Republik Nordmazedonien

Republik Nordmazedonien © OeAD/OeAD

Hauptstadt: Skopje
Landesfläche: 25.713 km²
Einwohneranzahl: 2.065.769 (2013)
Amtssprache: Mazedonisch, mit Einschränkungen Albanisch und Türkisch

Webtipps:

Regierung
Ministerium für Bildung und Wissenschaft
Büro für Bildungsentwicklung
Nationale Agentur für Berufsbildung

Skopje

In enger Zusammenarbeit mit dem Nordmazedonischen Bildungsministerium und anderen Bildungsinstitutionen vor Ort implementiert der OeAD Bildungsprojekte im Schwerpunktbereich Berufsbildung. Die Projekte werden durch das OeAD-Regionalbüro Tirana betreut.

Schwerpunkt:

  • Zusammenarbeit Schule-Wirtschaft in der Berufsbildung
  • Entrepreneurship Learning

Beispiele:

Regionalprojekt Schule trifft Wirtschaft – School Meets Business (SmB)
Albanien, Kosovo, Nordmazedonien

Die Förderung der Qualität und der Arbeitsmarktrelevanz der Berufsausbildung durch die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Berufsbildung und Wirtschaft, im Besonderen im Bereich "Work-based Learning", gilt als Reformpriorität in Albanien, Kosovo und Nordmazedonien. Daher haben Albanien, Kosovo und Nordmazedonien in der Umsetzung der "Riga Beschlüsse" die "Förderung des Lernens am Arbeitsplatz in all seinen Formen" als Umsetzungspriorität gewählt.

Das Regionalprojekt "Schule trifft Wirtschaft" setzt hier an. Ziel ist die Kompetenz von berufsbildenden Schulen in drei Partnerländern für eine professionelle Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zu stärken, besonders bei der Organisation unterschiedlicher Formate von betrieblichem Lernen. Die Verankerung von Wirtschaftskoordinatorinnen und Wirtschaftskoordinatoren an den Schulen als kompetente Schnittstellen zwischen Schule und Wirtschaft steht dabei im Mittelpunkt. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit den für Berufsbildung zuständigen Ministerien, Agenturen für Berufsbildung, berufsbildenden Schulen und Betrieben umgesetzt.

Zu erwartende Ergebnisse sind:

  • Das Aufgabenprofil für Wirtschaftskoordinatoren und Wirtschaftskoordinatorinnen an berufsbildenden Schulen wurde unterstützt durch regionalen Austausch auf jeweils nationaler Ebene entwickelt und ist im Bildungssystem eingeführt.
  • Eine Detailstudie pro Land zu den unterschiedlichen Formaten des „Work-based Learning“, die jeweils umgesetzt werden, liegt vor.
  • 4 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren pro Land und bis zu 40 Wirtschaftskoordinatorinnen und -koordinatoren pro Land (bis zu 120 insgesamt) sind ausgebildet und wenden das Wissen in der täglichen Arbeit an
  • Qualitätskriterien für die Zusammenarbeit Schule - Wirtschaft werden angewendet und sind im schulischen Qualitätssicherungssystem verankert.

In rund 70 Veranstaltungen in den drei Ländern werden folgende Zielgruppen erreicht:
Direkte Zielgruppen: 12 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den drei Ländern, 120 Wirtschaftskoordinatoren und -koordinatorinnen berufsbildender Schulen der drei Länder Indirekte Zielgruppen: ca. 40.000 Schüler/innen an 120 Berufsschulen in Albanien, Kosovo und Nordmazedonien, 120 Direktorinnen und Direktoren, der Lehrkörper der Schulen und betriebliche Kooperationspartner

Entrepreneurship Learning:
Die Förderung von Entrepreneurship als Motor für wirtschaftliche Entwicklung, aber auch als Schlüsselkompetenz, die dem/der Einzelnen die bestmögliche Entfaltung des eigenen Potentials ermöglicht, ist eine Entwicklungspriorität innerhalb der EU und darüber hinaus. Bildung spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Für die erfolgreiche Förderung von Entrepreneurship Learning bedarf es allerdings neuer Lehr-/Lernzugänge und -settings und neuer Partnerschaften mit der Wirtschaft.

Der OeAD setzte in Albanien, Kosovo und Nordmazedonien das Projekt "Entrepreneurship Learning" um. In allen drei Ländern gibt es an berufsbildenden Schulen das Fach "Entrepreneurship" in mindestens einem Jahrgang. Ziel des Projektes war es, einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität des Unterrichtes im Bereich Entrepreneurship Learning in der Berufsbildung zu leisten.

Im Rahmen des Projektes wurden 17 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der drei Länder zur Vermittlung neuer Lehr- und Lernzugängen für Entrepreneurship Learning ausgebildet und Fortbildungsmodule für Entrepreneurship Learning entwickelt. Diese waren Basis für die Fortbildung von rund 250 Lehrerinnen und Lehrern an über 130 berufsbildenden Schulen in den drei Partnerländern zur Umsetzung innovativer Lernzugänge zur Förderung von Entrepreneurship Learning. Parallel dazu wurde ein mehrsprachiges "Tool Kit" entwickelt, das den berufsbildenden Schulen der einzelnen Länder für den Bereich Entrepreneurship Learning zur Verfügung gestellt wird.

Die Umsetzung der neuen Lehr-/Lernzugänge wurden in allen drei Ländern im Rahmen einer Studie evaluiert. Auf Basis dieser Evaluierungsergebnisse tauschte sich das Team ausgebildeter Multiplikatorinnen aus Nordmazedonien sowie die zuständige Vertreterin des Zentrums für Berufsbildung in Wien mit österreichischen Expertinnen zu innovativen Lehr-/Lernsettings für Entrepreneurship Learning aus. Ergebnisse dieses Austauschs wurden in Reflexionsrunden an EL Lehrer/innen in Nordmazedonien weitergegeben.