und physische Gesundheit, soziale Interaktion und Gemeinschaftsbildung. Der Stellenwert urbanen Grüns bzgl. kultureller ÖSL, ebenso wie die Anforderungen an dessen Ausstattungsmerkmale, variieren allerdings zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, was bekannt sein und in Planungsprozessen Eingang finden muss. Neben Umfang und Art der Bepflanzung bezieht sich dies auf Zugänglichkeit und Infrastrukturen wie Wege, Sitzgelegenheiten, Sport- und Spielgeräte sowie Versorgungseinrichtungen. Hier sind vor allem die Anforderungen junger Menschen den Stadtplaner:innen oft nicht ausreichend bekannt. Angesichts der Tatsache, dass sich die Situation junger Menschen - speziell im urbanen Raum - in den letzten Jahren deutlich verschlechtert hat, besteht Handlungsbedarf, um die Bedeutung von und die Anforderungen an urbanes Grün von jungen Menschen umfassend zu verstehen und diese auch an Entscheidungsträger:innen für eine weitere Berücksichtigung zu kommunizieren.

Das Projekt „u3Green“ untersuchte, welche Bedeutung urbanes Grün für junge Menschen hat, wie dieses genutzt wird und welche Anforderungen bestehen. Ein zentraler Aspekt im Kontext von „u3Green“ war die enge Zusammenarbeit mit Schulen, d.h. primär Schüler:innen. Junge Menschen waren dabei direkt und aktiv an allen wichtigen Arbeiten beteiligt. Von ihnen wurde ein Online-Fragebogen entwickelt, der von 773 jungen Menschen im Alter zwischen 10-22 Jahren beantwortet wurde. Diese Antworten wurden von den mitwirkenden Schüler:innen ausgewertet und interpretiert. Die Ergebnisse wurden anschließend in Form von sogenannten Story Maps aufbereitet und alle Inhalte anschaulich dargestellt. Diese Story Maps wurden an Stadtplaner:innen und Politiker:innen übergeben und mit ihnen diskutiert.

Zusammengefasst wurden von den Schüler:innen die folgenden Ergebnisse erarbeitet: Urbanes Grün ist für junge Menschen ein wichtiger Aspekt, der häufig genutzt wird, v.a. als sozialer Raum, in dem sie Freundinnen und Freunde treffen, Sport treiben und ihre Freizeit verbringen. Besonders bedeutsam sind funktional ausgestattete Flächen, wobei Komfort, Sicherheit, Sportmöglichkeiten und Erreichbarkeit relevant sind. Die Nutzung unterscheidet sich z.T. nach Geschlecht: Jungen verbinden urbanes Grün stärker mit Sport, v.a. Fußball, während Mädchen urbanes Grün häufiger für Erholung, Spaziergänge und soziale Aktivitäten nutzen. Besonders wichtig hinsichtlich der Ausstattung sind für die Jugendlichen Sitzgelegenheiten, offene Flächen, Beleuchtung, Sauberkeit und Grünstrukturen wie Bäume und Blumen.

Die beteiligten Schüler:innen waren nicht nur in alle Arbeiten involviert, sondern trafen letztlich auch die Entscheidungen zur Gestaltung des Fragebogens, zur Analyse und Interpretation der Daten sowie der Umsetzung der Story Maps. Insgesamt wurde mit sieben Partnerschulen zusammengearbeitet, weiters wirkten 32 Schüler:innen im Rahmen von Praktika mit. Sie So wurden umfangreiche Informationen zur Bedeutung urbanen Grüns für junge Menschen aber auch zur Partizipation junger Menschen gesammelt, die anderweitig nicht zur Verfügung stehen würden.

 

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

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