30 Jahre Erasmus - das große Finale des Jubiläumsjahres

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Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen von "30 Jahre Erasmus". Mit dem „Erasmus+ 30th Anniversary Closing Event“ am 30. November in Brüssel wurde das große Finale des Jubiläumsjahres gefeiert und die „Erasmus+ Generation Declaration“ präsentiert.

„Wir brauchen ein größeres Programm, um noch mehr für die Zukunft Europas erreichen zu können“. Das ist kurz zusammengefasst der Inhalt der „Erasmus+ Generation Declaration“, die am 30. November 2017 im Rahmen der großen Schlussveranstaltung in Brüssel zu den 30-Jahr-Feierlichkeiten von Erasmus präsentiert wurde.

Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen des Programms Erasmus, einer der größten Erfolgsgeschichten der Europäischen Union. Europa hat Erasmus geschaffen und Erasmus hat Europa geprägt und nahe an die Menschen herangebracht, wie keine andere europäische Initiative. Kaum ein anderes europäisches Projekt wurde und wird in der Öffentlichkeit so positiv wahrgenommen und konnte so nachhaltige Erfolge erzielen. Viele haben selbst daran teilgenommen, fast jeder kennt irgendjemanden, der schon Erfahrung mit Erasmus gemacht hat. Man spricht heute bereits von der „Generation Erasmus“. Neun Millionen Teilnehmer/innen seit 1987 in ganz Europa, 245.000 Teilnehmer/innen aus Österreich sind nur zwei Zahlen, die das eindrucksvoll untermauern.

Das „Erasmus+ 30th Anniversary Closing Event“ war das große Finale der zahlreichen Feierlichkeiten zum 30-Jahr-Jubiläum in ganz Europa. Ein erster Höhepunkt war das Versenken der „Erasmus+ Zeitkapsel“, vorgenommen von EU-Kommissar Tibor Navracsics und Vizepräsident Jyrki Katainen. Darin enthalten sind die „Erasmus+ Generation Declaration“, aber auch Ideen und Wünsche von Konferenzteilnehmer/innen zur Zukunft von Erasmus. Geplant ist, die Kapsel in zehn Jahren zum 40-jährigen Jubiläum wieder zu öffnen und zu schauen, welche der Wünsche und Ideen sich verwirklicht haben.

Bei einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion zur Zukunft von Erasmus+ nach 2020, an der unter anderem EU-Kommissar Tibor Navracsics, die estonische Unterrichts- und Wissenschaftsministerin Mailis Reps sowie MEP Petra Kammerevert teilnahmen, herrschte große Einigkeit darüber, dass Erasmus eine große Zukunft hat. Um das Potenzial und die Möglichkeiten des Programms optimal zu nutzen, braucht das Programm deutlich mehr Geld, als bisher zur Verfügung gestellt wurde. Auch darüber waren sich bemerkenswerterweise alle Diskutant/innen einig.

Im Mittelpunkt der großen Abendveranstaltung, an der 2.000 Personen teilnahmen, standen zahlreiche eindrucksvolle Geschichten von jungen und älteren Europäerinnen und Europäern, die mit Erasmus ausgezogen sind, um in anderen Ländern zu lernen, zu arbeiten und ihre ganz persönlichen Erfahrungen zu sammeln. Es waren unterschiedliche Menschen, die auf die große Bühne gebeten wurden, aber eines war ihnen allen gemeinsam: Eine mitreißende Begeisterung für Europa und ein ansteckendes europäisches Feuer in den Augen, das Erasmus entfacht hat. An uns allen liegt es, dieses europäische Feuer für uns und die Zukunft unserer Kinder weiter brennen zu lassen.