Nathan Marcus, Russland

Portrait Nathan Marcus © Franziska Rothenbühler
  • Derzeitige Anstellung: National Research University Higher School of Economics in St. Petersburg / Assistant Professor of History
  • Stipendienprogramm: Ernst Mach-Stipendium
  • Dauer: 09.2005 – 08.2006

Curriculum Vitae

Seit dem Herbst 2014 lehre ich am Department für Geschichte der National Research University Higher School for Economics in Sankt-Petersburg, Russland. Im Bachelorstudiengang biete ich einen Kurs über die Geschichte des Geldes seit der frühen Neuzeit an. Wir haben auch einen internationalen Masterstudiengang mit dem Namen "Applied History – Usable Pasts" welcher komplett auf Englisch geführt wird. Für die Masterstudierenden offeriere ich ein Seminar in Wirtschaftsgeschichte, in welchem wir uns mit der Entwicklung ökonomischer Institutionen von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart befassen.
Bevor ich nach Russland kam, hatte ich zuerst in Israel an der Hebräischen Universität von Jerusalem einen Bachelor in Wirtschaft und Geschichte absolviert. Danach zog es mich an die New York University, wo ich meine Doktorarbeit zur österreichischen Finanzgeschichte der Zwischenkriegszeit schrieb, und von wo ich mit einem Ernst Mach-Stipendium auf ein Jahr nach Wien kommen durfte. Nach dem Doktorat war ich zwei Mal post-doktoraler Stipendiat: Zuerst am Europäischen Universitätsinstitut in Florenz und an der Hebräischen Universität von Jerusalem.

Reflexion

Mein Aufenthalt in Österreich war sowohl für meinen beruflichen Werdegang prägend, als auch persönlich sehr bereichernd. Durch das Stipendium hatte ich die Möglichkeit in Wien sowohl in allen wichtigen Archiven die relevanten (und auch weniger relevanten) Primärquellen zu erfassen, und nutzte abends die mir verbleibende Zeit um in den Beständen der österreichischen Nationalbibliothek die wichtigste Sekundärliteratur zu studieren. Für mich, der Wiener Wurzeln hat aber zu dem Zeitpunkt bereits seit fast 10 Jahren nicht mehr in Europa lebte, war es auch erfrischend mich wieder in einer deutschsprachigen Großstadt und einem europäischen Umfeld zu bewegen. Ich habe in meinem Wiener Jahr viele gute Freundschaften und berufliche Bekanntschaften geschlossen, welche ich auch immer noch pflege.