Österreichischer Preis für Entwicklungsforschung

Ausschreibung Entwicklungsforschungspreis 2021

Der Österreichische Preis für Entwicklungsforschung besteht aus einem Haupt- und einem Nachwuchspreis und wird von der Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD) aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) an wissenschaftlich tätige Institutionen und Personen verliehen, die eine besondere Leistung in Bezug auf Forschung für Entwicklung erbracht haben (Publikationen, Projekte und Initiativen).

Von 23. April 2021 bis zum 23. August 2021 können Nominierungen für den Hauptpreis oder Artikel für den Nachwuchspreis eingereicht werden.

Beide Auszeichnungen – Hauptpreis und Nachwuchspreis – stellen einen Beitrag zur besseren Sichtbarkeit der Entwicklungsforschung dar; sie dienen der Stimulierung des wissenschaftlichen entwicklungsrelevanten Diskurses sowie einer gesellschaftlichen Verankerung in Österreich und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit global relevanten Themen der Entwicklungsforschung und den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Um der Vielfalt der Entwicklungsforschung gerecht zu werden, wird ein breites Spektrum an Themen abgedeckt und der trans- bzw. interdisziplinäre Charakter der Forschung betont.

Der Hauptpreis

Der Hauptpreis wird jedes zweite Jahr für wissenschaftlich herausragende Publikationen, Projekte oder Initiativen an eine Person oder Institution verliehen. Im Jahr 2021 wird der Hauptpreis an eine Institution vergeben, die einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklungsforschung in Österreich geleistet hat. Für den Hauptpreis wird ein offenes Nominierungsverfahren durchgeführt (keine Eigennominierungen). Personen und Institutionen aus dem Bereich der Entwicklungsforschung sind aufgerufen Nominierungen von Institutionen (max. 2 A4 Seiten mit Begründung der Nominierung, plus Beilagen wie Publikations-/Projektlisten) via E-Mail einzureichen an:

Als entscheidende Kriterien für die Vergabe des Preises dienen der Jury folgende Punkte:

  • Wissenschaftliche Relevanz und Exzellenz
  • Bedeutung für Scientific Community
  • Bedeutung für österreichische und internationale Entwicklungsforschung
  • Beitrag zur Lösung aktueller „globaler Herausforderungen“
  • Beitrag zur Wissensvermittlung an außerwissenschaftliche Öffentlichkeit

Der Hauptpreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die genauen Anforderungen für den Hauptpreis für Entwicklungsforschung 2021 entnehmen Sie bitte den zugehörigen Teilnahmebedingungen

Der Nachwuchspreis

Der Nachwuchspreis, der ebenfalls zweijährig verliehen wird, würdigt wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen im Bereich der „globalen Herausforderungen“ (z.B. Klimawandel, Armut, Migration, Ressourcenknappheit, demographischer Wandel, Gesundheit, nachhaltige Stadtentwicklung, Konfliktprävention und Friedenserhalt etc.). Jede Ausschreibung steht unter einem eigenen thematischen Schwerpunkt. Junge Wissenschafter/innen sind eingeladen wissenschaftliche Artikel zu folgendem Themenschwerpunkt 2021 einzureichen:

Ernährungssouveränität – für eine nachhaltige und gesunde Zukunft

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat das Jahr 2021 zum Jahr des „Obst und Gemüse“ erklärt. Dabei hebt sie die Bedeutung eines nachhaltigen Ernährungssystems für eine gesunde und ausgewogene Ernährung hervor. In Anlehnung daran ist der Nachwuchspreis für Entwicklungsforschung 2021 dem Themenschwerpunkt „Ernährungssouveränität – für eine nachhaltige und gesunde Zukunft“ gewidmet. Das Thema der nachhaltigen und gesunden Ernährung stößt nicht nur im globalen Norden auf wachsendes Interesse. Angesichts einer globalen Nahrungsmittelproduktion, die weiterhin stark auf der Ausbeutung von Mensch und Natur basiert, und zunehmend von wenigen multinationalen Akteuren dominiert wird – vom Saatgut bis hin zur verarbeiteten Industrie –, wenden sich weltweit viele Konsumentinnen und Konsumenten möglichen Alternativen zu. Der Begriff der Ernährungssouveränität wurde von Kleinbauern und Bäuerinnen – vor allem aus dem globalen Süden – geprägt. Ernährungssouveränität ist ein politisches Konzept, welches das Recht auf gesunde Nahrung und auf demokratische Kontrolle der Produktion einfordert. Dies schließt auch den Zugang zu Land und Produktionsmitteln ein, wobei kulturelle Faktoren neben vielen anderen eine wichtige Rolle spielen. Ernährungssouveränität stellt die Bedürfnisse von Produzenten/innen, Konsumenten/innen und zukünftigen Generationen in den Mittelpunkt, nicht die wirtschaftlichen Interessen weniger. Doch wie lässt sich dieses Ziel erreichen? Welcher strukturellen Änderungen bedarf es und welche Erfolge wurden bereits verbucht? Welche Beispiele könnten als Vorbilder für andere dienen? Welche Rolle spielt die Entwicklungsforschung in der Etablierung nachhaltiger Ernährungsstrukturen und in der Erforschung ihrer systemischen Grundlagen? Jungwissenschafter/innen sind eingeladen sich in ihren Beiträgen mit diesen und anderen, den Themenkomplex der Ernährungssouveränität betreffenden Fragen zu beschäftigen.

Als Entscheidungskriterien zur Auswahl des Siegertextes dienen der Jury folgende Merkmale:

  • Wissenschaftliche Relevanz und Exzellenz
  • Relevanz für nachhaltige Entwicklungen
  • Beitrag zur Lösung „globaler Herausforderungen“
  • Bedeutung für Scientific Community und außerwissenschaftliche Öffentlichkeit

Junge Wissenschafter/innen (unter 35 Jahren) senden ihre wissenschaftlichen Artikel für den Nachwuchspreis 2021 inkl. eines CV und des ausgefüllten und gescannten Einreichformulars via E-Mail an: 

Der Nachwuchspreis ist mit 2.000 Euro dotiert. Die genauen Anforderungen für den Nachwuchspreis für Entwicklungsforschung 2021 entnehmen Sie bitte den zugehörigen Teilnahmebedingungen

Auswahl und Verleihung

Die Auswahl der Preisträger/innen erfolgt durch eine unabhängige wissenschaftliche Fachjury; die Bekanntgabe der Preisträger/innen erfolgt bis spätestens Oktober 2021.

Der Hauptpreis wird zusammen mit dem Nachwuchspreis im Rahmen eines feierlichen Festakts im Oktober/November 2021 durch den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung oder eine hochrangige Ressortvertretung gemeinsam mit der Geschäftsführung der OeAD-GmbH verliehen.