"Black Ice" - eine Forschungs-Bildungs-Kooperation am Gletscher

Wissenschaft (er)leben - Zukunft gestalten
Mikrobielles Leben kann zur Gletscherschmelze beitragen und so den Klimawandel beschleunigen. Forscher/innen und Schüler/innen haben dies in einem Sparkling-Science-Projekt untersucht.

Erforschung des Klimawandels

Der Klimawandel ist ein hochaktuelles Thema. Viele wissenschaftliche Einrichtungen sind dabei ihn zu erforschen und dabei treten immer wieder Erkenntnisse zutage, die aufhorchen lassen: Zum Beispiel sind Gletscheroberflächen auch Lebensraum für eine Vielzahl von mikrobiellen Gemeinschaften wie Bakterien, Algen oder Pilze. Die Alge beispielsweise muss sich vor einer hohen Strahlendosis am Gletscher schützen und hilft sich dabei mit einer starken Pigmentierung, die zu einer Verdunkelung der Eisoberfläche führt. Dieser Bioalbedo-Effekt führt zu mehr Wasser am Gletscher, was der Pflanze beim Wachsen hilft.

Schulen forschen mit!

In den Jahren 2018 bis 2019 haben Forschende der Universität Innsbruck und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit Schüler/innen der Neuen Mittel- und Sportmittelschule Königsweg und der NMS Zirl an diesem Phänomen geforscht. Die Kinder und Jugendlichen konnten selbst am Gletscher Messungen durchführen und diese dann in Laboranalysen mit einem interdisziplinären und internationalen Team auswerten. "Die Kinder haben sich gegenseitig geholfen und unterstützt und es konnte sich wie in einer Seilschaft ein einzigartiges Zusammengehörigkeitsgefühl bilden", berichtete die Klassenlehrerin Gerda Bubendorfer bei der Abschlussveranstaltung des Projektes. Dabei ist auch ein tolles Video entstanden, welches auf YouTube angeschaut werden kann. 

Mehr Informationen zum Sparkling-Science-Projekt "Black Ice" findet man auf der Projektwebseite oder auf der Sparkling-Science-Webseite

Hintergrund

Da im Herbst 34 neu geförderte Sparkling-Science-Projekte starten, werfen wir im August einen Blick zurück und holen ausgewählte Best-Practice-Beispiele des Vorgängerprogrammes vor den Vorhang.