Drittstaatenangehörige

Wenn Sie keine EU/EWR oder Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen, sind Sie sogenannter "Drittstaatsangehöriger" und benötigen zur Einreise nach und zum Aufenthalt in Österreich einen Einreise- oder Aufenthaltstitel.

Wählen Sie die Informationen nach Ihrer Aufenthaltsdauer und nach Ihrem Aufenthaltszweck aus;

Studierende: Aufenthalt bis sechs Monate

Wenn Sie nicht länger als sechs Monate in Österreich studieren wollen, benötigen Sie zur Einreise und zum Aufenthalt in Österreich entweder

  • ein Reisevisum C ("Schengenvisum"): Für Aufenthalte bis maximal 90 Tage je Zeitraum von 180 Tagen im gesamten Schengenraum (nicht erforderlich wenn Sie visumfrei einreisen dürfen)

oder

  • ein Aufenthaltsvisum D: Für Aufenthalte von mindestens 91 Tagen bis maximal sechs Monate in Österreich, während des erlaubten Aufenthaltes in Österreich ist ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen im gesamten Schengenraum möglich. (nicht erforderlich wenn Sie japanische/r Staatsangehörige/r sind)

Das Visum müssen Sie vor der Einreise nach Österreich persönlich bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat beantragen. Im Anschluss wird es von dieser Behörde selbst ausgestellt.

Wichtige Information für US-amerikanische und kanadische Austauschstudierende/Fulbright Stipendiat/innen

Achtung: Halten Sie sich bereits mit einem Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates im Schengenraum auf, kann ein Visum für eine Einreise nach Österreich nur bei den österreichischen Vertretungsbehörden in Bratislava, Ljubljana oder München beantragt werden.

Achtung: Ein Visum (Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D) kann in Österreich weder beantragt noch verlängert werden!

Wenn Sie visumfrei nach Österreich einreisen dürfen, benötigen Sie für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen (japanische Staatsangehörige bis zu 180 Tagen, gilt nur für Österreich!) kein Visum. Sie dürfen während der Dauer des visumfreien Aufenthalts in Österreich einen Antrag für einen Aufenthaltstitel stellen.

In einigen Fällen besteht auch nach der Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D die Berechtigung, bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel zu stellen. Davon erfasst sind zum Beispiel Studierende im Rahmen von Aus-, Weiterbildungs- und Forschungsprogrammen der Europäischen Union, Studierende mit bestimmten österreichischen Stipendien oder Studierende mit österreichischen Reife- oder Diplomprüfungszeugnissen, die eine "Aufenthaltsbewilligung – Studierender" beantragen möchten.

In allen Fällen ist jedoch zu beachten, dass die Antragstellung für die Aufenthaltsbewilligung allein kein Bleiberecht über die Dauer des visumfreien bzw. im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus verschafft.

Achtung: Der visumfreie Aufenthalt bezieht sich auf den gesamten Schengenraum, das bedeutet dass Tage die Sie sich in anderen Schengenländern aufhalten zu den 90 Tagen zählen!

Das Reisedokument (samt Visum) sollten Sie als Nachweis der Aufenthaltsberechtigung in Österreich immer mit sich führen. Für die Antragstellung benötigen Sie:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular: Visum C | Visum D
  • Zwei Passfotos gemäß ICAO-Kriterien (in Farbe, Größe 3,5 x 4,5 cm): www.passbildkriterien.at/oesterreich.html
  • gültiger Reisepass und eine Kopie aller Seiten mit Eintragungen und Stempeln
  • Nachweis der Unterkunft in Österreich wie z.B. durch Mietvertrag, Benützungsvereinbarung mit einem Studentenheim, Reservierungsbestätigung der OeAD-WohnraumverwaltungsGmbH, private Wohnrechtsvereinbarung
  • Nachweis einer in Österreich leistungspflichtigen Reisekranken- und Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von mindestens 30.000 Euro
  • Nachweis über die Finanzierung Ihres Aufenthalts in Österreich z.B. mittels Sparbuch oder Bankguthaben, nachgewiesener Ankauf von Traveller Cheques, Verpflichtungserklärung einer in Österreich lebenden Person oder in Österreich ansässigen Einrichtung
  • Zulassungsbescheid der Hochschule
  • eventuell Rückflugticket

Die österreichische Vertretungsbehörde kann im Einzelfall die Vorlage weiterer Dokumente verlangen.

Schengen-Staaten sind: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Österreich, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn.

Familienangehörige von Studierenden können bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Wohnsitzstaat ein Reisevisum C oder ein Aufenthaltsvisum D beantragen oder je nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer visumfrei einreisen.

Achtung: Innerhalb von drei Werktagen nach der Einreise nach Österreich müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden!

Forschende, Gastvortragende, Wissenschaftler/innen: Aufenthalt bis sechs Monate

Wenn Sie nicht länger als sechs Monate in Österreich forschen wollen, benötigen Sie zur Einreise und zum Aufenthalt in Österreich entweder

  • ein Reisevisum C als Erwerbsvisum ("Visum C - Erwerb"): Für Aufenthalte bis maximal 90 Tage je Zeitraum von 180 Tagen, während dieses Zeitraumes ist ein Aufenthalt im gesamten Schengenraum möglich. Die Erwerbstätigkeit darf jedoch nur in Österreich ausgeübt werden. (auch erforderlich wenn Sie visumfrei einreisen dürfen)

oder

  • ein Aufenthaltsvisum D als Erwerbsvisum ("Visum D - Erwerb"): Für Aufenthalte von mindestens 91 Tagen bis maximal sechs Monate in Österreich, während des erlaubten Aufenthaltes in Österreich ist ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen im gesamten Schengenraum möglich. Die Erwerbstätigkeit darf jedoch nur in Österreich ausgeübt werden.

Das Visum müssen Sie vor der Einreise nach Österreich persönlich bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat beantragen. Es wird von dieser Behörde selbst ausgestellt.

Achtung: Halten Sie sich bereits mit einem Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates im Schengenraum auf, kann ein Visum für eine Einreise nach Österreich nur bei den österreichischen Vertretungsbehörden in Bratislava, Ljubljana oder München beantragt werden!

Achtung: Ein Visum (Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D) kann in Österreich weder beantragt noch verlängert werden!

In einigen Fällen besteht nach der Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D jedoch die Berechtigung, bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel zu stellen. Davon erfasst sind einerseits wissenschaftlich Lehrende und Forschende, die eine "Aufenthaltsbewilligung – Forscher" anstreben sowie anderseits wissenschaftlich Lehrende und Forschende, Studierende im Rahmen von Aus-/Weiterbildungs-/Forschungsprogrammen der Europäischen Union und Studierende mit bestimmten österreichischen Stipendien, die eine "Aufenthaltsbewilligung Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" beantragen möchten.

In allen Fällen ist jedoch zu beachten, dass die Antragstellung allein kein Bleiberecht über die Dauer des im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus verschafft.

Achtung: Nach visumfreier Einreise oder Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D, welches nicht den Zusatz "Erwerb" beinhaltet, ist die Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Österreich nicht gestattet! Sie sollten das Reisedokument samt Visum als Nachweis der Aufenthaltsberechtigung in Österreich immer mit sich führen.

Für die Antragstellung benötigen Sie:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular: Visum C | Visum D
  • Zwei Passfotos gemäß ICAO-Kriterien (in Farbe, Größe 3,5 x 4,5 cm): www.passbildkriterien.at/oesterreich.html
  • gültiger Reisepass und eine Kopie aller Seiten mit Eintragungen und Stempeln
  • Nachweis der Unterkunft in Österreich wie Mietvertrag, Benützungsvereinbarung mit Studentenheim, Reservierungsbestätigung der OeAD-WohnraumverwaltungsGmbH, private Wohnrechtsvereinbarung
  • Nachweis einer in Österreich leistungspflichtigen Reisekranken- und Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von mindestens 30.000 Euro
  • Nachweis über Ihre Tätigkeit und die Finanzierung Ihres Aufenthalts in Österreich wie Dienstvertrag mit der Forschungsinstitution
  • eventuell Rückflugticket

Die österreichische Vertretungsbehörde kann im Einzelfall die Vorlage weiterer Dokumente verlangen.

Eine zusätzliche Beschäftigungsbewilligung oder eine Entsendebestätigung sind für die oben genannten Zwecke nicht erforderlich. Eine Erwerbstätigkeit, die über die vom Ausländerbeschäftigungsgesetz ausgenommene Tätigkeit hinausgeht, ist nicht gestattet.

Für ein Visum D - Erwerb ist eine Pauschalgebühr von 100 Euro zu bezahlen. Für Stipendiatinnen/Stipendiaten und Forscher/innen ist dieses Visum gebührenfrei. An Studierende und sonstige wissenschaftlich tätige Personen an österreichischen Universitäten und Hochschulen kann das Visum ebenfalls gebührenfrei erteilt werden.

Schengen-Staaten sind: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn.

Familienangehörige von wissenschaftlich Lehrenden und Forschenden können bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Wohnsitzstaat ein Reisevisum C oder ein Aufenthaltsvisum D beantragen oder je nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer visumfrei einreisen.

Achtung: Innerhalb von drei Werktagen nach der Einreise nach Österreich müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden!

Studierende ohne Zulassungsprüfung: Aufenthalt über sechs Monate

Antragstellung vor der Einreise (Auslandsantragstellung)

Grundsätzlich muss ein Antrag für eine Aufenthaltsbewilligung vor der Einreise nach Österreich persönlich bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat gestellt werden. Der Antrag wird von der Vertretungsbehörde nach Österreich weitergeleitet und von der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland bearbeitet. Da Sie die Entscheidung im Wohnsitzstaat abwarten müssen, sollten Sie den Antrag mindestens drei Monate vor der beabsichtigten Einreise einbringen.

Wenn die Aufenthaltsbehörde im Inland eine Bewilligung erteilen will, erhalten Sie von der Vertretungsbehörde im Herkunftsstaat eine Verständigung und auf Antrag ein Visum D zur Einreise nach Österreich. Dieser Visumsantrag muss binnen drei Monaten nach der Verständigung erfolgen. Im Anschluss kann die Aufenthaltsbewilligung bei der Aufenthaltsbehörde im Inland binnen sechs Monaten ab der Verständigung abgeholt werden, jedenfalls aber innerhalb der Gültigkeitsdauer des Visums.

Die meisten Studierenden entscheiden sich für den Aufenthaltstitel "Aufenthaltsbewilligung - Studierender".

Antragstellung nach der Einreise (Inlandsantragstellung) In manchen Fällen können Studierende einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland stellen:

  • Wenn aufgrund der Staatsangehörigkeit eine Berechtigung zur visumfreien Einreise besteht  oder ein gültiger Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates innegehabt wird auch dann, wenn die Einreise mit einem Visum erfolgt ist

oder

  • Wenn Sie bestimmte österreichische Stipendien zuerkannt bekommen haben - auch dann, wenn die Einreise mit einem Visum erfolgt ist.

oder

  • Wenn Sie im Rahmen von Aus-/Weiterbildungs-/Forschungsprogrammen der Europäischen Union nach Österreich kommen - auch dann, wenn die Einreise mit einem Visum erfolgt ist.

Achtung: Die Antragstellung verschafft kein Bleiberecht über die Dauer des rechtmäßigen Aufenthalts hinaus! Die Aufenthaltsbewilligung sollte daher möglichst rasch nach der Einreise beantragt werden.

Für eine "Aufenthaltsbewilligung - Studierender " benötigen Sie folgende Dokumente:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular:"Aufenthaltsbewilligung -Studierender" | Ausfüllhilfe "Aufenthaltsbewilligung - Studierender"
  • Zwei Passfotos gemäß ICAO-Kriterien (in Farbe, Größe 3,5 x 4,5 cm)
  • gültiger Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Zulassungsbescheid (Aufnahmebestätigung) der Universität oder Fachhochschule oder sonstigen Bildungseinrichtung
  • Nachweis der Finanzierung des Aufenthalts [2017]:
    • Studierende bis zum 24. Lebensjahr: 491,43 Euro/Aufenthaltsmonat
    • Studierende ab dem 24. Lebensjahr: 889,84 Euro/Aufenthaltsmonat (maximal für zwölf Monate im Voraus)
      z.B. durch Guthaben auf einem Sparbuch, Konto bei einer Bank, auf welches von Österreich zugegriffen werden kann, Haftungserklärung einer in Österreich lebenden Person, Nachweis des Ankaufs von Traveller Cheques in entsprechendem Ausmaß oder Stipendienbestätigung
      Übersteigt die Unterkunftsmiete 284,32 Euro/Monat, sind entsprechende zusätzliche Mittel nachzuweisen
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine Unterkunft z.B. durch Mietvertrag, Wohnrechtsvereinbarung oder Reservierungsbestätigung der OeAD-Wohnraumverwaltungs-GmbH
  • Krankenversicherungsnachweis von der Einreise bis zur Aufnahme des Studiums in Österreich oder bis zur Anmeldung zur Studierendenselbstversicherung. Wenn keine Studierendenselbstversicherung besteht, muss eine private, alle Risken abdeckende Krankenversicherung nachgewiesen werden. Die Anmeldung zur Studierendenselbstversicherung bei der Gebietskrankenkasse bzw. die Polizze der privaten Krankenversicherung ist auf Aufforderung der Aufenthaltsbehörde im Inland nachzuweisen
  • polizeiliches Führungszeugnis (wo verfügbar)

Sie müssen alle Dokumente im Original und in Kopie vorlegen. Alle Urkunden müssen in beglaubigter Form, alle nicht deutschsprachigen Dokumente mit beglaubigter deutscher Übersetzung vorgelegt werden. Für die "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" ist eine Gebühr von 120 Euro zu bezahlen. Bei der Antragstellung bei der österreichischen Vertretungsbehörde im Wohnsitzstaat müssen Sie 80 Euro samt zusätzlichen EUR 20 Euro Personalisierungsgebühr bezahlen. Den Restbetrag in Höhe von 20 Euro bezahlen Sie bei Abholung in Inland. Eventuell können zusätzliche Gebühren anfallen.

Die Aufenthaltsbewilligung wird im Scheckkartenformat mit Lichtbild ausgestellt und dient auch als Identitätsdokument. Sie sollten die Aufenthaltsbewilligung in Österreich immer mit sich führen bzw. in der Nähe bereithalten.

Familienangehörige

Familienangehörige von Studierenden (Ehegatten, minderjährige unverheiratete Kinder) haben die Möglichkeit, jeweils eine "Aufenthaltsbewilligung - Familiengemeinschaft " zu beantragen (Antragsformular).

Die Antragstellung erfolgt grundsätzlich bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Wohnsitzstaat und sollte zumindest drei Monate vor der beabsichtigten Einreise erfolgen. Familienangehörige, die zur visumfreien Einreise berechtigt sind haben auch die Möglichkeit, den Antrag nach der Einreise persönlich bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland zu stellen.

Neben der gültigen "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" des/der studierenden Angehörigen sind die oben genannten Dokumente für jede/n antragstellende/n Familienangehörigen vorzulegen.

Weiters ist ein Finanzierungsnachweis in Höhe von insgesamt [2017]:

  • Für Ehepaare 1.334,17 Euro/Aufenthaltsmonat
  • Pro Kind zusätzliche 137,30 Euro/Aufenthaltsmonat sowie Nachweise über die Angehörigeneigenschaft (wie Heiratsurkunde) und die Familiengemeinschaft im Heimatland erforderlich.

Zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit benötigen Familienangehörige von Studierenden eine Beschäftigungsbewilligung, die das Arbeitsmarktservice (AMS) allerdings nur nach Durchführung einer Arbeitsmarktprüfung erteilen darf. Bei der Arbeitsmarktprüfung wird geprüft, ob die angestrebte freie Stelle nicht mir österreichischen oder integrierten ausländischen Arbeitskräften besetzt werden kann.

Hinweise

Innerhalb von drei Werktagen nach der Einreise müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden. Wenn Sie in Österreich neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, erkundigen Sie sich unbedingt vor Aufnahme der Tätigkeit nach den gesetzlichen Voraussetzungen. Eine illegale Erwerbstätigkeit kann zu Geld- und Haftstrafen sowie zur Ausweisung aus Österreich führen. Weitere Informationen finden Sie in der Kategorie Arbeiten in Österreich.

Vor Ablauf der "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" kann die Verlängerung des Aufenthaltstitels beantragt werden.

Studierende, die ein Diplomstudium zumindest ab dem zweiten Studienabschnitt oder ein Bachelor-, Master- oder (PhD-)Doktoratsstudium an einer österreichischen Universität, Fachhochschule oder akkreditierten Privatuniversität absolviert haben, können nach Studienabschluss unter bestimmten Voraussetzungen auf den Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot — Karte" wechseln.

Während der Gültigkeit des Aufenthaltstitels "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" sind Sie zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten (Belgien, Lettland, Portugal, Dänemark, Liechtenstein, Schweden, Deutschland, Litauen, Schweiz, Estland, Luxemburg, Slowakei, Finnland, Malta, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Griechenland, Norwegen, Tschechische Republik, Island, Österreich, Ungarn, Italien und Polen) für eine maximale Dauer von drei Monaten berechtigt.

Studierende mit Zulassungsprüfung: Aufenthalt über sechs Monate

Antragstellung vor der Einreise

Falls Sie zur Aufnahme an der österreichischen Hochschule eine Zulassungs- oder Aufnahmeprüfung absolvieren müssen, müssen Sie wie folgt vorgehen (sofern Sie nicht visumfrei einreisen dürfen):

Die Universität stellt Ihnen auf Antrag einen "bedingten Zulassungsbescheid" aus. Mit dem bedingten Zulassungsbescheid und allen anderen notwendigen Unterlagen (siehe Abschnitt 1 oben) stellen Sie persönlich einen Antrag für eine Aufenthaltsbewilligung bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde.

Finanzierung sowie Unterkunft müssen jedoch vorläufig nur "glaubhaft" gemacht werden wie durch eine Bestätigung der Eltern über Unterhaltszahlungen, durch einen Vorvertrag für die Unterkunft oder eine Anmeldung in einem Studentenwohnheim.

Da Sie die Bearbeitung des Antrages im Ausland abwarten müssen, sollten Sie den Antrag auf Aufenthaltsbewilligung mindestens drei Monate vor dem Termin der Zulassungs- bzw. Aufnahmeprüfung einbringen.

Im Falle einer positiven Entscheidung der Inlandsbehörde über den Antrag, stellen Sie bei der Vertretungsbehörde einen weiteren Antrag für ein Visum D zur Einreise nach Österreich. Die Vertretungsbehörde stellt das Visum D für vier Monate Gültigkeit aus.

Sie reisen mit dem Visum D zur Absolvierung der Zulassungsprüfung nach Österreich ein. Nach erfolgreich absolvierter Prüfung müssen Sie neben dem endgültigen Zulassungsbescheid oder der endgültigen Aufnahmebestätigung konkrete Nachweise der Finanzierung und der Unterkunft bei der zuständigen Inlandsbehörde in Österreich vorlegen (Beispiele siehe unter Abschnitt 1 oben), um ihre Aufenthaltsbewilligung in Empfang nehmen zu können. Die Abholung der Aufenthaltsbewilligung muss jedenfalls innerhalb der Gültigkeitsdauer des Visums erfolgen.

Für die Aufenthaltsbewilligung ist eine Pauschalgebühr von EUR 120,00 zu bezahlen. Davon müssen Sie bei Antragstellung EUR 80,00 bei einer Vertretungsbehörde bezahlen. Zusätzlich EUR 20,00 Personalisierungsgebühr. Den Restbetrag von EUR 20 Euro müssen Sie bei Abholung im Inland bezahlen. Eventuell sind zusätzliche Gebühren zu bezahlen.

Antragstellung nach der Einreise

Studierende können in manchen Fällen ausnahmsweise nach der Einreise in Österreich einen Antrag auf eine "Aufenthaltsbewilligung Studierender" stellen. Folgende Fälle kommen in Frage:

  1. Es besteht eine Berechtigung zur visumfreien Einreise nach Österreich (weil eine Ausnahme von der Visumpflicht vorliegt oder bereits über einen Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates verfügt wird) - auch dann, wenn die Einreise mit einem Visum erfolgt ist
  2. Es wurde ein Stipendium aus Mitteln einer österreichischen Gebietskörperschaft (Bund, Land, Gemeinde) zuerkannt (dann ist eine Inlandsantragstellung auch nach einer visumpflichtigen Einreise möglich, siehe unten)
  3. Die Einreise nach Österreich erfolgt im Rahmen von Aus- und Weiterbildungsprogrammen der Europäischen Union oder eines auf Gegenseitigkeit beruhenden Austauschprogrammes (dann ist eine Inlandsantragstellung auch nach einer visumpflichtigen Einreise möglich, siehe unten)

In den Fällen 2 und 3 beantragen Sie an einer österreichischen Vertretungsbehörde ein "Visum D". Hierfür sind alle für die Erteilung der "Aufenthaltsbewilligung" erforderlichen Unterlagen (siehe Checkliste) vorzulegen. Wenn die Unterlagen vollständig sind, werden sie ein "Visum D" mit einer sechsmonatigen Gültigkeitsdauer erhalten und können dann in Österreich bei der zuständigen Inlandsbehörde einen Antrag auf "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" stellen.

Die Antragstellung verschafft aber kein Bleiberecht über die Dauer des rechtmäßigen Aufenthalts hinaus. Sie sollten die Aufenthaltsbewilligung möglichst rasch nach der nach der Einreise beantragen.

Für die Aufenthaltsbewilligung ist eine Pauschalgebühr von EUR 120,00 zu bezahlen.

Visumfrei

Studierende, welche visumsfrei nach Österreich einreisen dürfen, können ohne Visum an der Prüfung teilnehmen und anschließend die Aufenthaltsbewilligung während ihres visumfreien Aufenthalts in Österreich beantragen.

Für die Antragstellung benötigen Sie folgende Dokumente:

  • vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular für die ""Aufenthaltsbewilligung - Studierender"
  • aktuelles Farbfoto in der Größe von 3,5 x 4,5 cm
  • gültiger Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Zulassungsbescheid (Aufnahmebestätigung) einer Universität oder Fachhochschule oder sonstigen Bildungseinrichtung
  • Nachweis der Finanzierung des Aufenthalts: Studierende bis zum 24. Lebensjahr müssen EUR 491,43 pro Monat, ab dem 24. Lebensjahr EUR 889,84 pro Monat - jedoch maximal für 12 Monate im Voraus - nachweisen [Stand 2017], z.B. durch Guthaben auf einem Sparbuch oder Konto bei einer Bank, auf welches von Österreich zugegriffen werden kann oder einer Haftungserklärung einer in Österreich lebenden Person oder Nachweis des Ankaufs von Traveller Cheques in entsprechendem Ausmaß oder Bestätigung über Stipendium.
    Übersteigt die Unterkunftsmiete EUR 284,32 pro Monat, so sind entsprechende zusätzliche Mittel nachzuweisen.
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine Unterkunft wie durch Mietvertrag, Wohnrechtsvereinbarung oder Reservierungsbestätigung der OeAD-WohnraumverwaltungsGmbH
  • Krankenversicherungsnachweis von der Einreise bis zur Aufnahme des Studiums in Österreich oder bis zur Anmeldung zur Studierendenselbstversicherung. Wenn keine Studierendenselbstversicherung besteht, muss eine private, alle Risken abdeckende Krankenversicherung nachgewiesen werden. Die Anmeldung zur Studierendenselbstversicherung bei der Gebietskrankenkasse bzw. die Polizze der privaten Krankenversicherung ist auf Aufforderung der Aufenthaltsbehörde im Inland nachzuweisen
  • polizeiliches Führungszeugnis (wo verfügbar)

Hinweis

Sie müssen alle Dokumente im Original und in Kopie vorlegen. Alle Urkunden müssen in beglaubigter Form, alle nicht deutschsprachigen Dokumente mit beglaubigter deutscher Übersetzung vorgelegt werden.

Die Aufenthaltsbewilligung wird in Scheckkartenform mit Lichtbild ausgestellt und dient auch als Identitätsdokument. Sie sollten die Aufenthaltsbewilligung in Österreich immer mit sich zu führen bzw. in der Nähe bereit zu halten.

Familienangehörige

Familienangehörige von Studierenden (Ehegatte, minderjährige unverheiratete Kinder) müssen zur Einreise jeweils eine Aufenthaltsbewilligung "Familiengemeinschaft " beantragen.

Neben einer gültigen Aufenthaltsbewilligung des/der Studierenden sind die oben genannten Dokumente für jede Person vorzulegen. Weiters ist ein Finanzierungsnachweis in Höhe von insgesamt EUR 1.334,17 pro Monat für Ehepaare, zusätzliche EUR 137,30 pro Monat pro Kind [Stand 2017] sowie Nachweise über die Angehörigeneigenschaft (wie Heiratsurkunde) und die Familiengemeinschaft im Heimatland erforderlich.

Zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit benötigen Familienangehörige von Studierenden eine Beschäftigungsbewilligung, die das Arbeitsmarktservice (AMS) allerdings nur nach Durchführung einer Arbeitsmarktprüfung erteilen darf. Bei der Arbeitsmarktprüfung wird geprüft, ob die angestrebte freie Stelle nicht mir österreichischen oder integrierten ausländischen Arbeitskräften besetzt werden kann.

Sonstige Hinweise

Innerhalb von drei Werktagen nach der Einreise müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden.

Wenn Sie in Österreich neben Ihrem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, erkundigen Sie sich unbedingt vor Aufnahme der Tätigkeit nach den gesetzlichen Voraussetzungen! Eine illegale Erwerbstätigkeit kann zu Geld- und Haftstrafen sowie zur Ausweisung aus Österreich führen. Weitere Informationen finden Sie in der Kategorie Arbeiten in Österreich.

Vor Ablauf der Aufenthaltsbewilligung kann die Verlängerung in Österreich beantragt werden. Studierende, die ein Diplomstudium zumindest ab dem zweiten Studienabschnitt oder ein Bachelor-, Master- oder (PhD-)Doktoratsstudium an einer österreichischen Universität, Fachhochschule oder akkreditierten Privatuniversität absolviert und erfolgreich abgeschlossen haben, können unter bestimmten Voraussetzungen einen Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot - Karte" beantragen.

Die Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung berechtigt Sie während der Gültigkeit zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten (Belgien, Lettland, Portugal, Dänemark, Liechtenstein, Schweden, Deutschland, Litauen, Schweiz, Estland, Luxemburg, Slowakei, Finnland, Malta, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Griechenland, Norwegen, Tschechische Republik, Island, Österreich, Ungarn, Italien und Polen) für eine maximale Dauer von drei Monaten.

Forscher/innen, Gastvortragende, Wissenschaftler/innen: Aufenthalt über sechs Monate

"Aufenthaltsbewilligung — Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit"

Diese Aufenthaltsbewilligung können bestimmte Personen, deren beabsichtigte Tätigkeit vom Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) ausgenommen ist, beantragen. Erfasst sind zum Beispi

  • Tätigkeiten im Rahmen von Aus- und Weiterbildungs- oder Forschungsprogrammen der Europäischen Union (z.B. Erasmus plus)
  • Austauschlehrer und Sprachassistenten an Unterrichtsanstalten und Universitäten im Rahmen zwischenstaatlicher Abkommen und Austauschprogramme
  • ausländische Studenten oder Absolventen im Rahmen eines auf Gegenseitigkeit beruhenden Austauschprogrammes, sofern der Austausch über Vereine, bei denen entweder eine österreichische Hochschule Mitglied ist oder welche in Zusammenarbeit mit einer österreichischen Hochschule tätig sind, abgewickelt wird

Um nach Österreich einreisen zu können, muss zuvor bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat persönlich ein Antrag auf ein ein Aufenthaltsvisum D gestellt werden. Soll die Erwerbstätigkeit sofort nach Einreise aufgenommen werden, muss das Aufenthaltsvisum D als Erwerbsvisum ("Visum D — Erwerb") beantragt werden. Bei Antragstellung für das Visum sind bereits alle für die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung erforderlichen Unterlagen (siehe weiter unten bei Gemeinsame Bestimmungen) vorzulegen. Sind die Unterlagen vollständig, wird das Visum mit einer sechsmonatigen Gültigkeitsdauer ausgestellt. Nach der Einreise kann bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland der Antrag auf die "Aufenthaltsbewilligung — Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" gestellt werden.

Wenn Sie visumfrei oder mit einem gültigen Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates nach Österreich einreisen dürfen, können Sie die "Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" auch während ihres visumfreien Aufenthalts in Österreich beantragen.

Achtung: Nach visumfreier Einreise oder Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D, welches nicht den Zusatz "Erwerb" beinhaltet, ist die Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Österreich nicht gestattet!

Achtung: Die Beantragung einer "Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit" verschafft kein Bleiberecht über die Dauer des visumfreien oder im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus. Die Aufenthaltsbewilligung sollte daher möglichst rasch nach der Einreise beantragt werden.

Familienangehörige

Familienangehörige von Inhaber/innen einer „Aufenthaltsbewilligung – Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit“ müssen zur Einreise jeweils eine "Aufenthaltsbewilligung Familiengemeinschaft" beantragen. Sämtliche unten genannte Dokumente müssen auch für jede/n Familienangehörige/n vorgelegt werden, insbesondere gesonderte Nachweise für die Finanzierung (insgesamt EUR 1.334,17 pro Monat für Ehepaare, zusätzliche EUR 137,30 pro Kind [Stand 2017]), Unterkunft und Krankenversicherung.

Darüber hinaus müssen Nachweise über die Angehörigeneigenschaft (wie Heiratsurkunde) und die Familiengemeinschaft im Heimatland vorgelegt werden.

Die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit ist Familienangehörigen nur mit einer Beschäftigungsbewilligung erlaubt, die das Arbeitsmarktservice nach Durchführung einer Arbeitsmarktprüfung erteilen kann.

„Niederlassungsbewilligung – Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit“

Personen, die in Österreich in öffentlichen und privaten Einrichtungen und Unternehmen wissenschaftlich in der Forschung und Lehre tätig sind (ohne Aufnahmevereinbarung), können eine „Niederlassungsbewilligung – Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit“ beantragen.

Um nach Österreich einreisen zu können, muss zuvor bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat persönlich ein Antrag auf ein Aufenthaltsvisum D gestellt werden. Soll die Erwerbstätigkeit sofort nach Einreise aufgenommen werden, muss das Aufenthaltsvisum D als Erwerbsvisum ("Visum D - Erwerb") beantragt werden. Bei Antragstellung für das Visum sind bereits alle für die Erteilung der Niederlassungsbewilligung erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Sind die Unterlagen vollständig, wird das Visum mit einer sechsmonatigen Gültigkeitsdauer ausgestellt. Nach der Einreise kann bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland der Antrag auf die "Niederlassungsbewilligung — Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" gestellt werden.

Wenn Sie visumfrei oder mit einem gültigen Aufenthaltstitel eines anderen Schengenstaates nach Österreich einreisen dürfen, können Sie die "Niederlassungsbewilligung – Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" auch während ihres visumfreien Aufenthalts in Österreich beantragen.

Im Regelfall wird die „Niederlassungsbewilligung – Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit“ für die Dauer der Beschäftigung, aber höchstens für ein Jahr erteilt. Vor Ablauf der Niederlassungsbewilligung kann eine Verlängerung beantragt werden. Eine Verlängerung der „Niederlassungsbewilligung – Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit“ kann nach 2 Jahren Niederlassung für 3 Jahre erteilt werden.

Achtung: Nach visumfreier Einreise oder Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D, welches nicht den Zusatz "Erwerb" beinhaltet, ist die Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Österreich nicht gestattet!

Achtung: Die Beantragung einer "Niederlassungsbewilligung — Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" verschafft kein Bleiberecht über die Dauer des visumfreien oder im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus! Die Niederlassungsbewilligung sollte daher möglichst rasch nach der Einreise beantragt werden.

Familienangehörige

Familienangehörige von Inhaber/innen einer „Niederlassungsbewilligung – Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit“ kann eine „Rot-Weiß-Rot – Karte plus“ bzw. eine  "Niederlassungsbewilligung" (quotenpflichtig) erteilt werden.

Mit einer „Rot-Weiß-Rot – Karte plus“ besteht freier Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt, sohin kann jede Beschäftigung ohne Beschäftigungsbewilligung ausgeübt werden, solange die Angehörigeneigenschaft besteht. Mit einer "Niederlassungsbewilligung" ist nur eine selbständige Erwerbstätigkeit möglich.

Der Antrag für den abgeleiteten Aufenthaltstitel kann nach visumpflichtiger oder visumfreier Einreise bei der zuständigen österreichischen Aufenthaltsbehörde im Inland eingebracht werden.

Familienangehörige müssen bei der Antragstellung Deutschkenntnisse auf Niveau A1 nachweisen können bzw. gegebenenfalls binnen zwei Jahren die Integrationsvereinbarung erfüllen.

Sämtliche unten genannte Dokumente müssen auch für jede/n Familienangehörige/n vorgelegt werden, insbesondere gesonderte Nachweise für die Finanzierung (insgesamt EUR 1.334,17 pro Monat für Ehepaare, zusätzliche EUR 137,30 pro Kind [Stand 2017]), Unterkunft und Krankenversicherung. Darüber hinaus müssen Nachweise über die Angehörigeneigenschaft (wie Heiratsurkunde) und die Familiengemeinschaft im Heimatland vorgelegt werden.

"Niederlassungsbewilligung — Forscher"

Diese Niederlassungsbewilligung können alle Personen beantragen, deren Tätigkeit für eine österreichische Forschungseinrichtung vom Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) ausgenommen ist und die mit der österreichischen Forschungseinrichtung eine "Aufnahmevereinbarung" abgeschlossen haben.

Um nach Österreich einreisen zu können, muss zuvor bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat) im Wohnsitzstaat persönlich ein Antrag auf ein ein Aufenthaltsvisum D gestellt werden. Soll die Erwerbstätigkeit sofort nach Einreise aufgenommen werden, muss das Aufenthaltsvisum D als Erwerbsvisum ("Visum D - Erwerb") beantragt werden. Bei Antragstellung für das Visum sind bereits alle für die Erteilung der Niederlassungsbewilligung erforderlichen Unterlagen (siehe weiter unten bei Gemeinsame Bestimmungen) vorzulegen. Sind die Unterlagen vollständig, wird das Visum mit einer sechsmonatigen Gültigkeitsdauer ausgestellt. Nach der Einreise kann bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde im Inland der Antrag auf die "Niederlassungsbewilligung — Forscher" gestellt werden.

Wenn eine Berechtigung zur visumfreien Einreise nach Österreich besteht, kann die "Niederlassungsbewilligung - Forscher" auch während des visumfreien Aufenthalts in Österreich beantragt werden.

Abhängig von der Dauer der Beschäftigung kann die "Niederlassungsbewilligung — Forscher" für bis zu zwei Jahre erteilt werden. Vor Ablauf der Niederlassungsbewilligung kann eine Verlängerung beantragt werden. Eine Verlängerung der „Niederlassungsbewilligung – Forscher“ kann nach 2 Jahren Niederlassung für 3 Jahre erteilt werden. Es ist auch ein Umstieg auf eine „Rot-Weiß-Rot – Karte plus“ möglich, die nach 2 Jahren Niederlassung ebenfalls für 3 Jahre erteilt werden kann.

Achtung: Nach visumfreier Einreise oder Einreise mit einem Reisevisum C oder Aufenthaltsvisum D, welches nicht den Zusatz "Erwerb" beinhaltet, ist die Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Österreich nicht gestattet!

Achtung: Die Beantragung einer "Niederlassungsbewilligung — Forscher" verschafft kein Bleiberecht über die Dauer des visumfreien oder im Visum erlaubten Aufenthalts hinaus! Die Niederlassungsbewilligung sollte daher möglichst rasch nach der Einreise beantragt werden.

Familienangehörige

Familienangehörigen von Inhaber/innen einer „Niederlassungsbewilligung – Forscher“ kann eine Rot-Weiß-Rot – Karte plus erteilt werden. Mit einer „Rot-Weiß-Rot – Karte plus“ besteht freier Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt, sohin kann jede Beschäftigung ohne Beschäftigungsbewilligung ausgeübt werden, solange die Angehörigeneigenschaft besteht.

Familienangehörige von Inhaber/innen einer „Niederlassungsbewilligung – Forscher“ können den Antrag für die abgeleitete „Rot-Weiß-Rot – Karte plus“ nach visumpflichtiger oder  visumfreier Einreise bei der zuständigen österreichischen Aufenthaltsbehörde im Inland einbringen.

Familienangehörige müssen gegebenenfalls binnen zwei Jahren die Integrationsvereinbarung erfüllen.

Sämtliche oben genannte Dokumente müssen auch für jede/n Familienangehörige/n vorgelegt werden, insbesondere eigene Nachweise für die Finanzierung (insgesamt EUR 1.334,17 pro Monat für Ehepaare, zusätzliche EUR 137,30 pro Kind [Stand 2017]), Unterkunft und Krankenversicherung. Darüber hinaus müssen Nachweise über die Angehörigeneigenschaft (wie Heiratsurkunde) und die Familiengemeinschaft im Heimatland vorgelegt werden.

Gemeinsame Bestimmungen

Die "Aufenthaltsbewilligung — Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit", die "Niederlassungsbewilligung — Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit“ und die "Niederlassungsbewilligung — Forscher" werden in Scheckkartenform mit Lichtbild erteilt und dienen auch als Identitätsnachweis. Die Aufenthalts- bzw. Niederlassungsbewilligung sollte in Österreich immer mitgeführt werden.

Für die Antragstellung benötigen Sie:

  • vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular: "Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit "| Ausfüllhilfe "Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit|"Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit"|Ausfüllhilfe "Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit"|"Niederlassungsbewilligung - Forscher "| Ausfüllhilfe "Niederlassungsbewilligung - Forscher
  • Zwei Passfotos gemäß ICAO-Kriterien (in Farbe, Größe 3,5 x 4,5 cm):
  • gültiger Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Nachweis über Ihre Tätigkeit und die Finanzierung Ihres Aufenthalts in Österreich [2017]: EUR 889,84/Monat für ein Jahr im Voraus z.B. durch Dienstvertrag mit einer österreichischen Hochschule/Forschungseinrichtung, Stipendienbestätigung
  • Übersteigt die Miete für die Unterkunft EUR 284,32/Monat, sind entsprechende zusätzliche Mittel nachzuweisen;
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine Unterkunft, z.B. durch Mietvertrag, private Wohnrechtsvereinbarung, Reservierungsbestätigung der OeAD-Wohnraumverwaltungs-GmbH oder eines Studentenheimes;
  • Nachweis einer alle Risken abdeckenden Krankenversicherung sofern mit der Erwerbstätigkeit keine Pflichtversicherung verbunden ist (muss zusätzlich zur Reisekrankenversicherung bereits vor der Einreise nachgewiesen werden, z.B. durch Vorlage eines Vorvertrages bzw. einer Versicherungspolizze)
  • polizeiliches Führungszeugnis (wo verfügbar).

Alle Dokumente müssen im Original und in Kopie vorgelegt werden. Ausländische Urkunden müssen in beglaubigter Form und alle nicht deutschsprachigen Dokumente mit beglaubigter deutscher Übersetzung vorgelegt werden. Eine Beschäftigungsbewilligung oder eine Entsendebestätigung ist nicht erforderlich.

Für die Aufenthalts-/Niederlassungsbewilligung ist eine Pauschalgebühr von 120 Euro zu bezahlen. Eventuell sind zusätzliche Gebühren zu bezahlen. Vor Ablauf der Aufenthalts-/Niederlassungsbewilligung können Sie eine Verlängerung beantragen. Die Aufenthalts-/Niederlassungsbewilligung berechtigt Sie während der Gültigkeit zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten für eine maximale Dauer von drei Monaten.

Sonstige Hinweise

Innerhalb von drei Werktagen ab der Einreise nach Österreich müssen Sie sich beim Meldeamt in Ihrem Wohnort anmelden.

Wenn Sie in Österreich einer zusätzlichen Beschäftigung nachgehen wollen, müssen Sie die strengen Bestimmungen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes unbedingt beachten! Eine illegale Erwerbstätigkeit kann zu Geld- und Haftstrafen sowie zur Ausweisung aus Österreich führen. Weitere Informationen finden Sie in der Kategorie Arbeiten in Österreich.

Rot-Weiß-Rot – Karte

Eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" berechtigt zur befristeten quotenfreien Niederlassung und Beschäftigung bei einem/einer bestimmten Arbeitgeber/in und ist für Personen geeignet, die eine dauerhafte Niederlassung in Österreich anstreben.

Folgende Personen können eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" erhalten:

  • Besonders Hochqualifizierte
  • Fachkräfte in Mangelberufen
  • Sonstige Schlüsselkräfte
  • Studienabsolvent/innen einer österreichischen Hochschule
  • Selbständige Schlüsselkräfte

Eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" kann grundsätzlich nur erteilt werden, wenn ein adäquater Arbeitsplatz nachgewiesen werden kann. Der Arbeitsplatz muss den Qualifikationen der Antragsteller/in entsprechen, angemessen entlohnt sein und die speziellen Zulassungskriterien der beantragten "Rot-Weiß-Rot - Karte" erfüllen (z.B. Erreichung der Mindestpunkteanzahl, Mindestbruttogehalt).

Die Erteilung der "Rot-Weiß-Rot - Karte" erfolgt in einem One-Stop-Shop Verfahren bei der Aufenthaltsbehörde. Innerhalb dieses Verfahrens erstellt das Arbeitsmarktservice (AMS) ein Gutachten über das Vorliegen der Zulassungskriterien und die Einhaltung der Rahmenbedingungen der beabsichtigten Beschäftigung. Weitere arbeitsmarktrechtliche Bewilligungen sind daher mit einer "Rot-Weiß-Rot - Karte" später nicht mehr notwendig.

Die Behörde hat binnen 8 Wochen zu entscheiden. Die "Rot-Weiß-Rot - Karte" wird dann grundsätzlich für 2 Jahre ausgestellt. Kann kein Arbeitsvertrag für 24 Monate nachgewiesen werden, wird die "Rot-Weiß-Rot - Karte" für die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses plus 3 Monate ausgestellt (max. für 2 Jahre).

"Rot-Weiß-Rot - Karte" für besonders Hochqualifizierte

Besonders Hochqualifizierten, die noch keinen Arbeitgeber in Österreich haben, wird, wenn die Mindestpunktezahl (mindestens 70 von 100 Punkten) erreicht wird, von der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde ein Visum zum Zweck der Arbeitssuche für die Dauer von sechs Monaten ausgestellt, um sich vor Ort in Österreich einen Job zu suchen ("Job-seeker-Visum").

Falls während der Gültigkeitsdauer des Visums ein der Qualifikation entsprechender Arbeitsplatz gefunden wird, wird ohne weitere Arbeitsmarktprüfung eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" erteilt. Liegt bereits ein Beschäftigungsangebot (Arbeitsvertrag) vor, kann selbstverständlich auch gleich eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" beantragt werden (entweder persönlich oder durch den/die Arbeitgeber/in)

Besonders Hochqualifizierte, die visumfrei nach Österreich einreisen dürfen, benötigen kein Visum zum Zwecke der Arbeitssuche. Sie können die "Rot-Weiß-Rot - Karte" während ihres rechtmäßigen visumfreien Aufenthalts in Österreich beantragen, wenn sie innerhalb dieses Zeitraums einen ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz finden.

Zulassungskriterien für besonders Hochqualifizierte

"Rot-Weiß-Rot - Karte" für Schlüsselkräfte

Drittstaatsangehörige, die aufgrund ihrer Qualifikationen eine Stelle als Schlüsselkraft in einem Unternehmen einnehmen sollen, können eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" erteilt bekommen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Mindestentgelt [Stand 2017]
    • unter 30-Jährige: EUR 2.490 brutto pro Monat zuzüglich Sonderzahlungen
    • über 30-Jährige: EUR 2.988 brutto pro Monat zuzüglich Sonderzahlungen
  • Das Arbeitsmarktservice (AMS) kann dem Unternehmen keine gleich qualifizierten Arbeitskräfte, die beim AMS arbeitsuchend vorgemerkt sind, vermitteln (Arbeitsmarktprüfung)
  • Erreichen der Mindestpunktezahl von 50 Punkten

Zulassungskriterien für Schlüsselkräfte

"Rot-Weiß-Rot - Karte" für Studienabsolventinnen/Studienabsolventen

Drittstaatsangehörige, die

  • ein Diplomstudium zumindest ab dem zweiten Studienabschnitt, ein Bachelor-, Master- oder (PhD-)Doktoratsstudium

an einer österreichischen Universität, Fachhochschule oder akkreditierten Privatuniversität absolviert und erfolgreich abgeschlossen haben, können vor Ablauf ihrer "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" für Studienabsolvent/innen beantragen, sofern sie ein dem Ausbildungsniveau entsprechendes Beschäftigungsangebot gefunden haben und die Erfüllung der folgenden Kriterien belegen können:

  • ein Mindestbruttoentgelt in der Höhe von EUR 2.241 [2017] zuzüglich Sonderzahlungen erhalten und
  • die allgemeine Voraussetzungen (wie ortsübliche Unterkunft, Krankenversicherungsschutz usw.) erfüllen

Studienabsolvent/innen müssen keine Mindestpunktanzahl erfüllen.

Wenn zum Zeitpunkt des Ablaufs der "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" noch kein entsprechendes Beschäftigungsangebot vorliegt, kann bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde einmalig eine Verlängerung der "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" zum Zweck der Arbeitssuche für weitere 12 Monate beantragt werden. Hierzu müssen die allgemeinen Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels erfüllt sein und ein schriftlicher Nachweis über den erfolgreichen Studienabschluss vorgelegt werden.

Im Rahmen der "Aufenthaltsbewilligung - Studierender" zum Zweck der Arbeitssuche ist auch ein Umstieg auf eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" für Studienabsolvent/innen (oder auf eine andere "Rot-Weiß-Rot - Karte) möglich.

Verlängerung der "Rot-Weiß-Rot - Karte"

Eine Verlängerung muss immer vor Ablauf der Gültigkeit der Karte beantragt werden. Inhaber/innen einer "Rot-Weiß-Rot - Karte" können eine "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" (siehe unten) beantragen, wenn sie innerhalb der letzten 24 Monate zumindest 21 Monate beschäftigt waren. Die Prüfung führt das Arbeitsmarktservice (AMS) durch.

Bei Stellung eines Verlängerungsantrags darf sich der/die Antragsteller/in bis zur rechtskräftigen Entscheidung über den Antrag weiterhin rechtmäßig in Österreich aufhalten und kann auch weiterhin eine Erwerbstätigkeit ausüben.

Familienangehörige

Familienangehörige von Inhabern einer "Rot-Weiß-Rot - Karte" erhalten eine "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" wenn die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen erfüllt werden.

Allgemeine Erteilungsvoraussetzungen

  • Ausreichende finanzielle Mittel [Stand 2017] Ehepaare EUR 1.334,17 und zusätzlich EUR 137,30 für jedes Kind
  • Krankenversicherung: Nachweis über eine in Österreich leistungspflichtige alle Risiken abdeckende Krankenversicherung. Familienangehörige von Inhabern einer "Rot-Weiß-Rot-Karte" können grundsätzlich mit diesen in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden.
  • Ortsübliche Unterkunft: Nachweis über einen Rechtsanspruch auf eine Unterkunft (z.B. durch Vorlage eines Mietvertrages).

Mit der "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" besteht unbeschränkter Arbeitsmarktzugang. Das heißt, für eine unselbständige Erwerbstätigkeit ist keine weitere Bewilligung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) nötig.

Gegebenenfalls müssen bei der Antragstellung Deutschkenntnisse auf Niveau A1 nachgewiesen werden bzw. binnen zwei Jahren die Integrationsvereinbarung erfüllt werden.

Hinweise

Die "Rot-Weiß-Rot - Karte" wird in Scheckkartenform mit Lichtbild erteilt, diese dient auch als Identitätsnachweis. Die "Rot-Weiß-Rot - Karte" sollte immer mitgeführt werden. Die "Rot-Weiß-Rot - Karte" wird für die Dauer der Beschäftigung plus 3 Monate, aber höchstens für 2 Jahre erteilt.

Eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" berechtigt während der Gültigkeit zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten (Belgien, Lettland, Portugal, Dänemark, Liechtenstein, Schweden, Deutschland, Litauen, Schweiz, Estland, Luxemburg, Slowakei, Finnland, Malta, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Griechenland, Norwegen, Tschechische Republik, Island, Österreich, Ungarn, Italien, und Polen)für eine maximale Dauer von drei Monaten.

Rot-Weiß-Rot – Karte plus

Die "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" berechtigt Drittstaatsangehörige zur befristeten Niederlassung und zur Ausübung einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit im gesamten Bundesgebiet (unbeschränkter Arbeitsmarktzugang). Sie ist nicht auf eine/n bestimmte/n Arbeitgeber/in beschränkt.

Eine "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" kann z.B. erteilt werden für:

  • Inhaber/innen einer "Rot-Weiß-Rot - Karte ", wenn sie innerhalb der letzten 24 Monate zumindest 21 Monate beschäftigt waren
  • Inhaber/innen einer "Blauen Karte EU ", wenn sie innerhalb der letzten 24 Monate zumindest 21 Monate beschäftigt waren
  • Familienangehörige von Inhabern/Inhaberinnen einer "Rot-Weiß-Rot – Karte", einer "Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" (nach § 1 Abs 2 lit i AuslBG), einer "Niederlassungsbewilligung - Forscher" oder einer "Blauen Karte EU "
  • Personen, die zumindest 2 Jahre eine "Niederlassungsbewilligung - Forscher " innehatten

Checkliste "Rot-Weiß-Rot – Karte plus"

Verlängerung der "Rot-Weiß-Rot – Karte plus"

Die "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" wird grundsätzlich für 12 Monate ausgestellt. Eine Verlängerung des Aufenthaltstitels "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" muss vor Ablauf beantragt werden (frühestens drei Monate im Voraus).

Drittstattsangehörigen, die bereits zwei Jahre rechtmäßig in Österreich niedergelassen waren und das Modul 1 der Integrationsvereinbarung erfüllen, kann eine "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" mit einer Gültigkeitsdauer von drei Jahren ausgestellt werden.

Familienangehörige

Familienangehörige von Inhaber/innen einer "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" erhalten ebenfalls eine "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" wenn die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen erfüllt werden.

Allgemeine Erteilungsvoraussetzungen

  • Ausreichende finanzielle Mittel [Stand 2017] Ehepaare EUR 1.334,17 und zusätzlich EUR 137,30 für jedes Kind
  • Krankenversicherung
  • Nachweis über eine in Österreich leistungspflichtige alle Risiken abdeckende Krankenversicherung.
  • Ortsübliche Unterkunft: Nachweis über einen Rechtsanspruch auf eine Unterkunft (z.B. durch Vorlage eines Mietvertrages).

Mit der "Rot-Weiß-Rot-Karte – plus" besteht unbeschränkter Arbeitsmarktzugang. Das heißt, für eine unselbständige Erwerbstätigkeit ist keine weitere Bewilligung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) notwendig.

Gegebenenfalls müssen Familienangehörige bei der Antragstellung jedoch Deutschkenntnisse auf Niveau A1 nachweisen können bzw. binnen zwei Jahren die Integrationsvereinbarung erfüllen.

Hinweise

Die "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" wird im Scheckkartenformat mit Lichtbild erteilt und dient auch als Identitätsnachweis. Die "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" sollte zum Nachweis des Aufenthaltsrechts immer mitgeführt werden.

Eine "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" berechtigt Sie während der Gültigkeit zur Durchreise durch bzw. zum Aufenthalt in anderen Schengenstaaten (Belgien, Lettland, Portugal, Dänemark, Liechtenstein, Schweden, Deutschland, Litauen, Schweiz, Estland, Luxemburg, Slowakei, Finnland, Malta, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Griechenland, Norwegen, Tschechische Republik, Island, Österreich, Ungarn, Italien und Polen) für eine maximale Dauer von 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen.

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