COVID-19-Schulveranstaltungsausfall-Härtefonds

Antragstellung ab sofort möglich

Durch die besonderen Umstände im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wurden alle Schulveranstaltungen gem. § 13 SchUG ab dem 11.03.2020 bis Schuljahresende 2019/20 abgesagt. In dieser bereits herausfordernden Zeit sind Schulen wie auch Erziehungsberechtigte seitdem mit Stornokosten konfrontiert, die entweder durch die Absage der Schulveranstaltungen angefallen sind oder von Vertragspartnern geltend gemacht werden bzw. wurden. Um Schulen und Erziehungsberechtigte von den Kosten zu entlasten, wurde von der Österreichischen Bundesregierung der COVID-19-Schulveranstaltungsausfall-Härtefonds ins Leben gerufen.

Voraussetzungen für eine Kostenübernahme durch den Schulstornofonds:

    • Ersetzt werden jene Stornokosten, die im Zeitraum vom 11.03.2020 bis zum Schuljahresende 2019/20 (bis zum 13.09.2020) für mehrtägige Schulveranstaltungen mit Übernachtung angefallen sind. (§ 3 Abs 1 COVID-19-Schulstornofondsgesetz).
    • Ersatzfähig sind Kosten für Beiträge an mehrtägigen Schulveranstaltungen gemäß § 4 Abs 1 COVID-19-Schulstornofonds-Gesetz, die vom Schulforum oder Schulgemeinschaftsausschuss beschlossen wurden.
    • Voraussetzung ist stets, dass weder eine einvernehmliche Einigung ohne Kosten, noch eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt erreicht werden kann.
    • Zwei Schreiben müssen von Schule bzw. Erziehungsberechtigten unterzeichnet werden: Schulbestätigung; Elternbestätigung
    • Es können nur Kosten von Schüler/innen ersetzt werden. Kosten von Lehrkräften bzw. Begleitpersonen sind über die Dienstreiseabrechnung abzurechnen und dürfen nicht über den Schulstornofonds beantragt werden.
    • Der Stornofonds zahlt die angefallenen Stornokosten aus. Es werden nicht die gesamten Kosten einer Reise refundiert. Alles was über die Stornokosten hinausgeht, muss von der Schule/Erziehungsberechtigten vom Unternehmen zurückgefordert werden.

Welche Stornokosten sind gerechtfertigt?

Der Fonds erstattet unabhängig davon zurück, ob Stornokosten möglicherweise überhöht sind oder nicht. Die Republik Österreich als Träger des Fonds behält sich aber vor, bei überhöhten oder ungerechtfertigten Stornokosten rechtliche Schritte gegen die betroffenen Vertragspartner einzuleiten. Legen Sie bei gegebenenfalls überschießenden Stornokosten bitte einen Rückforderungsvorbehalt ein, indem Sie den Vertragspartner schriftlich darauf hinweisen, dass Stornokosten gegebenenfalls zurückgefordert werden, weil Sie sie nicht für gerechtfertigt halten. Leitlinien darüber, welche Stornokosten gerechtfertigt sind, finden sich in den Juristischen Guidelines für Lehrkräfte sowie in der Vereinbarung WKO/BMBWF.

ACHTUNG: Maturareisen oder private Sport- und Sprachreisen sind keine Schulveranstaltungen und daher leider nicht einreichfähig!

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind ab 27. April 2020 Schulen nach dem Schulorganisationsgesetz oder Höhere land- und forstwirtschaftliche Lehranstalten und die Forstfachschule des Bundes.

Die Schule tritt als Sammelantragsteller für die Erziehungsberechtigten bzw. eigenberechtigten Schülerinnen und Schüler auf und bestätigt damit, dass die angesuchten Kosten im Rahmen von genehmigten Schulveranstaltungen nach § 3 COVID-19- Schulstornofonds-Gesetz entstanden sind.

„Fast Track“-Verfahren für einen schnelleren Antragsprozess

Um das Antragsverfahren zu erleichtern, wurde ein „Fast Track“-Verfahren aufgesetzt, mit dem der Antragsprozess vereinfachter ablaufen wird. Es wurde mit den Unternehmern eine Vereinbarung über die Höhe der Stornokosten, die sie verrechnen geschlossen. Unternehmen übermitteln dabei dem OeAD Informationen über Veranstaltungen, damit eine Antragsprüfung schneller möglich ist. Die Schulen/Erziehungsberechtigen erhalten ihr Geld vom Unternehmer zurück, der OeAD übermittelt die anfallenden Stornokosten direkt den Unternehmern. Die Schule bestätigt in den beiden unterschriebenen Vorlagen „Schulbestätigung“ und „Unternehmerinformation“ die Richtigkeit und lädt die Dokumente im Antragsformular Fast Track hoch.

Darüber hinaus folgen diese Unternehmen der gemeinsamen Empfehlung von BMBWF und dem Fachverband für Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich zur Verrechnung von Stornokosten.

Wir bitten Schulen, die bei folgenden Pauschalreiseanbietern gebucht haben, die Kosten über das spezielle Fast Track Antragsformular einzureichen.

  • SFA Sprach-, Bildungs- und Kulturreisen GmbH
  • H2 Cando GmbH
  • young austria - Österreichs Erlebnisgästehäuser GmbH
  • young austria International Gmbh und CoKG
  • Bacher-Touristik GmbH
  • Cooltours-GmbH
  • Kärnten Aktiv Veranstaltungs-Catering GmbH
  • Jugend aktiv Veranstaltungs-GmbH
  • NaWi-Reisen GmbH - Naturwissenschaftliche Exkursionen

Der Fachverband für Reisebüros der Wirtschaftskammer Österreich und das BMBWF haben gemeinsam eine Empfehlung entwickelt, wie mit Stornokosten umgegangen werden soll. Diese Vereinbarung sieht vor, dass für Reisen, die vor Ostern*) stattgefunden hätten, keine Stornokosten verrechnet werden sollen, ab dem 14.4. maximal 15% und ab Mitte Juni maximal 10% der Buchungskosten je nach den Bestimmungen der jeweiligen AGB.

*) Ausnahmen: siehe Vereinbarung

Einreichfrist: Ab 27.4.2020 bis 30.09.2020. Die Unterlagen müssen spätestens bis 30.09.2020 beim Fonds einlangen.