Drittstaatenangehörige

Wenn Sie keine EU/EWR oder Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen, sind Sie sogenannter "Drittstaatsangehöriger" und benötigen zur Einreise nach und zum Aufenthalt in Österreich einen Einreise- oder Aufenthaltstitel.

Wählen Sie die Informationen nach Ihrer Aufenthaltsdauer und nach Ihrem Aufenthaltszweck aus:

Studierende: Aufenthalt bis sechs Monate

Wenn Sie nicht länger als sechs Monate in Österreich studieren wollen, benötigen Sie zur Einreise und zum Aufenthalt in Österreich entweder

  • ein Reisevisum C ("Schengenvisum"): Für Aufenthalte bis maximal 90 Tage je Zeitraum von 180 Tagen im gesamten Schengenraum (nicht erforderlich wenn Sie visumfrei einreisen dürfen)

oder

  • ein Aufenthaltsvisum D: Für Aufenthalte von mindestens 91 Tagen bis maximal sechs Monate in Österreich, während des erlaubten Aufenthaltes in Österreich ist ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen im gesamten Schengenraum möglich. (nicht erforderlich wenn Sie japanische/r Staatsangehörige/r sind)

Das Visum müssen Sie vor der Einreise nach Österreich persönlich bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat beantragen. Im Anschluss wird es von dieser Behörde selbst ausgestellt.

Wichtige Information für US-amerikanische und kanadische Austauschstudierende/Fulbright Stipendiat/innen

Achtung: Halten Sie sich bereits mit einem Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates im Schengenraum auf, kann ein Visum für eine Einreise nach Österreich nur bei den österreichischen Vertretungsbehörden in Bratislava, Ljubljana oder München beantragt werden.

Achtung: Ein Visum (Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D) kann in Österreich weder beantragt noch verlängert werden!

Wenn Sie visumfrei nach Österreich einreisen dürfen, benötigen Sie für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen (japanische Staatsangehörige bis zu 180 Tagen, gilt nur für Österreich!) kein Visum. Sie dürfen während der Dauer des visumfreien Aufenthalts in Österreich einen Antrag für einen Aufenthaltstitel stellen.

In einigen Fällen besteht auch nach der Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D die Berechtigung, bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel zu stellen. Davon erfasst sind zum Beispiel Studierende im Rahmen von Aus-, Weiterbildungs- und Forschungsprogrammen der Europäischen Union, Studierende mit bestimmten österreichischen Stipendien oder Studierende mit österreichischen Reife- oder Diplomprüfungszeugnissen, die eine "Aufenthaltsbewilligung – Studierender" beantragen möchten.

In allen Fällen ist jedoch zu beachten, dass die Antragstellung für die Aufenthaltsbewilligung allein kein Bleiberecht über die Dauer des visumfreien bzw. im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus verschafft.

Achtung: Der visumfreie Aufenthalt bezieht sich auf den gesamten Schengenraum, das bedeutet dass Tage die Sie sich in anderen Schengenländern aufhalten zu den 90 Tagen zählen!

Das Reisedokument (samt Visum) sollten Sie als Nachweis der Aufenthaltsberechtigung in Österreich immer mit sich führen. Für die Antragstellung benötigen Sie:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular: Visum C | Visum D
  • Zwei Passfotos gemäß ICAO-Kriterien (in Farbe, Größe 3,5 x 4,5 cm): www.passbildkriterien.at/oesterreich.html
  • gültiger Reisepass und eine Kopie aller Seiten mit Eintragungen und Stempeln
  • Nachweis der Unterkunft in Österreich wie z.B. durch Mietvertrag, Benützungsvereinbarung mit einem Studentenheim, Reservierungsbestätigung der OeAD-WohnraumverwaltungsGmbH, private Wohnrechtsvereinbarung
  • Nachweis einer in Österreich leistungspflichtigen Reisekranken- und Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von mindestens 30.000 Euro
  • Nachweis über die Finanzierung Ihres Aufenthalts in Österreich z.B. mittels Sparbuch oder Bankguthaben, nachgewiesener Ankauf von Traveller Cheques, Verpflichtungserklärung einer in Österreich lebenden Person oder in Österreich ansässigen Einrichtung
  • Zulassungsbescheid der Hochschule
  • eventuell Rückflugticket

Die österreichische Vertretungsbehörde kann im Einzelfall die Vorlage weiterer Dokumente verlangen.

Schengen-Staaten sind: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Österreich, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn.

Familienangehörige von Studierenden können bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Wohnsitzstaat ein Reisevisum C oder ein Aufenthaltsvisum D beantragen oder je nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer visumfrei einreisen.

Achtung: Innerhalb von drei Werktagen nach der Einreise nach Österreich müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden!

Forschende, Gastvortragende, Wissenschaftler/innen: Aufenthalt bis sechs Monate

Wenn Sie nicht länger als sechs Monate in Österreich forschen wollen, benötigen Sie zur Einreise und zum Aufenthalt in Österreich entweder

  • ein Reisevisum C als Erwerbsvisum ("Visum C - Erwerb"): Für Aufenthalte bis maximal 90 Tage je Zeitraum von 180 Tagen, während dieses Zeitraumes ist ein Aufenthalt im gesamten Schengenraum möglich. Die Erwerbstätigkeit darf jedoch nur in Österreich ausgeübt werden. (auch erforderlich wenn Sie visumfrei einreisen dürfen)

oder

  • ein Aufenthaltsvisum D als Erwerbsvisum ("Visum D - Erwerb"): Für Aufenthalte von mindestens 91 Tagen bis maximal sechs Monate in Österreich, während des erlaubten Aufenthaltes in Österreich ist ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen im gesamten Schengenraum möglich. Die Erwerbstätigkeit darf jedoch nur in Österreich ausgeübt werden.

Das Visum müssen Sie vor der Einreise nach Österreich persönlich bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat beantragen. Es wird von dieser Behörde selbst ausgestellt.

Achtung: Halten Sie sich bereits mit einem Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates im Schengenraum auf, kann ein Visum für eine Einreise nach Österreich nur bei den österreichischen Vertretungsbehörden in Bratislava, Ljubljana oder München beantragt werden!

Achtung: Ein Visum (Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D) kann in Österreich weder beantragt noch verlängert werden!

In einigen Fällen besteht nach der Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D jedoch die Berechtigung, bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel zu stellen. Davon erfasst sind einerseits wissenschaftlich Lehrende und Forschende, die eine "Aufenthaltsbewilligung – Forscher" anstreben sowie anderseits wissenschaftlich Lehrende und Forschende, Studierende im Rahmen von Aus-/Weiterbildungs-/Forschungsprogrammen der Europäischen Union und Studierende mit bestimmten österreichischen Stipendien, die eine "Aufenthaltsbewilligung Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" beantragen möchten.

In allen Fällen ist jedoch zu beachten, dass die Antragstellung allein kein Bleiberecht über die Dauer des im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus verschafft.

Achtung: Nach visumfreier Einreise oder Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D, welches nicht den Zusatz "Erwerb" beinhaltet, ist die Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Österreich nicht gestattet! Sie sollten das Reisedokument samt Visum als Nachweis der Aufenthaltsberechtigung in Österreich immer mit sich führen.

Für die Antragstellung benötigen Sie:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular: Visum C | Visum D
  • Zwei Passfotos gemäß ICAO-Kriterien (in Farbe, Größe 3,5 x 4,5 cm): www.passbildkriterien.at/oesterreich.html
  • gültiger Reisepass und eine Kopie aller Seiten mit Eintragungen und Stempeln
  • Nachweis der Unterkunft in Österreich wie Mietvertrag, Benützungsvereinbarung mit Studentenheim, Reservierungsbestätigung der OeAD-WohnraumverwaltungsGmbH, private Wohnrechtsvereinbarung
  • Nachweis einer in Österreich leistungspflichtigen Reisekranken- und Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von mindestens 30.000 Euro
  • Nachweis über Ihre Tätigkeit und die Finanzierung Ihres Aufenthalts in Österreich wie Dienstvertrag mit der Forschungsinstitution
  • eventuell Rückflugticket

Die österreichische Vertretungsbehörde kann im Einzelfall die Vorlage weiterer Dokumente verlangen.

Eine zusätzliche Beschäftigungsbewilligung oder eine Entsendebestätigung sind für die oben genannten Zwecke nicht erforderlich. Eine Erwerbstätigkeit, die über die vom Ausländerbeschäftigungsgesetz ausgenommene Tätigkeit hinausgeht, ist nicht gestattet.

Für ein Visum D - Erwerb ist eine Pauschalgebühr von 100 Euro zu bezahlen. Für Stipendiatinnen/Stipendiaten und Forscher/innen ist dieses Visum gebührenfrei. An Studierende und sonstige wissenschaftlich tätige Personen an österreichischen Universitäten und Hochschulen kann das Visum ebenfalls gebührenfrei erteilt werden.

Schengen-Staaten sind: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn.

Familienangehörige von wissenschaftlich Lehrenden und Forschenden können bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Wohnsitzstaat ein Reisevisum C oder ein Aufenthaltsvisum D beantragen oder je nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer visumfrei einreisen.

Achtung: Innerhalb von drei Werktagen nach der Einreise nach Österreich müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden!

Studierende ohne Zulassungsprüfung: Aufenthalt über sechs Monate

Antragstellung vor der Einreise (Auslandsantragstellung)

Grundsätzlich muss ein Antrag für eine Aufenthaltsbewilligung vor der Einreise nach Österreich persönlich bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat gestellt werden. Der Antrag wird von der Vertretungsbehörde nach Österreich weitergeleitet und von der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland bearbeitet. Da Sie die Entscheidung im Wohnsitzstaat abwarten müssen, sollten Sie den Antrag mindestens drei Monate vor der beabsichtigten Einreise einbringen.

Wenn die Aufenthaltsbehörde im Inland eine Bewilligung erteilen will, erhalten Sie von der Vertretungsbehörde im Herkunftsstaat eine Verständigung und auf Antrag ein Visum D zur Einreise nach Österreich. Dieser Visumsantrag muss binnen drei Monaten nach der Verständigung erfolgen. Im Anschluss kann die Aufenthaltsbewilligung bei der Aufenthaltsbehörde im Inland binnen sechs Monaten ab der Verständigung abgeholt werden, jedenfalls aber innerhalb der Gültigkeitsdauer des Visums.

Die meisten Studierenden entscheiden sich für den Aufenthaltstitel "Aufenthaltsbewilligung - Studierender".

Antragstellung nach der Einreise (Inlandsantragstellung) In manchen Fällen können Studierende einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland stellen:

  • Wenn Sie zur visumfreien Einreise berechtigt sind oder mit einem Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates eingereist sind

oder

  • Wenn Sie bestimmte österreichische Stipendien zuerkannt bekommen haben auch dann, wenn Sie mit einem Visum eingereist sind

oder

  • Wenn Sie im Rahmen von Aus-/Weiterbildungs-/Forschungsprogrammen der Europäischen Union nach Österreich kommen auch dann, wenn Sie mit einem Visum eingereist sind

Achtung: Die Antragstellung verschafft kein Bleiberecht über die Dauer des rechtmäßigen Aufenthalts hinaus! Die Aufenthaltsbewilligung sollte daher möglichst rasch nach der Einreise beantragt werden.

Für eine "Aufenthaltsbewilligung - Studierender " benötigen Sie folgende Dokumente:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular: "Aufenthaltsbewilligung -Studierender" | Ausfüllhilfe "Aufenthaltsbewilligung - Studierender"
  • Zwei Passfotos gemäß ICAO-Kriterien (in Farbe, Größe 3,5 x 4,5 cm)
  • gültiger Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Zulassungsbescheid (Aufnahmebestätigung) der Universität oder Fachhochschule oder sonstigen Bildungseinrichtung
  • Nachweis der Finanzierung des Aufenthalts [2017]:
    • Studierende bis zum 24. Lebensjahr: 491,43 Euro/Aufenthaltsmonat
    • Studierende ab dem 24. Lebensjahr: 889,84 Euro/Aufenthaltsmonat (maximal für zwölf Monate im Voraus)
      z.B. durch Guthaben auf einem Sparbuch, Konto bei einer Bank, auf welches von Österreich zugegriffen werden kann, Haftungserklärung einer in Österreich lebenden Person, Nachweis des Ankaufs von Traveller Cheques in entsprechendem Ausmaß oder Stipendienbestätigung
      Übersteigt die Unterkunftsmiete 284,32 Euro/Monat, sind entsprechende zusätzliche Mittel nachzuweisen
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine Unterkunft z.B. durch Mietvertrag, Wohnrechtsvereinbarung oder Reservierungsbestätigung der OeAD-Wohnraumverwaltungs-GmbH
  • Krankenversicherungsnachweis ("Reisekrankenversicherung") von der Einreise bis zur Aufnahme des Studiums in Österreich oder bis zur Anmeldung zur Studierendenselbstversicherung. Die Anmeldung zur Studierendenselbstversicherung bei der Gebietskrankenkasse ist auf Aufforderung der Aufenthaltsbehörde im Inland nachzuweisen
  • polizeiliches Führungszeugnis (wo verfügbar)

Sie müssen alle Dokumente im Original und in Kopie vorlegen. Alle Urkunden müssen in beglaubigter Form, alle nicht deutschsprachigen Dokumente mit beglaubigter deutscher Übersetzung vorgelegt werden. Für die "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" ist eine Gebühr von 120 Euro zu bezahlen. Bei der Antragstellung bei der österreichischen Vertretungsbehörde im Wohnsitzstaat müssen Sie 80 Euro samt zusätzlichen EUR 20 Euro Personalisierungsgebühr bezahlen. Den Restbetrag in Höhe von 20 Euro bezahlen Sie bei Abholung in Inland. Eventuell können zusätzliche Gebühren anfallen.

Die Aufenthaltsbewilligung wird im Scheckkartenformat mit Lichtbild ausgestellt und dient auch als Identitätsdokument. Sie sollten die Aufenthaltsbewilligung in Österreich immer mit sich führen bzw. in der Nähe bereithalten.

Familienangehörige

Familienangehörige von Studierenden (Ehegatten, minderjährige unverheiratete Kinder) haben die Möglichkeit, jeweils eine "Aufenthaltsbewilligung - Familiengemeinschaft " zu beantragen (Antragsformular).

Die Antragstellung erfolgt grundsätzlich bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Wohnsitzstaat und sollte zumindest drei Monate vor der beabsichtigten Einreise erfolgen. Familienangehörige, die zur visumfreien Einreise berechtigt sind oder mit einem Aufenthaltstitel eines anderen EU-Mitgliedsstaates einreisen haben auch die Möglichkeit, den Antrag nach der Einreise persönlich bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland zu stellen.

Neben der gültigen "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" des/der studierenden Angehörigen sind die oben genannten Dokumente für jede/n antragstellende/n Familienangehörigen vorzulegen.

Weiters ist ein Finanzierungsnachweis in Höhe von insgesamt [2017]:

  • Für Ehepaare 1.334,17 Euro/Aufenthaltsmonat
  • Pro Kind zusätzliche 137,30 Euro/Aufenthaltsmonat sowie Nachweise über die Angehörigeneigenschaft (wie Heiratsurkunde) und die Familiengemeinschaft im Heimatland erforderlich.

Zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit benötigen Familienangehörige von Studierenden eine Beschäftigungsbewilligung, die das Arbeitsmarktservice allerdings nur nach Durchführung einer Arbeitsmarktprüfung erteilen darf. Bei der Arbeitsmarktprüfung wird geprüft, ob die angestrebte freie Stelle nicht mir österreichischen oder integrierten ausländischen Arbeitskräften besetzt werden kann.

Hinweise

Innerhalb von drei Werktagen nach der Einreise müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden. Wenn Sie in Österreich neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, erkundigen Sie sich unbedingt vor Aufnahme der Tätigkeit nach den gesetzlichen Voraussetzungen. Eine illegale Erwerbstätigkeit kann zu Geld- und Haftstrafen sowie zur Ausweisung aus Österreich führen. Weitere Informationen finden Sie in der Kategorie Arbeiten in Österreich.

Vor Ablauf der "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" kann die Verlängerung des Aufenthaltstitels beantragt werden.

Studierende, die ein Masterstudium bzw. ein Diplomstudium zumindest ab dem zweiten Studienabschnitt an einer österreichischen Universität, Fachhochschule oder akkreditierten Privatuniversität absolviert haben, können nach Studienabschluss unter bestimmten Voraussetzungen auf den Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot - Karte " wechseln.

Während der Gültigkeit des Aufenthaltstitels "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" sind Sie zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten (Belgien, Lettland, Portugal, Dänemark, Liechtenstein, Schweden, Deutschland, Litauen, Schweiz, Estland, Luxemburg, Slowakei, Finnland, Malta, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Griechenland, Norwegen, Tschechische Republik, Island, Österreich, Ungarn, Italien und Polen) für eine maximale Dauer von drei Monaten berechtigt.

Studierende mit Zulassungsprüfung: Aufenthalt über sechs Monate

Antragstellung vor der Einreise

Falls Sie zur Aufnahme an der österreichischen Hochschule eine Zulassungs- oder Aufnahmeprüfung absolvieren müssen, müssen Sie wie folgt vorgehen (sofern Sie nicht visumfrei einreisen dürfen):

Die Universität stellt Ihnen auf Antrag einen "bedingten Zulassungsbescheid" aus. Mit dem bedingten Zulassungsbescheid und allen anderen notwendigen Unterlagen (siehe Abschnitt 1 oben) stellen Sie persönlich einen Antrag für eine Aufenthaltsbewilligung bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde.

Finanzierung sowie Unterkunft müssen jedoch vorläufig nur "glaubhaft" gemacht werden wie durch eine Bestätigung der Eltern über Unterhaltszahlungen, durch einen Vorvertrag für die Unterkunft oder eine Anmeldung in einem Studentenwohnheim.

Da Sie die Bearbeitung des Antrages im Ausland abwarten müssen, sollten Sie den Antrag auf Aufenthaltsbewilligung mindestens drei Monate vor dem Termin der Zulassungs- bzw. Aufnahmeprüfung einbringen.

Im Falle einer positiven Entscheidung der Inlandsbehörde über den Antrag, stellen Sie bei der Vertretungsbehörde einen weiteren Antrag für ein Visum D zur Einreise nach Österreich. Die Vertretungsbehörde stellt das Visum D für vier Monate Gültigkeit aus.

Sie reisen mit dem Visum D zur Absolvierung der Zulassungsprüfung nach Österreich ein. Nach erfolgreich absolvierter Prüfung müssen Sie neben dem endgültigen Zulassungsbescheid oder der endgültigen Aufnahmebestätigung konkrete Nachweise der Finanzierung und der Unterkunft bei der zuständigen Inlandsbehörde in Österreich vorlegen (Beispiele siehe unter Abschnitt 1 oben), um ihre Aufenthaltsbewilligung in Empfang nehmen zu können. Die Abholung der Aufenthaltsbewilligung muss jedenfalls innerhalb der Gültigkeitsdauer des Visums erfolgen.

Für die Aufenthaltsbewilligung ist eine Pauschalgebühr von EUR 120,00 zu bezahlen. Davon müssen Sie bei Antragstellung EUR 80,00 bei einer Vertretungsbehörde bezahlen. Zusätzlich EUR 20,00 Personalisierungsgebühr. Den Restbetrag von EUR 20 Euro müssen Sie bei Abholung im Inland bezahlen. Eventuell sind zusätzliche Gebühren zu bezahlen.

Antragstellung nach der Einreise

Studierende können in manchen Fällen ausnahmsweise nach der Einreise in Österreich einen Antrag auf eine "Aufenthaltsbewilligung Studierender" stellen. Folgende Fälle kommen in Frage:

  1. Es besteht eine Berechtigung zur visumfreien Einreise nach Österreich (weil eine Ausnahme von der Visumpflicht vorliegt oder bereits über einen Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates verfügt wird)
  2. Es wurde ein Stipendium aus Mitteln einer österreichischen Gebietskörperschaft (Bund, Land, Gemeinde) zuerkannt (dann ist eine Inlandsantragstellung auch nach einer visumpflichtigen Einreise möglich, siehe unten)
  3. Die Einreise nach Österreich erfolgt im Rahmen von Aus- und Weiterbildungsprogrammen der Europäischen Union oder eines auf Gegenseitigkeit beruhenden Austauschprogrammes (dann ist eine Inlandsantragstellung auch nach einer visumpflichtigen Einreise möglich, siehe unten)

In den Fällen 2 und 3 beantragen Sie an einer österreichischen Botschaft ein "Visum D". Hierfür sind alle für die Erteilung der "Aufenthaltsbewilligung" erforderlichen Unterlagen (siehe Checkliste) vorzulegen. Wenn die Unterlagen vollständig sind, werden sie ein "Visum D" mit einer sechsmonatigen Gültigkeitsdauer erhalten und können dann in Österreich bei der zuständigen Inlandsbehörde einen Antrag auf "Aufenthaltsbewilligung Studierender" stellen.

Die Antragstellung verschafft aber kein Bleiberecht über die Dauer des rechtmäßigen Aufenthalts hinaus. Sie sollten die Aufenthaltsbewilligung möglichst rasch nach der nach der Einreise beantragen.

Für die Aufenthaltsbewilligung ist eine Pauschalgebühr von EUR 120,00 zu bezahlen.

Visumfrei

Studierende, welche visumsfrei nach Österreich einreisen dürfen, können ohne Visum an der Prüfung teilnehmen und anschließend die Aufenthaltsbewilligung während ihres visumfreien Aufenthalts in Österreich beantragen.

Für die Antragstellung benötigen Sie folgende Dokumente:

  • vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular für die "Aufenthaltsbewilligung - Studierender "
  • aktuelles Farbfoto in der Größe von 3,5 x 4,5 cm
  • gültiger Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Zulassungsbescheid (Aufnahmebestätigung) einer Universität oder Fachhochschule oder sonstigen Bildungseinrichtung
  • Nachweis der Finanzierung des Aufenthalts: Studierende bis zum 24. Lebensjahr müssen EUR 491,43 pro Monat, ab dem 24. Lebensjahr EUR 889,84 pro Monat - jedoch maximal für 12 Monate im Voraus - nachweisen [Stand 2017], z.B. durch Guthaben auf einem Sparbuch oder Konto bei einer Bank, auf welches von Österreich zugegriffen werden kann oder einer Haftungserklärung einer in Österreich lebenden Person oder Nachweis des Ankaufs von Traveller Cheques in entsprechendem Ausmaß oder Bestätigung über Stipendium.
    Übersteigt die Unterkunftsmiete EUR 284,32 pro Monat, so sind entsprechende zusätzliche Mittel nachzuweisen.
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine Unterkunft wie durch Mietvertrag, Wohnrechtsvereinbarung oder Reservierungsbestätigung der OeAD-WohnraumverwaltungsGmbH
  • Krankenversicherungsnachweis ("Reisekrankenversicherung") von der Einreise bis zur Aufnahme des Studiums in Österreich oder bis zur Anmeldung zur Studierendenselbstversicherung. Die Anmeldung zur Studierendenselbstversicherung bei der Gebietskrankenkasse ist auf Aufforderung der Inlandsbehörde nachzuweisen
  • polizeiliches Führungszeugnis (wo verfügbar)

Hinweis

Sie müssen alle Dokumente im Original und in Kopie vorlegen. Alle Urkunden müssen in beglaubigter Form, alle nicht deutschsprachigen Dokumente mit beglaubigter deutscher Übersetzung vorgelegt werden.

Die Aufenthaltsbewilligung wird in Scheckkartenform mit Lichtbild ausgestellt und dient auch als Identitätsdokument. Sie sollten die Aufenthaltsbewilligung in Österreich immer mit sich zu führen bzw. in der Nähe bereit zu halten.

Familienangehörige

Familienangehörige von Studierenden (Ehegatte, minderjährige unverheiratete Kinder) müssen zur Einreise jeweils eine Aufenthaltsbewilligung "Familiengemeinschaft " beantragen.

Neben einer gültigen Aufenthaltsbewilligung des/der Studierenden sind die oben genannten Dokumente für jede Person vorzulegen. Weiters ist ein Finanzierungsnachweis in Höhe von insgesamt EUR 1.334,17 pro Monat für Ehepaare, zusätzliche EUR 137,30 pro Monat pro Kind [Stand 2017] sowie Nachweise über die Angehörigeneigenschaft (wie Heiratsurkunde) und die Familiengemeinschaft im Heimatland erforderlich.

Zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit benötigen Familienangehörige von Studierenden eine Beschäftigungsbewilligung, die das Arbeitsmarktservice allerdings nur nach Durchführung einer Arbeitsmarktprüfung erteilen darf. Bei der Arbeitsmarktprüfung wird geprüft, ob die angestrebte freie Stelle nicht mir österreichischen oder integrierten ausländischen Arbeitskräften besetzt werden kann.

Sonstige Hinweise

Innerhalb von drei Werktagen nach der Einreise müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden.

Wenn Sie in Österreich neben Ihrem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, erkundigen Sie sich unbedingt vor Aufnahme der Tätigkeit nach den gesetzlichen Voraussetzungen! Eine illegale Erwerbstätigkeit kann zu Geld- und Haftstrafen sowie zur Ausweisung aus Österreich führen. Weitere Informationen finden Sie in der Kategorie Arbeiten in Österreich.

Vor Ablauf der Aufenthaltsbewilligung kann die Verlängerung in Österreich beantragt werden. Studierende, die ein Diplomstudium zumindest ab dem zweiten Studienabschnitt bzw. ein Masterstudium an einer österreichischen Universität, Fachhochschule oder akkreditierten Privatuniversität absolviert und erfolgreich abgeschlossen haben, können unter bestimmten Voraussetzungen einen Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot - Karte" beantragen.

Die Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung berechtigt Sie während der Gültigkeit zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten (Belgien, Lettland, Portugal, Dänemark, Liechtenstein, Schweden, Deutschland, Litauen, Schweiz, Estland, Luxemburg, Slowakei, Finnland, Malta, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Griechenland, Norwegen, Tschechische Republik, Island, Österreich, Ungarn, Italien und Polen) für eine maximale Dauer von drei Monaten.

Forscher/innen, Gastvortragende, Wissenschaftler/innen: Aufenthalt über sechs Monate

"Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit "

Diese Aufenthaltsbewilligung können alle Personen, deren Tätigkeit vom Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) ausgenommen ist, beantragen. Dies sind Stipendiatinnen und Stipendiaten, wissenschaftlich Forschende und Lehrende (ohne "Aufnahmevereinbarung").

Um nach Österreich einreisen zu können, muss zuvor bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat persönlich ein Antrag auf ein ein Aufenthaltsvisum D gestellt werden. Soll die Erwerbstätigkeit sofort nach Einreise aufgenommen werden, muss das Aufenthaltsvisum D als Erwerbsvisum ("Visum D - Erwerb") beantragt werden. Bei Antragstellung für das Visum sind bereits alle für die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung erforderlichen Unterlagen (siehe weiter unten bei Gemeinsame Bestimmungen) vorzulegen. Sind die Unterlagen vollständig, wird das Visum mit einer sechsmonatigen Gültigkeitsdauer ausgestellt. Nach der Einreise kann bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland der Antrag auf die "Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" gestellt werden.

Wenn Sie visumfrei oder mit einem gültigen Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates nach Österreich einreisen dürfen, können Sie die "Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" auch während ihres visumfreien Aufenthalts in Österreich beantragen.

Achtung: Nach visumfreier Einreise oder Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D, welches nicht den Zusatz "Erwerb" beinhaltet, ist die Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Österreich nicht gestattet!

Achtung: Die Beantragung einer "Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" verschafft kein Bleiberecht über die Dauer des visumfreien oder im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus. Die Aufenthaltsbewilligung sollte daher möglichst rasch nach der Einreise beantragt werden.

"Aufenthaltsbewilligung - Forscher"

Wenn Sie mit einer österreichischen Forschungseinrichtung eine "Aufnahmevereinbarung" abgeschlossen haben, besteht auch die Möglichkeit, eine "Aufenthaltsbewilligung - Forscher" zu beantragen.

Um nach Österreich einreisen zu können, muss zuvor bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat persönlich ein Antrag auf ein ein Aufenthaltsvisum D gestellt werden. Soll die Erwerbstätigkeit sofort nach Einreise aufgenommen werden, muss das Aufenthaltsvisum D als Erwerbsvisum ("Visum D - Erwerb") beantragt werden. Bei Antragstellung für das Visum sind bereits alle für die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung erforderlichen Unterlagen (siehe weiter unten bei Gemeinsame Bestimmungen) vorzulegen. Sind die Unterlagen vollständig, wird das Visum mit einer sechsmonatigen Gültigkeitsdauer ausgestellt. Nach der Einreise kann bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland der Antrag auf die "Aufenthaltsbewilligung - Forscher" gestellt werden.

Wenn Sie visumfrei oder mit einem gültigen Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates nach Österreich einreisen dürfen, können Sie die "Aufenthaltsbewilligung - Forscher" auch während ihres visumfreien Aufenthalts in Österreich beantragen.

Achtung: Nach visumfreier Einreise oder Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D, welches nicht den Zusatz "Erwerb" beinhaltet, ist die Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Österreich nicht gestattet!

Achtung: Die Beantragung einer "Aufenthaltsbewilligung - Forscher" verschafft kein Bleiberecht über die Dauer des visumfreien oder im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus! Die Aufenthaltsbewilligung sollte daher möglichst rasch nach der Einreise beantragt werden.

Gemeinsame Bestimmungen

Die "Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" und "Aufenthaltsbewilligung - Forscher" wird in Scheckkartenform mit Lichtbild erteilt und dient auch als Identitätsnachweis. Sie sollten die Aufenthaltsbewilligung in Österreich immer mit sich führen oder in Ihrer Nähe bereit halten.

Für die Antragstellung benötigen Sie:

Sie müssen alle Dokumente im Original und in Kopie vorlegen. Ausländische Urkunden müssen in beglaubigter Form und alle nicht deutschsprachigen Dokumente mit beglaubigter deutscher Übersetzung vorgelegt werden. Eine Beschäftigungsbewilligung oder eine Entsendebestätigung sind nicht erforderlich.

Für die Aufenthaltsbewilligung ist eine Pauschalgebühr von 120 Euro zu bezahlen. Eventuell sind zusätzliche Gebühren zu bezahlen.

Im Regelfall wird die erste Aufenthaltsbewilligung für die Dauer der Beschäftigung, aber höchstens für ein Jahr erteilt, die "Aufenthaltsbewilligung - Forscher" kann bis zu zwei Jahren erteilt werden. Vor Ablauf der Aufenthaltsbewilligung können Sie eine Verlängerung beantragen.

Die Aufenthaltsbewilligung berechtigt Sie während der Gültigkeit zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten für eine maximale Dauer von drei Monaten.

Familienangehörige

Familienangehörige von OeAD-Stipendiat/innen und wissenschaftlich Lehrenden und Forschenden mit Aufenthaltsbewilligung (Ehegatte, minderjährige unverheiratete Kinder) müssen zur Einreise jeweils eine "Aufenthaltsbewilligung Familiengemeinschaft " beantragen.

Sämtliche oben genannte Dokumente müssen auch für jede/n Familienangehörige/n vorgelegt werden, insbesondere eigene Nachweise für die Finanzierung (insgesamt EUR 1.334,17 pro Monat für Ehepaare, zusätzliche EUR 137,30 pro Kind [Stand 2017]), Unterkunft und Krankenversicherung.

Darüber hinaus müssen Nachweise über die Angehörigeneigenschaft (wie Heiratsurkunde) und die Familiengemeinschaft im Heimatland vorgelegt werden.

Nach Erfüllung dieser Voraussetzungen haben die Familienangehörigen freien Zugang zum Arbeitsmarkt und können sohin jede Beschäftigung ohne Beschäftigungsbewilligung ausüben, solange die Angehörigeneigenschaft besteht.

Sonstige Hinweise

Innerhalb von drei Werktagen ab der Einreise nach Österreich müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden.

Wenn Sie in Österreich einer zusätzlichen Beschäftigung nachgehen wollen, müssen Sie die strengen Bestimmungen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes unbedingt beachten! Eine illegale Erwerbstätigkeit kann zu Geld- und Haftstrafen sowie zur Ausweisung aus Österreich führen. Weitere Informationen finden Sie in der Kategorie Arbeiten in Österreich.

Rot-Weiß-Rot – Karte

Folgende Personen können eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" erhalten:

  • Besonders Hochqualifizierte
  • Sonstige Schlüsselkräfte
  • Studienabsolventen

Eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" kann nur erteilt werden, wenn ein adäquater Arbeitsplatz nachgewiesen werden kann.

Eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" kann nur erteilt werden, wenn der Drittstaatsangehörige ein konkretes Arbeitsplatzangebot entsprechend den Qualifikationen nachweisen kann, angemessen entlohnt wird und die speziellen Zulassungskriterien der beantragten "Rot-Weiß-Rot - Karte" erfüllt (Erreichung der Mindestpunkteanzahl; Studienabsolventinnen/Studienabsolventen müssen keine Mindestpunkteanzahl erfüllen).

Die Erteilung der "Rot-Weiß-Rot - Karte" erfolgt in einem One-Stop-Shop Verfahren durch die Niederlassungsbehörde, nachdem das Arbeitsmarktservice (AMS) ein Gutachten über das Vorliegen der Zulassungskriterien und die Einhaltung der Rahmenbedingungen der beachsichtigten Beschäftigung erstellt hat. Die Behörde hat binnen acht Wochen zu entscheiden. Die "Rot-Weiß-Rot - Karte" ist quotenfrei, wird für die Dauer von zwölf Monaten ausgestellt und es bedarf keiner weiteren arbeitsmarktrechlichen Bewilligung mehr.

"Rot-Weiß-Rot - Karte" für besonders Hochqualifizierte

Besonders Hochqualifizierten, die noch keinen Arbeitgeber in Österreich haben, wird, wenn sie die Mindestpunktezahl (mindestens 70 von 100 Punkten) erreichen, von der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde ein Visum zum Zweck der Arbeitssuche für die Dauer von sechs Monaten ausgestellt, um sich vor Ort in Österreich einen Job zu suchen ("Job-seeker-Visum").

Falls während der Gültigkeitsdauer des Visums ein ihrer Qualifikation entsprechender Arbeitsplatz gefunden wird, wird ohne weitere Arbeitsmarktprüfung eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" erteilt.

Können Forscher/innen sofort ein Beschäftigungsangebot (Arbeitsvertrag) vorweisen, können sie selbstverständlich gleich eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" beantragen (entweder persönlich oder durch den Arbeitgeber).

Besonders Hochqualifizierte, die visumsfrei nach Österreich einreisen dürfen, benötigen kein Visum zum Zwecke der Arbeitssuche. Sie können die "Rot-Weiß-Rot - Karte" während ihres rechtmäßigen visumsfreien Aufenthalts in Österreich beantragen, wenn sie innerhalb dieses Zeitraums einen ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz finden.

Zulassungskriterien für besonders Hochqualifizierte

"Rot-Weiß-Rot - Karte" für Schlüsselkräfte

Drittstaatsangehörige, die aufgrund ihrer Qualifikationen eine Stelle als Schlüsselkraft in einem Unternehmen einnehmen sollen, können eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" erteilt bekommen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Mindestentgelt [Stand 2017]
    • unter 30-Jährige: EUR 2.490 brutto pro Monat zuzüglich Sonderzahlungen
    • über 30-Jährige: EUR 2.988 brutto pro Monat zuzüglich Sonderzahlungen
  • Das Arbeitsmarktservice (AMS) kann dem Unternehmen keine gleich qualifizierten Arbeitskräfte, die beim AMS arbeitsuchend vorgemerkt sind, vermitteln (Arbeitsmarktprüfung)
  • Erreichen der Mindestpunktezahl von 50 Punkten

Zulassungskriterien für Schlüsselkräfte

"Rot-Weiß-Rot - Karte" für Studienabsolventinnen/Studienabsolventen

Drittstaatsangehörige, die

  • ein Diplomstudium zumindest ab dem zweiten Studienabschnitt oder
  • ein Masterstudium

an einer österreichischen Universität, Fachhochschule oder akkreditierten Privatuniversität absolviert und erfolgreich abgeschlossen haben, können vor Ablauf ihrer "Aufenthaltsbewilligung Studierender", sofern sie kein dem Ausbildungsniveau entsprechendes Beschäftigungsangebot (Arbeitsvertrag) vorweisen können, bei der zuständigen Niederlassungsbehörde einmalig eine Bestätigung zum Zwecke der Arbeitsuche für die Dauer von sechs Monaten beantragen. Diese Bestätigung ist rechtzeitig vor Auslaufen der Aufenthaltsbewilligung bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde zu beantragen.

Studienabsolventinnen/Studienabsolventen, die innerhalb dieser sechs Monate ein ihrem Ausbildungsniveau entsprechendes Beschäftigungsangebot (Arbeitsvertrag) eines konkreten Arbeitgebers nachweisen, erhalten eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" ohne Arbeitsmarktprüfung, wenn sie

  • ein Mindestbruttoentgelt in der Höhe von EUR 2.241 [2017] zuzüglich Sonderzahlungen erhalten und
  • die allgemeine Voraussetzungen (wie ortsübliche Unterkunft, Krankenversicherungsschutz usw.) erfüllen

Eine Kriterienprüfung nach einem Punktesystem ist nicht vorgesehen.

Verlängerung der "Rot-Weiß-Rot - Karte"

Vor Ablauf der Bewilligung müssen Sie die Verlängerung beantragen. Inhaber/innen einer "Rot-Weiß-Rot - Karte" können eine "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" beantragen, wenn sie innerhalb der letzten zwölf Monate zumindest zehn Monate beschäftigt waren. Die Prüfung führt das Arbeitsmarktservice (AMS) durch.

Mit der "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" haben sie einen unbeschränkten Arbeitsmarktzugang.

Bei Stellung eines Verlängerungsantrags darf sich der Antragsteller bis zur rechtskräftigen Entscheidung über den Antrag weiterhin rechtmäßig in Österreich aufhalten und kann auch weiterhin eine Erwerbstätigkeit ausüben.

Familienangehörige

Familienangehörige von Inhabern einer "Rot-Weiß-Rot - Karte" erhalten eine "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" wenn die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen erfüllt werden.

Allgemeine Erteilungsvoraussetzungen

  • Ausreichende finanzielle Mittel [Stand 2017] Ehepaare EUR 1.334,17 und zusätzlich EUR 137,30 für jedes Kind
  • Krankenversicherung: Nachweis über eine in Österreich leistungspflichtige alle Risiken abdeckende Krankenversicherung. Familienangehörige von Inhabern einer "Rot-Weiß-Rot-Karte" können grundsätzlich mit diesen in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden.
  • Ortsübliche Unterkunft: Nachweis über einen Rechtsanspruch auf eine Unterkunft (z.B. durch Vorlage eines Mietvertrages).

Mit der "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" haben sie einen unbeschränkten Arbeitsmarktzugang. Das heißt, für eine unselbständige Erwerbstätigkeit ist keine weitere Bewilligung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) nötig.

Gegebenenfalls müssen Sie bei der Antragstellung Deutschkenntnisse auf Niveau A1 nachweisen können, eventuell müssen sie binnen zwei Jahren die Integrationsvereinbarung erfüllen.

Hinweise

Die "Rot-Weiß-Rot - Karte" wird in Scheckkartenform mit Lichtbild erteilt, diese dient auch als Identitätsnachweis. Die "Rot-Weiß-Rot - Karte" sollte immer mitgeführt werden. Die "Rot-Weiß-Rot - Karte" wird für die Dauer der Beschäftigung, aber höchstens für zwölf Monate erteilt. Eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" berechtigt Sie während der Gültigkeit zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten (Belgien, Lettland, Portugal, Dänemark, Liechtenstein, Schweden, Deutschland, Litauen, Schweiz, Estland, Luxemburg, Slowakei, Finnland, Malta, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Griechenland, Norwegen, Tschechische Republik, Island, Österreich, Ungarn, Italien, und Polen)für eine maximale Dauer von drei Monaten.

Rot-Weiß-Rot – Karte plus

Die "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" berechtigt Drittstaatsangehörige zur befristeten Niederlassung und zur Ausübung einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit im gesamten Bundesgebiet (unbeschränkter Arbeitsmarktzugang). Sie ist nicht auf eine/n bestimmte/n Arbeitgeber/in beschränkt.

Eine "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" kann erteilt werden für:

  • Inhaber/innen einer "Rot-Weiß-Rot - Karte ", wenn sie innerhalb der letzten zwölf Monate zumindest zehn Monate beschäftigt waren (Verlängerung "Rot-Weiß-Rot – Karte")
  • Inhaber/innen einer "Blauen Karte EU ", wenn sie innerhalb der letzten 24 Monate zumindest 21 Monate beschäftigt waren (Verlängerung "Blaue Karte EU")
  • Familienangehörige von Inhabern/Inhaberinnen einer "Rot-Weiß-Rot – Karte " oder einer "Blauen Karte EU "
  • Familienangehörige von bereits dauerhaft niedergelassenen Drittstaatsangehörigen
  • Inhaber/innen einer "Aufenthaltsbewilligung - Forscher " während zumindest zwei Jahren (Verlängerung "Aufenthaltsbewilligung - Forscher")

Checkliste "Rot-Weiß-Rot – Karte plus"

Verlängerung der "Rot-Weiß-Rot – Karte plus"

Die "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" wird für ein Jahr ausgestellt. Eine Verlängerung des Aufenthaltstitels "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" muss vor Ablauf beantragt werden (frühestens drei Monate im Voraus).

Drittstattsangehörigen, die bereits zwei Jahre rechtmäßig in Österreich niedergelassen waren und das Modul 1 der Integrationsvereinbarung erfüllen, kann eine "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" mit einer Gültigkeitsdauer von drei Jahren ausgestellt werden.

Familienangehörige

Familienangehörige von Inhaber/innen einer "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" erhalten ebenfalls eine "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" wenn die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen erfüllt werden.

Allgemeine Erteilungsvoraussetzungen

  • Ausreichende finanzielle Mittel [Stand 2016] Ehepaare EUR 1.323,58 und zusätzlich EUR 136,21 für jedes Kind
  • Krankenversicherung
  • Nachweis über eine in Österreich leistungspflichtige alle Risiken abdeckende Krankenversicherung. Familienangehörige von Inhaberinnen/Inhabern einer "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" können grundsätzlich mit diesen in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden.
  • Ortsübliche Unterkunft: Nachweis über einen Rechtsanspruch auf eine Unterkunft (z.B. durch Vorlage eines Mietvertrages).

Mit der "Rot-Weiß-Rot-Karte – plus" besteht unbeschränkter Arbeitsmarktzugang. Das heißt, für eine unselbständige Erwerbstätigkeit ist keine weitere Bewilligung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) notwendig.

Gegebenenfalls müssen Familienangehörige bei der Antragstellung jedoch Deutschkenntnisse auf Niveau A1 nachweisen können bzw. binnen zwei Jahren die Integrationsvereinbarung erfüllen.

Hinweise

Die "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" wird im Scheckkartenformat mit Lichtbild erteilt und dient auch als Identitätsnachweis. Sie sollten die "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" zum Nachweis ihres Aufenthaltsrechts immer mitführen oder in der Nähe bereit halten.

Die Aufenthaltsbewilligung bzw. "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" berechtigt Sie während der Gültigkeit zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten (Belgien, Lettland, Portugal, Dänemark, Liechtenstein, Schweden, Deutschland, Litauen, Schweiz, Estland, Luxemburg, Slowakei, Finnland, Malta, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Griechenland, Norwegen, Tschechische Republik, Island, Österreich, Ungarn, Italien und Polen) für eine maximale Dauer von 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen.