Wissenschaft für alle? Hard-to-reach-groups in Citizen Science und Wissenschaftskommunikation

FachveranstaltungCitizen ScienceWissenschaftskommunikation

Mit einem Anspruch Wissenschaft zu demokratisieren und die breite Bevölkerung aktiv einzubinden, richten Wissenschaftskommunikation und Citizen Science ihr Augenmerk zunehmend auf sogenannte „schwer erreichbare Zielgruppen“. Doch wer oder was sind schwer erreichbare Zielgruppen? Welche Strategien erweisen sich als hilfreich und effektiv? Wie kann Diversität und Inklusion gewährleistet werden?

Das OeAD-Zentrum für Citizen Science möchte diese Fragestellungen mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen, Disziplinen und Institutionen im Rahmen einer Keynote und einer anschließenden Podiumsdiskussion reflektieren und durch Praxisbeispiele aufzeigen, wie „Hard-to-reach-groups“ bestmöglich erreicht werden können.

Das Programm


Zu den Vortragenden

Philipp Schrögel | Universität Heidelberg
Philipp Schrögel hat Physik an der Universität Erlangen-Nürnberg und Public Policy an der Harvard Kennedy School of Government studiert. Von Februar 2016 bis März 2021 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seit April 2021 ist er an der Universität Heidelberg tätig. Neben seiner Forschung in den Bereichen Wissenschaftskommunikation und Bürgerbeteiligung ist er als Dialoggestalter und Moderator tätig. Als Leiter des Forschungsprojekts Wissenschaft für alle am KIT untersuchte er, wie Wissenschaftskommunikation mit bisher nicht erreichten Gruppen gelingen kann.

Karoline Iber | Kinderbüro Universität Wien gGmbH
Karoline Iber ist Geschäftsführerin des Kinderbüros, Gründerin der KinderuniWien und Präsidentin des Europäischen Kinderuninetzwerks. Mit Kinderuni on Tour werden Kinder und Jugendliche an öffentlichen Orten in Wien wie z.B. Parks oder Plätze in Gemeindebauten aufgesucht. Mit dem Uniclub hat das Kinderbüro ein internationales Vorzeigeprojekt für studieninteressierte Jugendliche mit Fluchterfahrung gesetzt. Ihr beruflicher Background ist die Bildungswissenschaft, Organisationsentwicklung und Behindertenarbeit.

Barbara Streicher | ScienceCenter-Netzwerk
Barbara Streicher ist Geschäftsführerin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk. Sie hat Molekulargenetik an der Universität Wien studiert und leitet die internationale Arbeitsgruppe „Equity@Ecsite“, die sich mit Fragen von equity, diversity und inclusion im Kontext von Wissenschaftsvermittlung beschäftigt. Seit 2013 werden im Rahmen des vom ScienceCenter-Netzwerk ins Leben gerufenen Projekts Wissens°raum leerstehende Geschäftslokale in Wien in Pop-up-Science-Center im Grätzel umgewandelt. Eine der Besonderheiten des Projekts ist u.a., dass nicht nur die Besucherinnen und Besucher sondern auch die Vermittlerinnen und Vermittler unterschiedliche Muttersprachen und die verschiedensten kulturellen Hintergründe mitbringen.

Manfred Tscheligi | AIT Austrian Institute of Technology GmbH & Universität Salzburg
Manfred Tscheligi hat eine Professur für Human-Computer Interaction & Usability an der Universität Salzburg, wo er das Center for Human-Computer Interaction leitet. Des Weiteren leitet er das Center for Technology Experience am AIT. Manfred Tscheligi war Projektkoordinator des Sparkling-Science-Projekts BlindBits, in dem ein barrierefreier Level-Editor und Player von Orientierungstrainingsspielen für blinde Schülerinnen und Schüler entwickelt wurde.

Veronika Wöhrer | Universität Wien
Veronika Wöhrer hat die Professur für Bildung und Ungleichheit an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft an der Uni Wien und beschäftigt sich in ihrer Forschung u.a. mit intersektionalen Analysen von Bildung und Ungleichheit sowie partizipativen Methoden. Im Rahmen des Sparkling-Science-Projektes Grenzgänge kooperierte sie mit der Integrativen Lernwerkstatt Brigittenau, in der in altersübergreifenden, sozial und ethnisch gemischten Klassen unterrichtet wird. Derzeit leitet Veronika Wöhrer die österreichische Fallstudie des Horizon-2020-Projektes CoAct - Co-Designing Citizen Social Science for Action, in dem partizipative Forschung mit Jugendlichen in Maßnahmen der Ausbildung bis 18 durchgeführt wird.

Moderation

Klaus Taschwer | Tageszeitung "Der Standard"

Klaus Taschwer hat Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Wien studiert. Er arbeitete als Lektor u.a. an der Universität Klagenfurt und war Mitbegründer und Ko-Leiter des Universitätslehrgangs „SciMedia“ für Wissenschaftskommunikation. 2013 war Klaus Taschwer erster Journalist-in-Residence am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Seit 2007 ist er Wissenschaftsredakteur der Tageszeitung "Der Standard". Außerdem veröffentlichte er mehrere Bücher zur österreichischen (Wissenschafts-)Geschichte im 20. Jahrhundert.

Anmeldung

Die Anmeldung ist bis 18. Mai 2021 möglich.

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18. Mai 2021 14:00 bis 16:00 Online OeAD-Zentrum für Citizen Science Veranstaltung im iCal-Format speichern