Entwicklungsforschung

Zwei Personen mit Globus aus Karton © Gianmaria Gava/OeAD

Hochschulpartnerschaften (APPEAR) mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Schwerpunktländern und -regionen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) verbessern die Lern-, Lehr- und Forschungsbedingungen in infrastrukturschwachen Ländern und schaffen neue Zugänge zur internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Die APPEAR-Partnerschaft zu „Professional Social Work in East Africa“ zum Beispiel gibt Hochschulen aus Österreich, Uganda, Kenia, Tansania, Ruanda und Burundi die Möglichkeit, gemeinsam zum Thema Sozialarbeit zu forschen, Lehrpläne zu verbessern und Sozialarbeit als Beruf zu stärken. Unter dem übergeordneten Ziel der Armutsreduktion werden Probleme partnerschaftlich bearbeitet und Ergebnisse präsentiert.

Stipendiat/innen aus APPEAR-Partnerländern tragen maßgeblich zur Stärkung der Humanressourcen in den Herkunftsländern bei und bereichern die österreichische Hochschul- und Forschungslandschaft im Sinne der Internationalisierung der Wissenschaften.

Die vom BMBWF finanzierte Plattform „The Austrian-African Research Network-UniNet“ wurde gegründet, um langfristige, stabile Kooperationen zwischen österreichischen Hochschulen und afrikanischen Universitäten zu ermöglichen. Das Netzwerk fördert neue Kontakte, wissenschaftliche Kooperationen, auch innovative und partizipative Forschungsprojekte, die sich thematisch auf die SDGs beziehen. Beim 1. Call des Netzwerkes wurden bis Ende September 2020 insgesamt 50 Forschungsanträge eingereicht, 33 davon von Universitäten aus 11 afrikanischen Ländern.

Das 2019 erstmals ausgeschriebene, vom BMBWF finanzierte Programm Kooperation Entwicklungsforschung ist ein Förderprogramm zur Unterstützung von Entwicklungsforschungsprojekten. Ziel ist es, anwendungsorientierte Kooperationsprojekte österreichischer Hochschul- und Forschungseinrichtungen mit Einrichtungen in Ländern des Globalen Südens zu unterstützen, um damit zur Analyse und Lösung lokaler Herausforderungen sowie zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) beizutragen. Gefördert werden Mobilitäts- und Sachkosten von Forschenden an österreichischen und internationalen Partnerhochschulen und Forschungseinrichtungen im Rahmen von ein bis dreijährigen Forschungsprojekten.

Bis Ende 2018 hat die Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) 102 Forschungsprojekte zwischen österreichischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Partnerinstitutionen in 42 infrastrukturschwachen und armutsgefährdeten Ländern der OECD DAC-Liste gefördert.

Der Bereich Wissenschaft und Forschung für Entwicklungszusammenarbeit organisiert im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit eine Reihe von Aktivitäten: Von fachspezifischen Round Tables und Diskussionsrunden über entwicklungspolitische Filmtage bis hin zur Produktion regelmäßiger Radiosendungen (2 x pro Monat) unter dem Titel „Welt im Ohr“ in Kooperation mit ORF Ö1 Campus.

Publikationen von und über Projekte, die durch das Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development (APPEAR) bzw. von der Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) gefördert wurden.